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Dresdens beste Nachwuchssportler: Aus Sternchen werden Stars

Dresdens beste Nachwuchssportler: Aus Sternchen werden Stars

Skilangläufer Richard Leupold vom Skiclub Niedersedlitz hat seinen Erfolg aus dem Jahr 2013 rund zwölf Monate später wiederholt: Das 17-jährige Talent, das seit fast fünf Jahren das Sportgymnasium Oberwiesenthal besucht, wurde Deutscher Jugendmeister über 15 Kilometer im klassischen Stil.

Dresden.

Dieser Titel ist umso wertvoller, da es stets harter Arbeit bedarf, einen solchen Erfolg zu wieder- holen, zudem startete er als jüngerer Athlet nun erstmals in der AK 17/18 und musste sich ge- gen die deutlich stärkere Konkurrenz durchsetzen. Dazu erkämpfte sich der "Flachländer" noch Bronze über 10 Kilometer (klassisch) und Rang fünf im K.o.-Sprint. Das Skilanglaufen erlernte Richard Leupold übrigens als Kind in Norwegen, als seine Familie aus beruflichen Gründen einige Jahre in der Nähe von Oslo lebte. Dass er in Oberwiesenthal im Training auch ab und zu Eric Frenzel, den Olympia- sieger in der Nordischen Kombination, begegnet, ist für ihn ein besonderer Anreiz. Inzwischen wurde er vom Landessportbund Sachsen selbst ins "Talente-Team für Olympia" berufen.

Leichtathlet Jonathan Schmidt

vom Dresdner SC hat sich bei den ersten Deutschen Meisterschaften der U16 in Köln den Meistertitel über 3000 Meter gesichert. Mit einem taktisch klugen Rennen und einem grandiosen Schluss-Spurt gewann der 15-Jährige in neuer Bestzeit von 9:14,39 Minuten. Trainerin Katja Hermann, die das Talent seit etwa eineinhalb Jahren unter ihren Fittichen hat, freute sich riesig über diesen Erfolg. Dabei ist Jonathan Schmidt ein "Spätstarter", lernte noch bis zum letzten Jahr an einem normalen Gymnasium, wechselte erst im September mit Beginn der zehnten Klasse ans Sportgymnasium. Bisher beherrscht er die ganze Bandbreite von 800 über 1500 bis zu den 3000 Metern hervorragend. Erst kürzlich wurde er in Chemnitz Sachsenmeister über 1500 Meter der U18. Sein großer Traum ist es, vielleicht einmal die 3000 Meter Hindernis - wie sein Trainingsgefährte Karl Bebendorf - in Angriff zu nehmen.

Wasserspringer Timo Barthel

vom Dresdner SC feierte im vergangenen Sommer die bislang schönsten Erfolge seiner noch jungen Karriere. Der 18-Jährige, der 2012 von Aachen nach Dresden an den Bundesstützpunkt wechselte, avancierte bei der Jugend-Europameisterschaft im italienischen Bergamo zum "Gold-Hamster". Gleich drei Titel brachte er mit nach Hause. So gewann er mit Freundin Josefin Schneider und Carlo Leuchte (beide DSC) den Team-Wettbewerb. Danach ließ er auch die Konkurrenz vom Einmeter- und Dreimeterbrett hinter sich. Bundesstützpunkttrainer Christoph Bohm freute sich: "Das war eine ganz starke Leistung. Noch im Jahr davor hielt er dem selbst auferlegten Druck nicht stand, doch diesmal hat es hervorragend geklappt." Anschließend erreichte der Schützling von Boris Rozenberg bei den Olympischen Jugendspielen in China die Plätze vier (Dreimeter-Brett) und fünf (Turm) und bei der JWM im russischen Penza wurde er zweimal Vierter (Dreimeter-Brett/Synchron, Einmeter-Brett) und einmal Sechster (Turm).

Schachspielerin Filiz Osmanodja

vom USV TU Dresden gehört seit Jahren zu den talentiertesten und erfolgreichsten Nachwuchsspielerinnen in Deutschland. Schon mit fünf Jahren erlernte die Dresdnerin mit bulgarisch-türkischen Wurzeln von ihrem Vater die Kunst des Brettspiels. Im vergangenen Jahr feierte die ehemalige Absolventin des Sportgymnasiums, die jetzt in Berlin Medizin studiert, einen ihrer größten Erfolge. Sie gewann bei der Jugend-Weltmeisterschaft in Südafrika in der Altersklasse U18 die Silbermedaille. Damit erreichte sie zugleich die beste Platzierung aller deutschen Teilnehmer bei diesem Turnier. Bei der Vorbereitung half ihr sicher auch ein viertägiges Training bei Ex-Weltmeisterin, Frauenschach-Förderin und aktuellen Olympia-Botschafterin Susan Polgar am Genfer See. Filiz Osmanodja gehörte zu den zehn jungen talentierten europäischen Damen, die in den Genuss eines solchen Trainings bei der lebenden Legende erhalten hatten.

Ruderer Hannes Redenius vom Dresdner Ruderclub hatte im vergangenen Jahr ein klares Ziel vor Augen: Er wollte den Junioren-Weltmeistertitel im Doppelvierer von 2013 verteidigen. Darauf hat der 18-Jährige, der aus Dixförda in Sachsen-Anhalt stammt und seit knapp einem Jahr am Bundesstützpunkt in Dresden unter den Fittichen von Bernd Lindner trainiert, monatelang hingearbeitet. Dabei war so manche Hürde auch im Zusammenspiel mit seinen Mitstreitern im Boot, Henrik Runge (Hamburg), David Junge (Potsdam) und Johannes Lotz (Hanau), zu nehmen. Doch der Trainer konnte die Wogen glätten und so stand dem großen Triumph in Hamburg nichts mehr im Weg. Hannes Redenius führte den Doppelvierer als Schlagmann zu Gold, mit einer Bootslänge Vorsprung vor Großbritannien und Neuseeland. Jetzt warten auf ihn schon die nächsten Herausforderungen. Er wurde in die Sportfördergruppe der Bundeswehr aufgenommen und will sich sportlich nun im U23-Bereich etablieren.

Ruderin Sina Kühne

vom Dresdner Ruderverein hat sich im vergangenen Jahr ihren ersten großen internationalen Titel erkämpft. Die 18-Jährige gewann bei der Junioren-WM in Hamburg die Goldmedaille mit dem deutschen Achter. Nach einem souveränen Sieg im Vorlauf ließ das Team auch im Finale trotz schwieriger Witterungsbedingungen nichts anbrennen und verwies Russland und Rumänien mit acht Sekunden Vorsprung deutlich auf die Plätze. Trainerin Regine Rieß schätzt die ehrgeizige Sportlerin: "Sie hat sehr akribisch gearbeitet, um ihre Ziele zu erreichen, war dabei auch sehr diszipliniert." Mit dem Sieg im Vierer ohne beim Baltic-Cup 2013 konnte Sina Kühne schon ihre Qualitäten und ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Nachdem sie im Winter weiter fleißig an ihrer Physis gearbeitet hat, schaffte sie im Frühjahr den Sprung in die Junioren-Auswahl und legte damit den Grundstein für den Erfolg bei der Junioren-WM.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.01.2015

Astrid Hofmann

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