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Dresdner Eislöwen: Kleiner Kader, großer Teamgeist

Dresdner Eislöwen: Kleiner Kader, großer Teamgeist

Mit einem 6:1-Kantersieg gegen Rosenheim haben sich die Dresdner Eislöwen in die Deutschland-Cup-Pause verabschiedet. Bis einschließlich Sonnabend hat Trainer Thomas Popiesch seinen Cracks frei gegeben.

Dresden .

Von Astrid Hofmann

"Sie sollen die Zeit nutzen, um den Kopf frei zu bekommen, einmal nicht an Eishockey zu denken und sich zu regenerieren", sagt der "Löwen-Bändiger", der sich freut, dass sein Team nach den beiden Niederlagen gegen Bremerhaven und Schwenningen nun gegen Rosenheim mit einer überzeugenden Leistung aufwarten konnte. Hatten seine Schützlinge bei den beiden Wochenend-Partien mit nur zwei Toren Ladehemmung gezeigt, schien die gegen die Starbulls wie weggeblasen. Dabei bewiesen diesmal vor allem die Verteidiger ihre Treffsicherheit. Allen voran Florian Iberer, der im ersten Drittel gleich einen "Dreierpack" besorgte, hinzu kamen die Treffer von Bastian Steingroß und dem vom Stürmer zum Verteidiger umfunktionierten André Mücke. Top-Scorer der Dresdner bleibt auch nach 14 Spielen Kapitän Patrick Jarrett, der mit 23 Punkten nicht nur die Bestenliste der Eislöwen, sondern auch die Gesamtstatistik der Liga anführt. Mit 20 Zählern steht ihm Sturmpartner Sami Kaartinen kaum nach.

Trainer Thomas Popiesch möchte nach einem reichlichen Viertel der insgesamt 48 Spiele jedoch keinen seiner Cracks herausheben. "Bisher hat jeder im Team den ihm zugeteilten Job sehr gut erfüllt. Ich bin vor allem zufrieden mit der Art und Weise, wie sich die Mannschaft präsentiert, wie sie mit Herz und Leidenschaft spielt. Jeder springt für den anderen in die Bresche, wenn es notwendig ist", lobt der Coach, der allerdings bislang noch nie mit kompletter Besetzung antreten konnte. "Verletzungen wiegen bei unserem kleinen Kader besonders schwer", weiß Popiesch, der hofft, am Sonntag erstmals alle seine Spieler zum Training zu begrüßen. Wenn es wirtschaftlich machbar wäre, würde der Coach seinen Kader gern noch aufstocken. "Ausschau halte ich immer, aber letztlich ist entscheidend, ob uns ein Spieler wirklich hilft und ob er für uns bezahlbar ist", weiß Popiesch, der sowohl in Weißwasser als auch jetzt in Dresden nachgewiesen hat, dass er keine Ausreden sucht, sondern auch aus schlechten finanziellen Rahmenbedingungen und damit aus einem kleinen Kader viel herauszuholen vermag.

Mit Platz sechs kann Popiesch derzeit gut leben. "Wenn wir diesen Rang auch in der entscheidenden Saisonphase vor den Playoffs einnehmen, wäre das eine Top-Leistung", betont er. Dennoch findet der 46-Jährige, dass sein Team durchaus ein, zwei Punkte mehr verdient gehabt hätte. "Wir haben einige Spiele sehr knapp verloren. Da fehlten oft nur Kleinigkeiten, wie die letzte Konsequenz in der Defensive und beim Abschluss." Ein gutes Händchen bewies Popiesch mit der kurzfristigen Verpflichtung von Ersatzkeeper Jordan Parise, der Kellen Briggs hervorragend vertrat. Ob Parise, dessen Vertrag nur bis 20. November läuft, beim nächsten Spiel am 18. November in Crimmitschau zwischen den Pfosten steht, lässt Popiesch noch offen. Kellen Briggs ist wieder im vollen Training und bereitet sich akribisch auf sein Comeback vor. Parise hat mit seinen Leistungen in Deutschland auf sich aufmerksam gemacht, soll jetzt unter anderen von den Schwenningern umworben werben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.11.2011

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