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Dresdner Bundesliga-Volleyballer wollen die Fans wieder hinter dem Ofen hervorlocken

Dresdner Bundesliga-Volleyballer wollen die Fans wieder hinter dem Ofen hervorlocken

Nach dem großen Umbruch im Sommer wollen die Volleyballer des VC Dresden, die sich seit einigen Wochen Cloud & Heat Volley Dresden nennen, zu neuen Ufern aufbrechen.

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Das Team von Cloud&Heat Volley Dresden in der Bundesligasaison 2014/2015; hinten von links: Trainer Zoran Nikolic, Nico Marks, Florian Hecht, Christian Heymann, Santino Rost, Alan Wasilewski, Miroslav Vrban und Manager Jan Pretschek; vorn von links: Co-Trainer Stefan Thormeyer, Tino Walter, Ole Schwerin, Robert Went, Martin Kross, Adrian Szlubowski, Aleksander Veselinovic und Manager Matthias Broda.

Quelle: M. Rietschel

Mit dem Spiel gegen Meister Berlin starten die Elbestädter am Sonnabend (17 Uhr) in ihre dritte Erstliga-Saison. Die soll auf jeden Fall erfolgreicher enden als die vergangene, als das Team nach großen wirtschaftlichen und sportlichen Problemen Letzter wurde, nur dank der Insolvenz von Bottrop die Klasse hielt.

Jetzt wollen die Dresdner an die Premieren-Saison anknüpfen, in der sie unter dem damaligen Trainer Sven Dörendahl überraschend das Playoff-Viertelfinale erreichten. Die Teilnahme an den Playoffs ist auch diesmal das erklärte Ziel. Dafür wurde mit Zoran Nikolic ein neuer, erfahrener Trainer verpflichtet, die Mannschaft umgekrempelt und das Budget von 300 000 auf 350 000 Euro aufgestockt. Damit liegen die Elbestädter zwar immer noch im unteren Drittel der Liga, können der Zukunft aber entspannter entgegensehen als noch vor einem Jahr. Und mit guten sportlichen Leistungen, so hofft Geschäftsführer Matthias Broda, sollen wieder mehr Zuschauer in die Margon-Arena gelockt und möglichst neue Unternehmen für den Männer-Volleyball in Sachsens Landeshauptstadt begeistert werden. Zuletzt hatten sich kaum noch 200 Fans zu den Spielen des VC in die Halle verirrt.

"Am Sonnabend gegen Berlin würde ich mir wünschen, dass wir auf 1000 Besucher kommen", so Broda, der vor dem Saisonstart zuversichtlich wirkt: "Ich habe ein richtig gutes Gefühl. Im Vorjahr hatten wir zu viele Individualisten im Team, diesmal stimmt die Mischung aus erfahrenen und jungen, hungrigen Athleten. Auch der Zusammenhalt ist ein anderer. Wir haben unsere Lehren gezogen und mit allen Kandidaten intensive Gespräche geführt, um zu sehen, ob sie auch menschlich zu uns passen", so Broda.

Mit Santino Rost, Robert Went, Alan Wasilewski, Tino Walter und Christian Heymann blieben nur fünf Spieler aus dem Vorjahreskader. Dazu gesellt sich mit Youngster Martin Kroß ein eigenes Talent, das letzte Saison schon ein wenig Erstliga-Luft schnupperte. Mit Nicolas Marks, Ole Schwerin und Florian Hecht verpflichteten der Klub talentierte deutsche Spieler, zudem verstärkte man sich mit den ausländischen Profis Miroslaw Vrban, Aleksandar Veselinovic und Adrian Szlubowski. Der neue Kapitän Santino Rost, der das erste Spiel allerdings wegen eines Infektes wohl nur als Zuschauer verfolgen kann, ist von der Qualität des Kaders überzeugt. "Das Team ist auf allen Positionen absolut bundesligatauglich besetzt, alle zeichnen sich durch eine professionelle Einstellung aus", meint der Regisseur. Trainer Zoran Nikolic, der seine Schützlinge in den vergangenen zwei Monaten hart ran genommen hat und durch einen Testspiel-Marathon von 20 Partien trieb, zeigt sich vor dem Auftakt zufrieden: "Wir haben große Schritte in Richtung Bundesliga-Niveau gemacht." Auch wenn der Serbe gegen ein Top-Team wie Berlin von seiner Mannschaft noch keine Überraschung erwartet, will er keine Partie von vornherein abschenken. Entscheidend sei, dass seine Schützlinge Kampfgeist, Willen und Leidenschaft zeigen und mit attraktivem Volleyball die eigenen Fans "hinter dem Ofen hervorlocken". Mit Berlin, Bühl und Friedrichshafen müssen die Dresdner in den ersten drei Partien gleich gegen die Großen der Liga ran. "Erster Gradmesser für uns wird die Partie gegen CV Mitteldeutschland sein", meint Santino Rost, der aber zugleich betont: "Uns steht es nicht zu, irgendeinen Gegner zu unterschätzen."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.10.2014

Astrid Hofmann

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