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Dresden gegen Liverpool eine „Notfallidee“

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Fußball-Zweitligist SG Dynamo Dresden plant ein Freundschaftsspiel gegen den FC Liverpool. „Wenn alle Stricke reißen" will Dynamo am ersten Pokalwochenende der kommenden Saison gegen die Engländer antreten.

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Andreas Ritter plant ein Freundschaftsspiel gegen den FC Liverpool.

Quelle: Archiv

Präsident Andreas Ritter bestätigte am Montag einen Bericht von „MDR1 Radio Sachsen", nannte das Vorhaben aber erst eine „Idee". Zunächst prüft der Verein in den nächsten Tagen, ob er gegen den vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verhängten Ausschluss aus dem nächsten DFB-Pokalwettbewerb wegen Fan-Ausschreitungen beim Spiel in Dortmund (0:2) Berufung einlegen wird. Ritter kam der Einfall nach dem Sportgerichtsprozess am vergangenen Donnerstag. „Der Richter hat in seiner Urteilsbegründung gesagt, wir sollten uns ein Beispiel am FC Liverpool nehmen, der nach Ausschreitungen seiner Fans damals aus den internationalen Wettbewerben ausgeschlossen wurde und danach seine Fans im Griff hatte", sagte Ritter. Ein wenig hinkt der Vergleich aber, da am 29. Mai 1985 im Brüsseler „Heysel-Stadion" im Vorfeld des Finales im Landesmeister-Pokal 39 Menschen ums Leben kamen, als die Liverpool-Fans den Block von Juventus Turin stürmten und eine Massenpanik ausbrach. Beim Pokalspiel der Dresdner in Dortmund am 25. Oktober wurden mehrere Polizisten verletzt, es gab 15 Festnahmen. Ritter möchte im Fall, dass das Urteil bestehenbleibt, den Dresdner Fans einen Ersatz für das ausgefallene Pokalspiel bieten. „Es wäre ein nettes Wochenende für die Zuschauer in Dresden", bemerkte der Präsident. Kontakte zum Verein von der Anfield Road wollte er aber nicht bestätigen. Dynamo Dresden spielte 1972 und 1977 im Europapokal bereits zweimal gegen das englische Team. Während man 1972 mit 0:2 und 0:1 unterlag, konnte man 1977 wenigstens das Rückspiel in Dresden 2:1 gewinnen. Allerdings hatte es auf der Insel eine 1:5-Pleite gegeben.

dpa

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Hans E. Lorenz (DFB-Sportrichter): „Tote gab es noch nie in unseren Stadien. Wenn es so weitergeht, ist es nur eine Frage der Zeit, bis es Tote gibt.“

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Der Verein wehrt sich gegen den Pokalausschluss juristisch.

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