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Dresden schickt zwei Ruderer nach Plovdiv

Dresden schickt zwei Ruderer nach Plovdiv

Kai Fuhrmann hat an den Ruderkanal im bulgarischen Plovdiv noch gute Erinnerungen. Schließlich feierte der 21-jährige Ruderer vom Laubegaster RV auf dem Gewässer 2012 mit dem Gewinn des Junioren-WM-Titels im Doppelzweier einen seiner größten Erfolge.

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Samantha Nesajda vom USV TU Dresden sitzt diesmal nicht mit anderen Athleten im Boot, sondern geht bei der U23-WM in Plovdiv im Einer ans Werk.

Quelle: soccerfoto

Eine Goldmedaille peilt der Elbestädter ab heute auch bei der U23-Weltmeisterschaft in Plovdiv an. Diesmal startet der Schützling von Trainer Egbert Scheibe mit den beiden Magdeburgern Max Appel und Steven Weidner sowie dem Leipziger Hannes Redenius im Doppelvierer.

Eine Medaille hat sich das Quartett als Mindestziel auf die Fahnen geschrieben. Im heutigen Vorlauf wollen die vier Recken einen guten Einstand hinlegen und mit Platz eins oder zwei den direkten Einzug ins Halbfinale schaffen. Die Vorbereitung in Ratzeburg lief gut und Fuhrmann ist zuversichtlich. Dabei hat er sich inzwischen damit arrangiert, dass er in diesem Jahr "nur" bei der U23-WM startet. "Wegen einem fiebrigen Infekt, der ihn zwei Wochen außer Gefecht setzte, hat er diesmal die Qualifikation für die A-Nationalmannschaft verpasst. Er musste sich wirklich mühsam wieder herankämpfen und es war für ihn auch gar nicht so leicht, das Ticket für Plovdiv zu schaffen", erläutert Egbert Scheibe, warum Kai Fuhrmann in diesem Jahr "kleinere Brötchen" backen muss. Immerhin saß er im vergangenen Sommer im rein sächsischen Doppelvierer, der bei der EM und WM Bronze gewann. "Er hat das aber inzwischen gut weggesteckt und ist jetzt heiß auf Edelmetall in Bulgarien", weiß der Heimtrainer.

Von einer Medaille träumt dagegen die zweite Dresdner Starterin Samantha Nesajda (USV TU) diesmal nicht. Im vorigen Jahr wurde die 21-Jährige, die aus Pirna stammt und seit 2012 ebenfalls bei Egbert Scheibe trainiert, im italienischen Varese bereits U23-Weltmeisterin im Leichtgewichts-Doppelvierer. Diesen Titel wird sie aber nicht verteidigen, denn sie wollte sich diesmal einer neuen Herausforderung stellen. "Für den Vierer wäre ich gesetzt gewesen, doch ich möchte gern Einer fahren. Da trägt man ganz allein die Verantwortung", sagt Samantha, die in diesem Winter so hart wie nie zuvor trainiert hat. "Das zahlt sich jetzt aus und es macht Spaß, wenn man merkt, wie das Boot förmlich über das Wasser fliegt", so die Bundeswehrangehörige, die vielleicht einmal in die Fußstapfen der zweimaligen Olympia-Zweiten im Leichtgewichtsrudern, Claudia Blasberg, tritt. "Natürlich ist die Teilnahme an olympischen Spielen mein großer Traum, aber nächstes Jahr käme für mich sicher zu früh. Ich fokussiere mich auf 2020", meint Nesajda. Als sie im vergangenen Jahr einen neuen Einer erhielt, benannte sie ihn "Tokio" - in Anspielung auf Olympia 2020.

Doch nun gilt es für die Dresdnerin erst einmal in Plovdiv. Immerhin haben in ihrer Bootsklasse 24 Damen gemeldet. So qualifiziert sich im heutigen Vorlauf nur die jeweilige Siegerin direkt für das Halbfinale. Die anderen müssen den Weg über die Hoffnungsläufe nehmen. "Es wird für Samantha schwer. Ich hoffe, sie kann sich von Rennen zu Rennen steigern. Das Erreichen des A-Finales wäre auf jeden Fall ein großer Erfolg", hält Egbert Scheibe den Ball flach.

Astrid Hofmann

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