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Dresdner Doppelvierer rudert bei der WM in Amsterdam auf Platz drei

Dresdner Doppelvierer rudert bei der WM in Amsterdam auf Platz drei

Für die Ruderer des Dresdner Doppelvierers gab es am Ende einer durchwachsenen Saison ein Happyend. Bei der Weltmeisterschaft in Amsterdam erkämpfte sich das Quartett mit Schlagmann Philipp Wende (Wurzen), Kai Fuhrmann (Laubegaster RV), Tim Grohmann (DRC) und Karl Schulze (USV TU) die Bronzemedaille.

Sowohl nach dem Verlauf dieses Sommers mit einigen Tiefpunkten als auch nach dem Renngeschehen im Finale hatten die Schützlinge von Trainer Egbert Scheibe am Ende allen Grund zum Jubel. "Es war sicher nicht das beste Rennen. Auf den ersten 1000 Metern fehlte die Harmonie und dann fing sich Kai Fuhrmann kurz vor dem Ziel auch noch einen Krebs ein. Deshalb bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden", resümierte der Coach nach dem Finale, das die Ukraine hauchdünn vor Großbritannien gewann. Im Schluss-Spurt konnte der "Sachsenexpress" die zwischenzeitlich auf Bronzekurs liegenden Chinesen noch abfangen.

"Nach dem Saisonverlauf sind wir mit dem Ergebnis mehr als zufrieden", zeigte sich auch Philipp Wende erleichtert. Die vier Recken feierten anschließend mit ihren Eltern und Freunden direkt auf dem Campingplatz neben der Regattastrecke ihren Erfolg. Heute werden die Sportler wieder in der Heimat erwartet.

Mit einmal Gold, einmal Silber und einmal Bronze fiel die Ausbeute des Deutschen Ruder-Verbandes schlechter als vor einem Jahr in Südkorea (1-2-2) aus. Immerhin gab es noch vier fünfte Plätze bei den nur sieben Finalteilnahmen in 14 olympischen Bootsklassen. Verlass war dabei einmal mehr auf den Frauen-Doppelvierer, der für den einzigen Titel in den olympischen Bootsklassen sorgte. Die Athletinnen um die Leipzigerin Annekatrin Thiele ließen einmal mehr die Konkurrenz hinter sich. Frust schoben vor allem die Männer des Deutschland-Achters nach dem Gewinn der Silbermedaille. Mit deutlichen Worten beklagten sie die Windbedingungen. Für ihre Niederlage gegen die Briten machten sie die Fairnesskommission des Weltverbandes mitverantwortlich. Die deutlichsten Worte fand Eric Johannesen. "So kann es nicht weitergehen. Die Athleten sind die Leidtragenden", klagte der Hamburger und fügte hinzu: "Die Engländer haben sich bei uns entschuldigt - wegen der unfairen Bedingungen."

Die Entscheidung der FISA, das DRV-Boot als Vorlaufschnellste wie üblich auf die vermeintlich beste Mittelbahn drei zu setzen, sorgte beim Team um Schlagmann Felix Wimbeger noch Stunden nach dem Finale für Unmut. Nach Einschätzung vieler Beobachter profitierten die auf Bahn fünf gesetzten und noch im Vorlauf von den Deutschen deutlich besiegten Briten vom stärke- ren Schiebewind. Damit fand die tagelange Diskussion über die windanfälli- ge Regattastrecke ihren Höhepunkt. "Hier wurde eine Woche lang gepennt. Diese Niederlage tut mehr weh als im vorigen Jahr", so Steuermann Martin Sauer.

Auch Einer-Ikone Marcel Hacker war enttäuscht, allerdings nicht wegen der Bedingungen. Dem 37-jährigen Magdeburger, der nach seinem Halbfinalsieg noch als Mitfavorit gehandelt wurde, ging im Finale die Puste aus, er belegte nur Rang fünf. "Da ist Luft nach oben. Wir gehören nach wie vor zu den führenden Nationen, aber es muss eine Steigerung her", forderte DRV-Präsident Siegfried Kaidel.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.09.2014

Astrid Hofmann

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