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Dresdens Sportler des Jahres 2012: Titel tragende Talente

Dresdens Sportler des Jahres 2012: Titel tragende Talente

Ruderer Kai Fuhrmann vom Laubegaster RV hat gezeigt, dass sein Erfolg vom Vorjahr keine Eintagsfliege war. Der 18-Jährige konnte bei den Junioren-Weltmeisterschaften im bulgarischen Plovdiv seinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen.

Während der Schützling von Landestrainerin Regine Rieß 2011 mit Denis Sittel (Böllberg) auf der olympischen Regattastrecke von Eton Gold im Doppelzweier gewann, ruderte er diesmal mit Ole Daberkow (LP Mecklenburg-Vorpommern) zum Sieg. Den Grundstein hatte Fuhrmann im Winter gelegt. So erwies er sich im Februar bei der deutschen Meisterschaft im Indoor-Rowing als bärenstark, gewann den Titel in seiner Altersklasse (17/18). Im März sicherte er sich dann auch den Sachsenmeistertitel im Ergometerrudern in Leipzig und war damit gut gerüstet für die Bewährungsproben auf dem Wasser. Kai Fuhrmann sicherte sich dann bei der deutschen Meisterschaft im Juni mit dem Titel im Doppelzweier (mit Daberkow) und Silber im Doppelvierer das Ticket für die JWM.

Für Fechttalent Alexis Kordt vom Dresdner FC ging 2012 ein Traum in Erfüllung. Der Schützling von Klaus Haertter gewann in München bei der deutschen B-Jugendmeisterschaft im Herrenflorett im Jahrgang 1999 die Goldmedaille. Das war seit der Wende keinem Elbflorenzer "Musketier" mehr gelungen. Als "Sahnehäubchen" zeichnete der Bundestrainer Alexis Kordt auch noch als "Besten Techniker" seiner Altersklasse aus. Immerhin 16 Gefechte musste der Dresdner bewältigen, ehe er sich die Goldmedaille um den Hals hängen durfte. Nur ein einziges davon verlor er. "Ich will richtig erfolgreich werden und das war der erste Schritt dazu", verkündete der frischgebackene Meister, der bei einem Schnupperkurs Gefallen am Fechtsport fand. Er sei auf der Planche kein Rambo, sondern ein "Kopftyp", der sich taktisch mit seinem Gegner auseinandersetze, beschreibt Klaus Haertter seinen Schützling, der die Herausforderungen des Leistungssports mit seiner Diabetes-Erkrankung sehr gut unter einen Hut bekommt.

Bei Eisschnellläuferin Miriam Neumann vom EV Dresden lagen Glück und Unglück im letzten Jahr eng beieinander. Im Februar wollte sich die 18-Jährige bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften der Ak 18/19 für die Junioren-WM qualifizieren. Doch gleich über 500 m stürzte der Schützling von Trainer Klaus Knauer. So reichte es im Mehrkampf am Ende nur zu Rang fünf. Da sie auch die WM-Norm über 1000 m als Siegerin hauchdünn verfehlte, glaubte sie, ihr Traum von der JWM-Teilnahme sei geplatzt. Doch die Trainer honorierten ihre guten Leistungen und nominierten sie für den Saisonhöhepunkt im japanischen Obihiro. Auch wenn die Sportschülerin im Vierkampf den 20. Platz belegte, konnte sie über 3000 m in 4:34,53 Minuten eine neue persönliche Bestleistung erzielen und lag auf allen Strecken vor der zweiten deutschen Starterin Sophie Reinländer aus Erfurt.

Für Schwimmerin Julia Schnorrbusch vom Dresdner SC war 2012 das bislang erfolgreichste Jahr ihrer noch jungen Karriere. Das 15-jährige Talent beendete eine lange Durststrecke und qualifizierte sich nach acht Jahren Pause als erste Dresdner Schwimmerin wieder für eine Jugend-Europameisterschaft. Das Ticket erkämpfte sich die Sportschülerin mit herausragenden Leistungen bei den deutschen Meisterschaften, wo sie nicht nur eine Bronze- und zwei Silbermedaillen gewann, sondern über 200 m Lagen auch die geforderte JEM-Norm deutlich unterbot. "Ich bin ein Wettkampftyp, kann mich in den entscheidenden Rennen immer noch steigern", sagt der Schützling von Jens Kruppa von sich. Und diese Aussage untermauerte Schnorrbusch, die schon mit drei Jahren zum Schwimmen kam, auch bei der Jugend-EM in Antwerpen. Sie belegte beim Saisonhöhepunkt über 200 m und 400 m Lagen jeweils einen hervorragenden sechsten Platz. Dabei schraubte das Talent über die längere Distanz seine Bestleistung auf 4:52,24 Minuten, verbesserte seine alte Bestmarke gleich um fünf Sekunden und stellte zudem einen neuen Vereinsrekord auf.

Wasserspringerin Helen Trumpf vom DSC brillierte bei der Jugend-EM in Graz nicht nur mit einer starken Leistung vom Turm, sondern zeigte auch starke Nerven. Nach Platz fünf im Vorkampf ließ sich die 15-Jährige nicht aus der Ruhe bringen. Sie steigerte sich im Finale und sicherte sich die Goldmedaille. Anschließend sprang die gebürtige Fränkin, die seit knapp vier Jahren am Bundesstützpunkt Dresden trainiert, in der Konkurrenz vom Dreimeterbrett noch zu Silber. Trainer Christoph Bohm lobt seinen Schützling: "Helen ist im Training sehr fleißig, sie kann richtig beißen und sich fokussieren. Dabei muss sie sich alles hart erarbeiten." Mit den Medaillen von Graz erkämpfte sich Trumpf auch das Ticket für die Junioren-WM im australischen Adelaide. Dort hingen die Trauben deutlich höher, doch mit ihrer Trainingsgefährtin Louisa Stawczynski belegte sie im Synchron vom Dreimeterbrett einen siebten Platz, erreichte dazu noch Rang acht im Einzel vom Dreimeterbrett und Rang neun vom Turm.

Rennkanute Karl Weise vom Wassersportverein "Blaues Wunder" demonstrierte seine Ausdauerqualitäten einmal mehr bei der Junioren-EM im portugiesischen Montemor-o-Velho. Beim Saisonhöhepunkt gewann der 18-jährige Dresdner im K4 über 1000 m die Goldmedaille und verfehlte im K1 über die gleiche Distanz als Vierter nur haarscharf das Podest. Zuvor hatte sich der Schützling von Trainer Jens Kühn mit Siegen bei den nationalen Qualifikationsrennen für die JEM qualifiziert. Auch bei seinem ersten internationalen Einsatz bei der Juniorenregatta in der Slowakei präsentierte er sich mit Siegen im K1 und K4 über 1000 m in bestechender Form. Die erfolgreiche Saison rundete der Sportgymnasiast bei den Deutschen Meisterschaften im August in Brandenburg mit Siegen im K1 über 1000 m und 5000 m ab.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.01.2013

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