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Dresdner Eiskunstläuferin Sandy Hoffmann kommt mit Bronze heim

Dresdner Eiskunstläuferin Sandy Hoffmann kommt mit Bronze heim

Eiskunstläuferin Sandy Hoffmann vom DESV Elbflorenz hat sich zwei Tage vor Heiligabend selbst ein vorfristiges Weihnachtsgeschenk auf den Gabentisch gelegt.

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Sandy Hoffmann holte in Hamburg die erste Eiskunstlaufmedaille seit Evelyn Großmann im Winter 1990/91.

Dresden. Die 19-Jährige präsentierte sich bei den Deutschen Meisterschaften in Hamburg in hervorragender Verfassung und erkämpfte sich mit neuer persönlicher Bestleistung von 150,48 Punkten die Bronzemedaille. Damit ist sie nach 22 Jahren die erste Dresdner Eiskunstläuferin, die wieder Edelmetall bei deutschen Meisterschaften gewinnt. Zuletzt gelang das im Winter 1990/91 Europameisterin Evelyn Großmann, die damals auch Dritte wurde.

Sandy Hoffmann musste sich in Hamburg nur der neuen Meisterin Sarah Hecken (152,55) und deren Mannheimer Trainingsgefährtin Nathalie Weinzierl (150,55) hauchdünn geschlagen geben. Das einzige zu vergebende Ticket für die Europameisterschaft vom 21. bis 27. Januar in Zagreb erhält Vizemeisterin Nathalie Weinzierl, da sie bereits im Vorfeld die meisten Punkte gesammelt hatte.

Sandy Hoffmann, die in Hamburg in der Kurzkür hinter Sarah Hecken und in der Kür hinter Weinzierl jeweils den zweiten Platz erreichte und ihre Bestmarke um über 20 Punkte verbesserte, freute sich riesig: "Ich bin überglücklich. Nachdem ich schon als Juniorin 2008 Vierte war und auch letztes Jahr bei den Erwachsenen den undankbaren vierten Rang belegte, hat es endlich mit dem Sprung aufs Podest geklappt", jubelte die Freitalerin, die vor allem für ihre Ausdrucksstärke sehr viel Lob von den Experten bekam. Schon in der Kurzkür kam der Schützling von Niels Koepp und Beatrice Liebezeit ohne Fehler durch.

Auch ihre Kür zu "Evita" präsentierte sie hervorragend. "Einziger kleiner Schönheitsfehler war nur, dass ich einen Rittberger doppelt statt dreifach gesprungen bin", gab Sandy selbstkritisch zu. Die vier anderen Dreifachen gelangen jedoch optimal. "Ich hatte schon im Training ein gutes Gefühl und wusste, dass ich meine Programme beherrsche. Das gab mir eine gewisse Sicherheit und deshalb hielt sich die Nervosität auch in Grenzen", berichtete Sandy Hoffmann, die mit den beiden anderen Medaillengewinnerinnen praktisch in einer "Extraliga" lief, denn die Viertplatzierte Jennifer Urban aus Oberstdorf folgte mit gehörigem Abstand von mehr als 20 Punkten. "Vielleicht hat mir ja auch das Eislöwen-Trikot Glück gebracht", meinte die ehemalige Junioren-Meisterin lachend. Kurz vor der Abreise nach Hamburg hatten ihr Cracks des Eishockey-Zweitligisten ein Trikot mit den Unterschriften aller Spieler als Talisman überreicht.

Dass es trotz des neuen Punkterekords nicht mit einer EM-Teilnahme klappt, nimmt Sandy locker: "Das war ohnehin vorher schon fast klar. Aber ich muss mich jetzt vor allem auf meine Abiturprüfungen konzentrieren." Auf jeden Fall startet sie noch Anfang Januar beim internationalen Wettbewerb in Bratislava, für den Hecken und Weinzierl übrigens auch gemeldet haben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.12.2012

Astrid Hofmann

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