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Dresdner Eislöwen bekommen eine Chance, den Schritt in die oberste Eishockey-Spielklasse zu gehen

Dresdner Eislöwen bekommen eine Chance, den Schritt in die oberste Eishockey-Spielklasse zu gehen

Kurz vor dem Start in die neue Eishockey-Saison gibt es für die Fans eine fast sensationelle Neuigkeit. Die von den Anhängern in ganz Deutschland schon lange herbeigesehnte Rückkehr zu einem geregelten Auf- und Abstieg in den beiden höchsten Spielklassen soll ab 2018 Realität werden.

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Wie man vorm Tor eines DEL-Teams für Unruhe sorgt, zeigte Vladislav Filin (2. v. l.) kürzlich im Test der Dresdner Eislöwen gegen die Hamburg Freezers.

Quelle: Frank Dehlis

Das fixierten die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) und die DEL2 in einer Vereinbarung, die gestern in Krefeld von den beiden Geschäftsführern Gernot Tripcke und René Rudorisch unterzeichnet wurde.

Den letzten sportlichen Absteiger hatte es 2006 mit den Kassel Huskies gegeben, Aufsteiger waren damals die Straubing Tigers. Seitdem konnte eine Lizenz nur weiterverkauft werden. Diesen Schritt gingen die Hannover Scorpions 2013 drei Jahre nach dem DEL-Titel, als sie die Lizenz an Schwenningen verkauften. "Wir haben uns auf ein Regelwerk geeinigt, an dessen Erfüllung durch die DEL2 die nachhaltige Verzahnung beider Ligen geknüpft ist", betonte Tripcke. Auf jeden Fall wird es keine Relegation, sondern einen direkten Auf- und Absteiger geben. Tripcke: "Wir wollen damit die Vorrunde deutlich aufwerten und für noch mehr Spannung im Tabellenkeller sorgen."

Für René Rudorisch ist es das "Licht am Ende des Tunnels und der Durchbruch", auf den die Eishockey-Fans schon lange gewartet haben. Die zwei wichtigen Eckpunkte im Regelwerk sind die Standards in den Eisarenen und zudem die Wirtschaftlichkeit der Zweitligisten. Eine wichtige Hürde, damit die Aufstiegsregelung überhaupt greift, muss die DEL2 bereits bis 30. März 2016 nehmen. "Bis dahin müssen mindestens sechs Zweitligisten jeweils eine Bürgschaft über 800 000 Euro hinterlegen, also kein bares Geld, sondern eine Sicherheit durch eine Bank, Firmen oder Privatpersonen", erklärt Rudorisch, der zugibt: "Natürlich ist das eine hohe Anforderung, über die auch am längsten diskutiert wurde."

Nur einer dieser sechs Vereine kann dann auch 2018 wirklich aufsteigen. Rudorisch sieht dennoch die Umsetzung dieser Maßgabe als nicht unrealistisch: "Wir müssen unsere Standorte in den nächsten Monaten darauf vorbereiten. Wenn wir ehrlich sind, hätte es im Moment jeder DEL2-Klub schwer, den Aufstieg sofort zu realisieren. Deshalb brauchen wir eine gewisse Vorlaufzeit. Zudem müssen die Gesellschafterverträge in beiden Ligen angepasst werden."

Der DEL-Geschäftsführer nennt als Beispiele die zum Teil komplizierten und langfristigen Kontrakte zwischen DEL-Vereinen und Spielern oder auch den Spielstätten. Und natürlich müssten sich die Zweitligisten auch mit ihrem Etat in Richtung Oberhaus entwickeln. "Eine Million Euro oder sogar mehr müssen dann draufgepackt werden", sagt Rudorisch.

Die zweite entscheidende Hürde ist die Spielstätte, für die ein 6000-Punkte-Katalog zu erfüllen wäre. "Dabei gibt es für jeden Stehplatz einen sowie jeden Sitz- und VIP-Platz jeweils zwei Punkte. Bewertet werden auch die Größe und Helligkeit der Videowand und einiges mehr", erläutert René Rudorisch, der in Sachsen derzeit nur die Dresdner Eislöwen als geeigneten Kandidaten einordnet. "Das Stadion mit über 4000 Zuschauerplätzen ist ausreichend, dazu kommen eine gute Struktur und die Stadt mit ihrem Umfeld." Dabei hatte der Eislöwen-Geschäftsführer Volker Schnabel schon im vergangenen Jahr zu Beginn seiner Amtszeit keinen Zweifel daran gelassen, dass er Dresden mittelfristig als einen guten DEL-Standort im Osten ansieht und es auch sein Traum ist, dieses Ziel zu erreichen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.09.2015

Astrid Hofmann

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