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Dresden will seine Top-Sportler künftig besser unterstützen

Stipendien Dresden will seine Top-Sportler künftig besser unterstützen

Das festliche Ambiente auf Schloss Albrechtsberg sorgte für den würdigen Rahmen. Und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert für eine wirklich großartige Überraschung. Bei der feierlichen Ehrung der Dresdner Olympia-Teilnehmer ein monatliches Stipendium von 1000 Euro für die beiden Medaillengewinner.

Beim Empfang auf Schloss Albrechtsberg überbrachte OB Dirk Hilbert (l.) den Dresdner Olympia-Startern gute Neuigkeiten

Quelle: Dehlis

Dresden. Das festliche Ambiente auf Schloss Albrechtsberg sorgte für den würdigen Rahmen. Und Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert für eine wirklich großartige Überraschung. Bei der feierlichen Ehrung der Dresdner Olympia-Teilnehmer von Rio verkündete das Stadtoberhaupt, dass Olympiasieger Tom Liebscher und Silbermedaillengewinnerin Steffi Kriegerstein zunächst für zwei Jahre ein monatliches Stipendium von 1000 Euro erhalten sollen. „Wir wollen unseren Sportlerinnen und Sportlern nicht nur alle vier Jahre zu Olympia die Aufmerksamkeit zukommen lassen, die sie aufgrund ihrer Leistung und Vorbildwirkung verdienen. Voraussetzung ist natürlich, dass sie weiterhin fleißig trainieren und für Dresden an den Start gehen“, so Hilbert.

Da hat man in der Stadt aus den Fehlern vor vier Jahren offenbar gelernt. Damals verließen die Ruder-Olympiasieger Tim Grohmann und Karl Schulze die heimatlichen Gefilde, weil es an der immer wieder angemahnten Unterstützung mangelte und sich viel zu spät etwas drehte. Auch wenn er seitdem für Berlin startet, hängt das Herz von Karl Schulze noch immer an Dresden und auch seine Heimatstadt hat ihn nicht vergessen, lud den Doppel-Olympiasieger zum Empfang ein. Der 28-Jährige begrüßt natürlich die Geste der Stadt: „Mein Ziel war es schon damals, ein Umdenken anzuregen. Dabei ging es nicht nur um mich, sondern ich wollte auch etwas für den Nachwuchs bewirken. Ich bin positiv überrascht, dass jetzt ein Anfang gemacht wird“, meint Schulze.

Er mahnt aber zugleich an: „Das darf aber noch nicht alles sein. Es gibt auch noch andere Sportler, die die Chance auf die Olympia-Teilnahme in vier Jahren haben. Das gesamte Förderkonzept muss ausgebaut werden.“ Für ihn selbst ist eine Rückkehr an die Elbe trotzdem kein Thema. „Ich fühle mich in Berlin sehr wohl. Als Sportler wird man dort von der Stadt und dem Olympiastützpunkt sehr gut umsorgt. Und mein Ziel ist klar, ich will in vier Jahren in Tokio dabei sein.“ Dafür tritt der Olympiasieger bis Jahresende erstmal kürzer: „Der Körper braucht diese längere Pause, mit dem Training beginne ich erst wieder Anfang nächsten Jahres.“

Natürlich freuten sich besonders die beiden Medaillengewinner über die künftige Förderung. „Für uns ist das schon viel Geld. Es zeigt, dass unsere Leistungen wertgeschätzt werden“, findet Steffi Kriegerstein. Und Tom Liebscher, der seit mindestens zwei Jahren heftig von Potsdam umworben wird, meinte: „Das ist ein tolles Signal und ich freue mich, dass sich jetzt etwas tut.“ Hoffentlich auch noch für ein paar mehr hoffnungsvolle Athleten. Wie zum Beispiel die beiden Wasserspringer Tina Punzel und Martin Wolfram oder für Leichtathletin Jenny Elbe. Auch sie trugen sich an diesem Abend ins Goldene Buch der Stadt ein und erhielten einen Reisegutschein im Wert von 1000 Euro. Ebenso wie der Olympia-Vierte im Wasserspringen, Sascha Klein. Der 30-Jährige wird allerdings erst in den nächsten Monaten entscheiden, ob er seine Laufbahn noch um ein Jahr verlängert.

Für den Lacher des von Marc Huster locker und kompetent moderierten Abends sorgte Martin Wolfram. Auf die Frage, warum man sich mit starken Schulterschmerzen trotzdem mehrfach vom 10-Meter-Turm stürzt, antwortete der Olympia-Fünfte grinsend: „Ich habe eine Schraube im Kopf, die ist ein bisschen locker.“

Von Astrid Hofmann

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