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Dresdner Eiskunstlauftalent Lea Johanna Dastich gibt in dieser Woche ihr Debüt beim ISU Junioren Grand Prix

Dresdner Eiskunstlauftalent Lea Johanna Dastich gibt in dieser Woche ihr Debüt beim ISU Junioren Grand Prix

Während andere Schülerinnen ihres Alters derzeit die wohlverdienten Ferien genießen, hat Lea Johanna Dastich auf den "Luxus" Urlaub in diesem Sommer ganz verzichtet.

Dresden.

Statt sich am Strand in der Sonne zu räkeln, schwitzte die 14-Jährige jeden Tag vier Stunden lang in der Eishalle. Aus gutem Grund. Das Eiskunstlauftalent des Dresdner EC gibt in dieser Woche sein Debüt beim ISU Junioren Grand Prix.

Gestern reiste sie mit ihrer Trainerin Anett Pötzsch ins französische Courchevel. "Lea ist sehr ehrgeizig und hat selbst entschieden, die Ferien voll durchzuziehen", lobt die Olympiasiegerin von 1980 das Engagement ihres Schützlings. Mit der grazilen jungen Dame betreut Pötzsch ein Juwel, das es in ihrer Sportart vielleicht einmal weit bringen kann.

Obwohl noch jung an Jahren, kann die aufgeweckte Schülerin des Sportgymnasiums, die demnächst in die neunte Klasse kommt, schon auf eine ganze Reihe von Erfolgen verweisen. So holte sie sich 2013 in Oberstdorf bei den Deutschen Nachwuchsmeisterschaften den Titel in ihrer Altersklasse und vergangene Saison gewann sie bei den Juniorinnen das Hellmut Seibt Memorial in Wien mit neuer persönlicher Bestleistung von 132,37 Punkten und beim ebenfalls sehr gut besetzten Warschau-Cup belegte sie einen hervorragenden zweiten Platz. Dafür erhielt sie bei der Dresdner Sportlergala 2014 nicht nur den Sonderpreis der Landeshauptstadt, sondern sie wurde als einzige Athletin des DEC jetzt für die neue Saison in den C-Bundeskader aufgenommen. Lohn für harte Trainingsarbeit in den vergangenen Jahren.

Immerhin steht Lea Johanna Dastich schon seit ihrem dritten Lebensjahr auf Schlittschuhen. "Mein großer Bruder war Eishockeyspieler. Wenn er trainierte, war ich immer mit in der Halle. Als ich dann einmal im Winter ein Märchen auf dem Eis gesehen hatte, wollte ich unbedingt zum Kunstlauf. Obwohl ich eigentlich noch zu jung war, durfte ich trotzdem mitmachen", erzählt sie schmunzelnd und kann sich sogar noch an ihren ersten Wettkampf erinnern: "Da war ich gerade vier Jahre und bin bei der Trophy in Jonsdorf gelaufen."

Sie gewann den Wettbewerb auf Anhieb. Den Spaß am Eiskunstlauf hat sie seither nie verloren. "Ich finde es einfach cool, dass es ein so vielseitiger Sport ist. Das Springen gehört genauso dazu wie Ballettausbildung und das gute Schlittschuhlaufen", schwärmt Lea und dabei leuchten ihre Augen. Zum Glück blieb sie bislang von Durststrecken und Verletzungen verschont und so konnte sie sich jedes Jahr weiterentwickeln. "Ich beherrsche jetzt alle Dreifachen", erzählt der Pötzsch-Schützling nicht ohne Stolz, gibt aber ehrlich zu: "Den Flip und den Lutz habe ich gerade erst gelernt. Die müssen noch richtig sicher werden."

Anett Pötzsch macht die Arbeit mit Lea viel Spaß, weil sie deren Talent sieht: "Sie ist sprungtechnisch sehr gut veranlagt. Das Wichtigste aber ist: Sie verfügt über den nötigen Biss und ist schlau genug, genau zu erkennen, was sie alles tun muss, um ihre Ziele zu erreichen." Das zeigte sie auch Anfang Juli, als sie gemeinsam im Sommercamp bei Ex-Weltmeister Brian Orser in Toronto waren. "Sie hat läuferisch dort viel dazugelernt, aber auch tänzerisch einen Sprung nach vorn gemacht. Dabei bemüht sie sich immer, die Hinweise, die man ihr gibt, umzusetzen", weiß die Trainerin am Teenager zu schätzen.

Gefragt nach ihren Vorbildern, hat Lea Johanna Dastich sofort zwei Namen parat: Die russische Europameisterin Julija Lipnizkaja und den japanischen Olympiasieger Yuzuru Hanyu. "Die können sehr gut laufen und vor allem toll springen", findet sie. Später möchte auch sie gern einmal bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie Olympischen Spielen starten. In dieser Saison heißen die großen Ziele: Teilnahme am Europäischen Olympischen Jugendfestival Ende Januar in Liechtenstein und an den Junioren-Weltmeisterschaften im März in Tallin. "Lea gehört allerdings mit ihren 14 Jahren bei den Juniorinnen zu den Jüngsten. Deshalb hängen die Trauben natürlich noch sehr hoch, zumal es für die JWM nur zwei Startplätze gibt, um die sich mindestens vier deutsche Läuferinnen streiten", so Anett Pötzsch, die jetzt erst einmal auf ein gutes Debüt ihres Schützlings in Courchevel hofft.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.08.2014

Astrid Hofmann

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