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Dresdens Sportler des Jahres 2012: Als Mannschaft zum Erfolg

Dresdens Sportler des Jahres 2012: Als Mannschaft zum Erfolg

Wieder ist ein Sportjahr zu Ende, wieder können Athleten aus Elbflorenz auf eine Reihe von großartigen Erfolgen zurückblicken. Wer hat den tiefsten Eindruck hinterlassen? Die DNN suchen in Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund Dresdens Sportler und Trainer des Jahres 2012. In erstmals sieben Kategorien (neu ist die Kategorie Senioren) stehen je sechs Kandidaten zur Auswahl.

Dresden.

Kreuzen Sie bitte jeweils Ihren Favoriten an und entscheiden Sie so mit, wer am 9. März 2013 im Rahmen der Gala des Dresdner Sports im Internationalen Kongresszentrum als Sportler, Trainer oder Mannschaft des Jahres geehrt wird. Zwei Drittel des Stimmgewichts hat die DNN-Umfrage, mit einem Drittel geht das Votum einer Expertenjury in die Wertung. Die Vorstellung der Nominierten setzen wir heute mit den Mannschaften fort.

Die Footballer der Dresden Monarchs können auf eine der erfolgreichsten Spielzeiten ihrer Geschichte zurückblicken. Im doppelten Jubiläumsjahr des Vereins - 20 Jahre Monarchs, 10 Jahre Bundesliga - erreichten die Elbestädter zum dritten Mal das Halbfinale. Sie waren sogar kurz davor, die Tür zum ersehnten German Bowl aufzustoßen, scheiterten dann aber einmal mehr an den Kiel Baltic Hurricans, die zum fünften Mal in Folge ins Finale einzogen. Bis dahin hatten die Schützlinge von Headcoach Gary Spielbuehler mit starken Leistungen für Begeisterung bei ihren Fans gesorgt. In der Vorrunde verloren die Königlichen nur viermal, zogen als Tabellendritter der Nord-Staffel in die Playoffs ein. Im Viertelfinale bezwangen die Dresdner die Rhein-Neckar Bandits, Zweite der GFL-Staffel Süd, deutlich mit 31:19 und sicherten sich damit den erneuten Sprung ins Halbfinale.

Die Basketballer der Dresden Titans feierten im April 2012 den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte. Obwohl sie das letzte Auswärtsspiel in der 1. Regionalliga Südost in Ansbach verloren, war ihnen der Meistertitel und damit der Aufstieg in die 2. Bundesliga ProB nicht mehr zu nehmen. Head-Coach Thomas Krzywinski und seine "Elberiesen" konnten eine Woche später mit ihren Fans in der Margon-Arena nach dem Abschluss einer grandiosen Saison die Sektkorken knallen lassen. Dabei waren die Dresdner ursprünglich mit dem Ziel "fünfter Platz" in die Saison gestartet, doch als die Mannschaft zur Halbzeit mit nur zwei Verlustpunkten an der Tabellenspitze stand, korrigierte der Vorstand um Präsident Martin Henneberg in Abstimmung mit dem Team das Saisonziel nach oben. Und weil sich die Spieler davon nicht verrückt machen ließen und auch in der Rückrunde starke Leistungen ablieferten, konnten sie sich ihren Traum verwirklichen. Und auch in der 2. Bundesliga ProB geben die Krzywinski-Schützlinge seit dem Saisonstart eine überaus gute Figur ab.

Die Volleyballerinnen des Dresdner SC gehören seit Jahren zur Creme de la Creme des deutschen Frauen-Volleyballs. Das untermauerten sie auch in der vergangenen Saison, in der zwar nicht alle Blütenträume reiften, sie jedoch mit dem Vizemeistertitel am Ende einen Erfolg feiern konnten. Dabei spielten die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl eine überragende Vorrunde, in der sie nur dreimal als Verlierer vom Parkett gingen und im letzten Spiel die bis dahin führenden Roten Raben Vilsbiburg mit einem 3:1-Sieg noch abfingen und damit als Erster in die Playoffs einzogen. Im Viertelfinale bügelten die Elbestädterinnen Allianz Stuttgart mit zwei klaren Siegen (je 3:1) ab und im Halbfinale setzten sie sich auch gegen den USC Münster durch und zogen wie im Jahr zuvor ins Finale ein, wo sie erneut auf Titelverteidiger Schwerin trafen. Zweimal boten sie den Mecklenburgerinnen einen großen Kampf, unterlagen jedoch beide Male knapp mit 2:3. Auf internationalem Parkett präsentierte sich der Vizemeister ebenfalls erfolgreich, zog im Frühjahr ins Achtelfinale der Champions League ein.

Die Handballer des HC Elbflorenz haben dem Dresdner Handballsport mit dem Aufstieg in die 3. Liga einen neuen Impuls gegeben. Das Team mit dem damaligen Trainer Holger Winselmann feierte den Meistertitel in der Mitteldeutschen Oberliga mit einem Punkt Vorsprung vor Bad Blankenburg. Dabei konnte Winselmann mit seinen Jungs eine sagenhafte Serie von 18 Siegen in Folge hinlegen. "Grundlage unseres Erfolges war eine ausgeglichene Besetzung der Mannschaft, die es uns erlaubte, Ausfälle gut zu kompensieren. Insgesamt hat sich das Team in der Saison sehr gut entwickelt, auch jeder einzelne Spieler. Wir hatten die beste Abwehr der Liga und den zweitbesten Angriff", bilanzierte der Coach, der allerdings dann seinen Hut nehmen musste und durch seinen ehemaligen Magdeburger Nationalmannschaftskollegen Peter Pysall ersetzt wurde. Winselmann rückte dafür als verantwortlicher Coach in den Nachwuchs.

Die Ruderer des TU-Achters konnten in den Rennen der 2. Bundesliga der Konkurrenz meist davonfahren und schafften den Aufstieg in die 1. Bundesliga, in der sie sich in diesem Jahr etablieren möchten. An den fünf Renntagen in Rüdersdorf, Bitterfeld, Duisburg, Münster und Hamburg ruderten die Recken von Teamchef Jan Pötzschke bei den engen Sprintentscheidungen immer im Vorderfeld mit. Als am vorletzten Renntag in Münster auch noch der frischgebackene Olympiasieger Karl Schulze in seinen Vereinsachter stieg, gelang den TU-Recken sogar erstmals ein Sieg und sie machten damit den entscheidenden Schritt in Richtung Aufstieg. Mit Unterstützung ihres Olympia-Helden wurde beim Finaltag in Hamburg endgültig alles klar gemacht. Nachdem der DRC-Achter den sofortigen Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga verpasste, wird nun das TU-Boot bei den Männern die Dresdner Farben im Oberhaus vertreten.

Die Volleyballer des VC Dresden überraschten sich in der vergangenen Saison selbst. Nachdem sie in der Spielzeit zuvor noch gegen den Abstieg gekämpft hatten, führten sie nun das Feld in der 2. Bundesliga Süd über Wochen an, spielten sich förmlich in einen Rausch. Damit rückte für den 1996 gegründeten Verein ein großer Traum plötzlich in greifbare Nähe. Auch wenn den Männern um Spielertrainer Sven Dörendahl zwischenzeitlich ein wenig die Luft ausging und sie am Ende der Saison hinter dem GSVE Delitzsch "nur" Zweiter wurden, war der Aufstieg (die Delitzscher verzichteten) längst beschlossene Sache. Manager Jan Pretscheck, der die Gründung einer Spielbetriebs GmbH vorantrieb, um zum einen die wirtschaftliche Basis zu schaffen und zum anderen das Risiko für den Verein auszuschalten, setzte zudem zwei klare Prämissen: "Alle Spieler, die den Aufstieg geschafft haben, bleiben an Bord und erfüllen sich ihren Traum von der ersten Liga und es wird nur das ausgegeben, was das Budget hergibt." Daran halten sich die Elbestädter bis heute. Seit Herbst gibt es damit in der sächsischen Landeshauptstadt nicht nur erstklassigen Damen-Volleyball, sondern auch die Männer schmettern in der Beletage. Mit dem kleinsten Etat der Liga können die VC-Männer auf eine große Besonderheit verweisen: Sie haben keinen einzigen Profi in ihren Reihen, alle Akteure gehen, arbeiten, in die Lehre oder studieren.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.01.2013

Astrid Hofmann

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