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Dresdens Kanu-Ass Tom Liebscher hat schon viel erreicht, aber noch mehr ehrgeizige Ziele

Dresdens Kanu-Ass Tom Liebscher hat schon viel erreicht, aber noch mehr ehrgeizige Ziele

Großer Bahnhof gestern für Dresdens Kanu-Ass Tom Liebscher. Der KC Dresden hatte ins Sparkassen-Museum am Güntzplatz geladen, um den Vizeweltmeister und Europameister noch einmal für seine Erfolge in dieser Saison zu ehren.

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Tom Liebschers Medaillensammlung, die er sich mit dem Kanu erkämpft hat, kann sich wirklich sehen lassen.

Quelle: M. Rietschel

Noch einmal flimmerten die entscheidenden Saisonrennen über die Leinwand, gab es Geschenke und Blumen für den 22-Jährigen, der erst vor wenigen Tagen aus Rio de Janeiro zurückkehrte.

Bei den vorolympischen Testwettkämpfen, bei denen er mit seinem Potsdamer Partner Ronny Rauhe im K2 über 200 m gewann, konnte er erstmals den Lagoa Rodrigo de Freitas in Augenschein nehmen. Die schlechten Erfahrungen, die deutsche Segler vor einigen Wochen auf ihrem olympischen Revier machen mussten, kann der Dresdner zum Glück nicht bestätigen. "Unser See war bei weitem nicht so verschmutzt, auch wenn das Wasser bräunlich aussah und zu viele Algen zu finden waren. Außerdem wies die Lagune eine sehr unterschiedliche Wassertiefe auf, war an einigen Stellen zu flach. Ich denke, da haben die Organisatoren bis zum nächsten Jahr noch einiges zu tun, denn bis jetzt sind die geforderten Standards nicht eingehalten. Ich hoffe deshalb, dass der internationale Verband das vehement einfordert", berichtet Tom Liebscher.

"Auf jeden Fall liegt der See sehr zentral zwischen den wichtigsten Wettkampfstätten und dem olympischen Dorf. Und vom Wasser aus blickt man direkt auf die Christusstatue", erzählt der Athlet. Dieses Jahr konnten Liebscher und sein Partner Ronny Rauhe den schönen Ausblick noch in Ruhe genießen, in elf Monaten aber wird der Fokus nur auf die olympischen Rennen gerichtet sein. Und da hat der Schützling von Heimtrainer Jens Kühn seine Schlüsse aus dieser Saison, die trotz aller Erfolge mit dem sechsten Platz über im K2 200 m bei der WM in Mailand auch einen Dämpfer beinhaltete, gezogen: "Vielleicht war das ein Warnschuss zur rechten Zeit. Die Konkurrenz schläft nicht und sie hat uns unsere Schwächen aufgezeigt. Wir müssen jetzt alles dem einen großen Ziel unterordnen und in allen Bereichen noch eine Schippe drauflegen", weiß der Modellathlet.

Im Detail heißt das: "Unser Start war noch längst nicht optimal, daran werden wir weiter arbeiten und müssen uns dafür auch den Startschuh besorgen, der in Rio verwendet wird. Nur so können wir die Bedingungen simulieren", erklärt Liebscher. "Natürlich werden wir auch mehr Kraft und Grundschnelligkeit draufpacken und müssen wirklich in jedem Training einhundert Prozent geben. Zudem beginnen wir bereits im Oktober mit den Boots-Tests, denn so richtig rund lief das neue FES-Boot noch nicht. Da werden wir einiges verändern und dann rechtzeitig eine Entscheidung treffen", kündigt der Student für Verkehrsingenieurwesen an. Immerhin müssen die Boote schon zwei Monate vor den Olympischen Spielen nach Brasilien verschifft werden.

Jens Kühn will mit seinem Schützling auch weiterhin an der Technik feilen und verrät außerdem: "Wie es derzeit aussieht, wird Tom in Rio de Janeiro nicht nur im K2 über 200 m antreten, sondern auch im K4 über 1000 m. Das wird zwar stressig, aber der Zeitplan lässt das zu." Tom Liebscher weiß deshalb: "Es kommt viel Arbeit auf uns zu. An einen Urlaub ist deshalb in diesem Jahr nicht zu denken. Ich fahre mit meiner Freundin höchstens ein paar Tage in die Berge."

Schade, dass bei diesem Empfang nicht auch die zweite Dresdner Top-Kanutin und frischgebackene Weltmeisterin Steffi Kriegerstein dabei war. Ihr Heimatverein "WSC Am Blauen Wunder" hatte dem KC Dresden eine Absage für diesen Termin erteilt.

Astrid Hofmann

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