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Dresden Titans verpassen das Play-off-Finale, träumen aber weiter von der Pro A

Basketball Dresden Titans verpassen das Play-off-Finale, träumen aber weiter von der Pro A

Lange lagen sie im zweiten Play-off-Halbfinalspiel deutlich zurück, doch am Ende wurde es noch einmal spannend: Die Spieler von Trainer Steven Clauss wollten mit letzter Kraft das dritte Spiel erzwingen, allein es reichte nicht mehr ganz. Nach dem 94:96 gegen Frankfurt sind die Dresdner zwar ausgeschieden, aber der Aufstieg ist weiter ein Thema.

Spielmacher Randal Holt (l.) und Kapitän Philipp Lieser kämpfen mit ihrer Enttäuschung.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Die Saison ist vorbei, der Finaltraum geplatzt: Die Dresden Titans haben am Samstagabend auch das zweite Play-off-Halbfinalspiel gegen die Fraport Skyliners Juniors verloren. Nach einer lange einseitigen, aber am Ende noch einmal hochspannenden Partie unterlagen die Männer von Steven Clauss den Gästen aus Frankfurt vor 2592 Zuschauern in der Margon-Arena knapp mit 94:96 (36:54). Den sportlichen Aufstieg in die 2. Basketball-Bundesliga Pro A haben die Dresdner damit zwar verpasst, doch weil von den vier Halbfinalisten nur Ehingen noch einen Lizenzantrag für die Pro A gestellt hat, können die Titans weiter auf den Aufstieg am Grünen Tisch hoffen.

Obwohl die Hessen am Sonnabend nur acht Mann mit nach Dresden brachten, setzten sie sich schnell auf 25:12 ab. Nach dem ersten Viertel hieß es 28:17 für die Gäste, die ihren Vorsprung bis zur Pause sogar auf 54:36 ausbauten. „Die erste Halbzeit haben wir verschlafen, da müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Wir haben selbst nicht so schlecht gespielt, aber unsere Würfe nicht reingemacht. So fehlte uns das Selbstvertrauen, um dranbleiben zu können“, ärgerte sich Center Max von der Wippel.

Erneut ohne den verletzten Walter Simon angetreten, kamen die Titans auch im dritten Viertel nicht an die treffsicheren Frankfurter heran. Wäre Randal Holt nicht gewesen, der in dieser Phase 14 Punkte machte, wäre der Rückstand vor dem Schlussabschnitt noch größer als 64:85 gewesen. Doch im letzten Viertel straffte sich die Truppe noch einmal und erkämpfte sich mit aggressiverem Spiel überraschend noch die Möglichkeit zum Sieg: 22 Sekunden hatten die Dresdner noch Zeit, um mit einem Dreier das 97:96 zu machen, doch Daniel Krause kam nach einem Pass von Holt nicht mehr zum Abschluss.

„Am Ende hat uns ein wenig das Glück gefehlt“, ärgerte sich Steven Clauss. Er lobte seine Jungs für ihren Kampfgeist, schrieb ihnen aber auch ins Stammbuch: „Vielleicht kann man die Lehre daraus ziehen, dass man die Sache am Anfang anders angehen muss.“ Gästecoach Eric Detlev atmete tief durch: „Ich glaube, wenn das Spiel zwei Minuten länger gedauert hätte, hätten wir es verloren.“

Auch wenn es für sie nicht ins Finale gereicht hat, können die Titans letztlich auf eine gelungene Spielzeit zurückblicken. Das Saisonziel wurde nach einer schwachen Hinrunde doch noch erreicht – und der Aufstiegstraum lebt weiter. Wenn die Liga nach dem Finale zwischen Ehingen und Frankfurt auf der Suche nach einem zweiten Aufsteiger bei den Titans anklopft, dann werden sie wohl nicht nein sagen. Geschäftsführer Peter Krautwald erklärte: „Mit unseren Großsponsoren sind wir momentan fast fertig mit den Gesprächen. Wir haben schon mit Abgabe des Lizenzantrages gesagt, dass wir die Möglichkeit, in der Pro A spielen zu dürfen, nutzen wollen, wenn wir sie bekommen.“ Sobald die Liga den Dresdnern die Pro A anbiete, „dann werden wir nächstes Jahr Pro A spielen“. Trainer Steven Clauss hätte jedenfalls Lust auf das Abenteuer: „Ich habe bekundet, dass ich bleiben möchte.“ Die Verantwortlichen freut das, sie haben keine anderen Pläne und hoffen, dass bald alles in trockenen Tüchern ist. Die Mannschaft wird nun erst einmal ausspannen, in Kürze geht es für drei Tage nach Mallorca.

Beste Dresdner Werfer: Holt 31 Punkte, Jentzsch 12, Sturner 11, Krause 10.

Von Jochen Leimert

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