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Dresden Titans versagen im Endspurt erneut die Nerven

Dresden Titans versagen im Endspurt erneut die Nerven

Hängende Köpfe bei den Dresden Titans: Nach einer bitteren 64:74 (36:35)-Niederlage im zweiten Playoff-Viertelfinalspiel bei den Schwelmer Baskets mussten sie am Samstagabend die Saison in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B früher als erhofft beenden.

Schwelm/Dresden.

Enttäuscht waren die Dresdner vor allem deshalb, weil sie lange sehr gut mitgehalten und auch geführt hatten, aber am Ende den ausgebuffteren Gastgebern nicht gewachsen waren.

Vor 600 Zuschauern fanden die Titans zunächst gut ins Spiel. Gleichwohl gaben sie eine 14:8-Führung noch vor Ende des ersten Abschnitts aus der Hand. Mit zwei Körben von Dario Fiorentino und einem Mitteldistanztreffer von Brandon Hogg (23 Pkt.) konnten sich die Gastgeber Anfang des zweiten Viertels mit 23:17 erstmals etwas absetzen. Doch die Titans hielten dagegen und konnten durch Robert Haas' Dreier zum 32:29 die Führung zurückerobern. Diese behaupteten sie durch einen Treffer von Georg Dölle zum 36:35 bis in die Halbzeitpause.

Im dritten Viertel ließen die Dresdner keine Zweifel mehr aufkommen, dass sie unbedingt ein Entscheidungsspiel in Dresden erzwingen wollten. Nachdem Damon Smith kurz vor dem Seitenwechsel mit einem tiefen Cut in der Zunge in Folge eines Ellenbogentreffers verletzt auf die Bank musste, führten Alex Heide (18 Pkt.) und Philipp Lieser (16) die Titans zu einem 13:0-Lauf in den ersten fünf Minuten der zweiten Hälfte. "In dieser Phase wurde unser unbedingter Siegeswille deutlich, der uns schon über die gesamte Saison getragen hat", attestierte Titans-Coach Thomas Krzywinski seinem Team bis dato eine gute Vorstellung. "Allerdings haben wir es dann verpasst, diesen Schwung mit in das letzte Viertel zu nehmen. Stattdessen hat das Schwelmer Publikum sein Team zurück ins Spiel gebracht, während uns zu viele einfache Fehler unterlaufen sind."

Exemplarisch dafür steht Hoggs akrobatischer Korbleger mit der Schlusssirene des dritten Viertels, mit dem er den Rückstand auf unter zehn Punkte (47:55) verkürzen konnte. Damit läutete der Schwelmer Topscorer einen 16:0-Lauf der Hausherren ein. Den Titans hingegen wollte zu Beginn des Schlussabschnitts einfach gar nichts mehr gelingen. Während die Baskets Punkt um Punkt aufholten, schlugen bei den Sachsen fünf Turnover und zahlreiche Fehlwürfe zu Buche. Als Heide gut vier Minuten vor Ultimo wieder zum 57:61-Anschluss traf, war das Spiel aber bereits gänzlich in Schwelmer Hand.

Für die Titans ging trotz der ärgerlichen Niederlage die erfolgreichste Saison der noch jungen Vereinsgeschichte zu Ende. Als Abstiegskandidat gehandelt, mauserten sich die "Elberiesen" schnell zum Spitzenteam und kletterten heimlich, still und leise auf Platz zwei der Hauptrunden-Tabelle und konnten sich erstmals für ein Playoff-Viertelfinale qualifizieren. "Auch wenn die Niederlage heute Abend wirklich schmerzt, denke ich, dass wir alle in den nächsten Tagen realisieren werden, was wir dieses Jahr geschafft haben. Dass wir überhaupt über das Thema Pro A nachdenken konnten, hatte niemand vor der Saison überhaupt im Entferntesten für möglich gehalten", war Geschäftsführer Gert Küchler am Samstagabend stolz auf das gesamte Team.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.04.2014

Johannes Preißiger

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