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Dresden Titans wollen nicht noch einmal ins Zittern kommen

Dresden Titans wollen nicht noch einmal ins Zittern kommen

Mit vielen neuen Gesichtern, einem neuen Kapitän, aber den gleichen Absichten und einem ähnlich hohen Etat wie im Vorjahr (400 000 Euro für den Gesamtverein, 250 000 davon für die 1. Mannschaft) starten die Dresden Titans am Tag der Deutschen Einheit in ihre zweite Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ProB.

Im Sachsenderby beim USC Leipzig wollen die Männer von Trainer Thomas Krzywinski ab 16 Uhr den ersten Lohn für die seit Anfang August laufende Vorbereitung einfahren und im Kampf um einen Playoff-Platz gleich etwas auf die Habenseite legen.

Nur zu gern würden die "Titanen" die Hauptrunde Anfang März auf einem Platz unter den besten acht Mannschaften abschließen. "Wir wollen diesen Playoff-Platz anstreben, damit wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben", gab Präsident Martin Henneberg das gleiche Saisonziel wie vor einem Jahr aus. Damals glückte das ehrgeizige Unterfangen nicht - und in der Abstiegsrunde wurde es für die Dresdner noch einmal verdammt eng. Gleich zweimal mussten sie im alles entscheidenden Spiel gegen Konstanz in die Verlängerung, ehe mit einem 100:96-Zittersieg der ersehnte Klassenerhalt feststand.

An diesen Krimi werden sich viele Fans noch gern und lange erinnern, Krzywinski und sein Team können auf eine Neuauflage aber gern verzichten: "Für Spieler und Trainer waren das sehr anstrengende Momente." In dieser Spielzeit will er seinem Team eine erneute Zitterpartie lieber ersparen. Um den Kader in der Breite zu stärken, lotste Krzywinski talentierte deutsche Spieler wie Philipp Lieser aus Weißenfels, Bryan Nießen aus Jena oder Max Jentzsch aus Cottbus nach Dresden. Mit dem auch finanziell bedingten Abschied von Ex-Kapitän Jason Boucher und Center Jared Benson ging zwar individuelle Klasse verloren, doch insgesamt schätzt Krzywinski sein Team nun stärker ein. "Die Kadertiefe war letztes Jahr ein Problem", blickt der Trainer ungern zurück. Zudem wollte er nur noch mit maximal zwei statt drei Ausländern in die Saison gehen, da sowieso nur zwei gleichzeitig spielen können. Lediglich Andrew Jones kehrte vom bisherigen US-Trio im August zu den Titans zurück, die den 30-jährigen Flügelspieler gleich zum neuen Spielführer wählten. "Das war eine Sache von einer halben Minute", berichtet Krzywinski. Jones attestiert auch er Führungsqualitäten: "Er hat eine umheimliche hohe Akzeptanz bei allen." Sofort habe Jones seine meist guten Leistungen aus der Vorsaison wieder bestätigt. Ein Abstecher in die ekuadorianische Liga nach Quito sorgte dafür, dass er im Sommer gut beschäftigt war und topfit wieder eintraf.

Seinen Platz im Team scheint auch Philipp Lieser gefunden zu haben. Beim Erstligisten Mitteldeutscher BC schaffte der 23-Jährige den Sprung nicht, jetzt fährt er woanders zweigleisig. Seine Energie wird er außer dem Basketball auch dem Studium der Geschichte und der Soziologie an der TU Dresden widmen. Das Konzept der Titans gefällt ihm, Elbflorenz auch: "Zwischen Weißenfels und Dresden besteht schon ein sehr großer Unterschied." Bei den Mitspielern kommt der neue Aufbauspieler so gut an, dass sie ihn zum stellvertretenden Kapitän wählten. Führungsqualitäten erwartet der Verein sicher auch von Rückkehrer Georg Dölle und vom neuen US-Amerikaner Damon Smith, den die Titans mit der Hilfe eines dänischen Spielerberaters von einem Erstligisten aus Kopenhagen holten.

Was die neu zusammengestellte Truppe drauf hat, das können die Fans morgen hautnah erleben, denn der Verein organisiert für die kürzeste Auswärtsfahrt der Saison einen Fanbus. Ein besonderes Spiel erwartet in der Messestadt vor allem Center Max von der Wippel. Er wechselte erst vergangenes Jahr vom morgigen Gastgeber USC Leipzig nach Dresden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.10.2013

Jochen Leimert

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