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Dresden Titans werden beim 83:108 von Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen vorgeführt

Dresden Titans werden beim 83:108 von Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen vorgeführt

Bevor es in die Abstiegsrunde geht, bekamen die Dresden Titans am Sonnabend in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B noch einmal ihre größten Defizite aufgezeigt.

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Andrew Jones zieht hier am Leverkusener Marc Raß vorbei, traf aber zu selten.

Quelle: Steffen Unger

Beim 83:108 gegen die Bayer Giants Leverkusen erwischte speziell die Dresdner Verteidigung einen rabenschwarzen Tag und ließ sich vom Tabellenfünften vom Rhein regelrecht vorführen.

Als sich die 988 Zuschauer (Saisonrekord) in der Margon-Arena endlich setzen konnten, da stand es schon 2:10. Bis Patrick Rülke die ersten Punkte für Dresden gelangen - bis dahin bleiben die Zuschauer traditionell stehen -, war allen schon klar, dass es an diesem Abend ganz schwer werden würde, noch ins Spiel zu finden. Denn Leverkusen traf nach Belieben, Dresden verfiel in Schockstarre. "Das Spiel haben wir vom Start weg verschenkt, das erste Viertel war eine völlige Katastrophe. In der Verteidigung waren wir immer zu spät, immer zu langsam. Da fehlte der Kampfgeist, den man in dieser Saisonphase, bei dieser Tabellenplatzierung präsentieren müsste", schimpfte Trainer Thomas Krzywinski.

Sage und schreibe 12:32 hieß es nach dem ersten Viertel, in dem die große Show des Adonte "Josh" Parker begann. Der US-Amerikaner in Diensten der Leverkusener drehte auf, warf gleich die ersten 13 von letztlich sensationellen 48 Punkten im Spiel. So viele Punkte in einer Partie glückten in dieser Saison noch keinem in dieser Liga. Acht Dreier gelangen dem Ausnahmespieler in der sächsischen Landeshauptstadt, jeder zweite Versuch aus der Ferne saß. Traumhaft, wie er sich auch unterm Korb durchsetzte. Und dann steuerte er auch noch acht Rebounds bei. Wahnsinn, was der Mann ablieferte - bei knapp 38 Minuten auf dem Feld! "Ein beeindruckendes Spiel", musste Krzywinski anerkennen. "Es ist absolut inakzeptabel, den Parker so viele Punkte werfen zu lassen. Wir haben ihn zwei-, dreimal auf den Boden gekracht, aber er hat sich nicht davon abbringen lassen", ärgerte sich Patrick Rülke.

Dank Parker, aber auch vier weiteren Spielern, die zweistellig punkteten, geriet der Sieg des deutschen Rekordmeisters nie in Gefahr - auch wenn Dresden in den letzten beiden Vierteln besser wurde. Center Jared Benson bot eine ordentliche Partie, doch Kapitän Jason Boucher und Andrew Jones blieben unter ihren Möglichkeiten. Jones konnte nur vier von elf Versuchen von der Drei-Punkte-Linie verwandeln, Boucher von fünf nur einen.

Spektakuläre Aktionen hatten fast nur die Gäste zu bieten, dennoch blieben die Zuschauer bis zuletzt auf ihren Plätzen. Sie hoffen, dass der Tabellenzehnte schnell aus seinen Fehlern lernt und so in der Abstiegsrunde bestehen kann. Trainer Krzywinski ist trotz der empfindlichen Niederlage zuversichtlich: "Ich denke, dass es auf jeden Fall zwei Mannschaften gibt, die vom Potenzial her schlechter sind als wir. Aber natürlich müssen wir das abrufen, wenn es in die entscheidenden Spiele geht. Wir dürfen da nicht nervös werden." Und vor allem muss die Defense konzentrierter zu Werke gehen.

Punktbeste Dresdner: Benson 23 Zähler, Jones 16, Boucher 12. Beste Leverkusener: Parker 48, Eggleston 15, Twiehoff 12, Brüggemann 11, Raß 10.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.02.2013

Jochen Leimert

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