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Dresdner Eislaufgemeinde trauert: Egon Luding überraschend gestorben

Dresdner Eislaufgemeinde trauert: Egon Luding überraschend gestorben

Die Dresdner Eishockey- und Eisschnelllauf-Gemeinde trauert. Am Mittwoch starb überraschend der ehemalige Eishockey-Spieler und langjährige Eisschnelllauf-Cheftrainer Egon Luding.

Der 78-Jährige, der noch als Fuhrunternehmer tätig war, erlag während eines beruflichen Termins einem Herzinfarkt. Egon Luding gehörte in den 50-er und 60-er Jahren zu den bekanntesten Dresdner Eishockeyspielern. Mit nur 31 Jahren übernahm er dann 1966 als einer der jüngsten Trainer die Oberliga-Mannschaft und führte das Team bis 1970. "Egon Luding hat damals neue Wege beschritten und alles in Richtung Leistungssport orientiert. So gab es erstmals ein Sommertraining, zu dem unter anderen auch Holzhacken im Wald gehörte", erinnert sich sein damaliger Schützling Karl-Heinz Domschke, der hinzufügt: "Er hat mich maßgeblich gefördert und wir hatten bis in die heutige Zeit eine sehr herzliche Beziehung."

Nach dem vom DTSB verordneten Aus des Eishockeysports in Elbflorenz 1970 baute Egon Luding gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Ernst und weiteren Mitstreitern den Eisschnelllaufsport in Dresden auf. Als Cheftrainer hatte er maßgeblichen Anteil daran, dass die Abteilung zur erfolgreichsten Eisschnelllauf-Sektion der Welt - erinnert sei an die Olympiasiege von Karin Enke, Andrea Ehrig und Ludings späterer Schwägerin Christa Rothenburger-Luding - avancierte. Später trug er bis zur Wende als Chef-Verbandstrainer Verantwortung für den gesamten Eisschnelllauf in der damaligen DDR. Nach der Wende machte er sich mit dem gleichen Engagement und Enthusiasmus mit einem Fuhrunternehmen selbständig, hielt auch Kontakt zur Traditionsmannschaft der Eislöwen. Erst im Januar dieses Jahres vollzog er beim Derby der Eislöwen gegen die Lausitzer Füchse mit dem Weißwasseraner Urgestein Klaus Hirche das Ehrenbully. "Wir sind alle geschockt, weil es so überraschend kam. Für mich ist das besonders schwer, weil wir Brüder ein sehr enges Verhältnis hatten, er immer mein Bezugspunkt war", sagte Ernst Luding.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.10.2013

ah

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