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Dresdens „Joker“ Knoll: Erfolgreiche Taktik im Auto besprochen

Dresdens „Joker“ Knoll: Erfolgreiche Taktik im Auto besprochen

Gefährliche Standards, Spielübersicht und Vollstreckerqualität: Mit drei Vorlagen und einem Treffer hat sich Marvin Knoll ins Rampenlicht gespielt. Beim 4:0-Sieg seiner SG Dynamo Dresden in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Union Berlin war ausgerechnet der ehemalige Spieler von Hertha BSC der Mann des Spiels.

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Dynamo-Spieler Marvin Knoll (rechts), hier im Zweikampf mit dem Großröhrsdorfer Fabian Senf.

Quelle: Frank Dehlis

„Wir haben sie aus dem Stadion gejagt, und ich wünsche ihnen auf jeden Fall eine schöne Heimfahrt", sagte der Berliner mit einer gehörigen Portion Schadenfreude.

U 20-Nationalspieler Knoll machte den Ausfall des Rot-gesperrten Kapitäns Cristian Fiel fast vergessen, denn seine Freistöße und Ecken sorgten regelmäßig für die höchste Alarmstufe in der Union-Defensive. Knoll bereitete nicht nur das 1:0 von Martin Stoll (20.) vor, sondern schoss selbst das 2:0 (50.) und war auch am 3:0 durch Sascha Pfeffer (61.) sowie dem finalen 4:0 durch Robert Koch (65.) beteiligt. Die Sachsen bejubelten damit den ersten „Dreier" der Saison und den ersten Zweitliga-Sieg seit mehr als fünf Jahren. Das Erfolgsgeheimnis bei seinem ersten Einsatz für Dynamo über die gesamte Spielzeit hatte der bisherige „Joker" schnell ausgemacht. „Ich habe Robert Koch vor dem Spiel zu Hause abgeholt und zum Glück haben wir noch mal über taktische Dinge gequatscht. Das hat dann super geklappt", sagte der 20-Jährige, der für ein Jahr von Hertha BSC an Dynamo ausgeliehen ist. Trainer Ralf Loose hielt sich mit lobenden Worten für den Youngster zurück. „Ich weiß, wen ich loben kann und wen besser nicht. Er muss diese Saison nutzen, um jedes Training und jeden Wettkampf so anzugehen, dass er in seiner Entwicklung weiter kommt. Es ist toll, dass er mitgeholfen hat, zu gewinnen. Doch bei ihm ist es wichtig, bei aller Euphorie auf dem Boden zu bleiben, und da bin ich ihm gern behilflich", erklärte Loose. Völlig konsterniert war hingegen Union-Trainer Uwe Neuhaus, der die zweite 0:4-Pleite seiner Mannschaft in dieser Saison mit ansehen musste. „Die Stimmung ist auf dem absoluten Tiefpunkt. Den Druck hat sich das Team mal wieder selber gemacht. Das war heute in meinen vier Jahren bei Union die bitterste und schlimmste Niederlage. Wir haben unglaublich naiv gespielt", beklagte der Coach. Dresden will nun den Schwung des ersten Saisonsieges nutzen und am nächsten Sonntag gegen den SC Paderborn im eigenen Stadion nachlegen. Union erwartet am Samstag in der Wuhlheide mit dem VfL Bochum einen schweren Gegner, will sich aber aus der Krise spielen.

Tina Hofmann, dpa

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