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Dresden Titans verlieren gegen die Licher Basketbären - Team bleibt aber Zweiter

Dresden Titans verlieren gegen die Licher Basketbären - Team bleibt aber Zweiter

Von Beginn an fehlten die verletzten Andrew Jones und Alexander Heide, am Ende auch noch die mit je fünf Fouls belasteten Damon Smith und Georg Dölle - und dennoch boten die Dresden Titans dem Tabellensechsten aus Lich am Sonntagnachmittag einen großen Kampf.

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Titans-Trainer Thomas Krzywinski (l.) und Georg Dölle haderten mit einigen fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsrichterkollektivs.

Quelle: M. Rietschel

Bis zur Schlusssirene war die Partie vor 822 Zuschauern in der Margon-Arena hochdramatisch, doch als der letzte Dreier-Versuch von Aufbauspieler Philipp Lieser ein Stück zu kurz geriet und der Ball den Korb verfehlte, war die zweite Heimniederlage in Folge perfekt. Mit 82:84 (40:38) mussten sich die Dresdner den Gästen aus Hessen geschlagen geben.

Die Enttäuschung bei den Gastgebern war groß, hatte sich Dresden nach einem Hänger im dritten Viertel doch wieder herangekämpft und trotz fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen beim 82:82 durch Max Jentzsch schon die Chance auf den Siegtreffer erarbeitet. Doch Jentzsch, im letzten Spiel noch sehr nervenstark, "flatterte" diesmal und so machte Lichs Jermal Jones die entscheidenden Punkte. Ganze 2,6 Sekunden blieben den Titans nach der letzten Auszeit nur noch, die Niederlage abzuwenden - zu wenig, um einen konzentrierten Dreier-Wurf anzubringen. Lieser, mit 20 Zählern punktbester Dresdner, versuchte alles, aber vergebens.

Titans-Trainer Thomas Krzywinski ärgerte sich: "Die Enttäuschung wiegt schon schwer, wenn man mit zwei Punkten weniger verliert. Ich denke auch, dass wir heute nicht das schlechtere Team waren. Lich hatte am Ende einfach ein wenig Glück, das haben sie sich erarbeitet. Wir konnten im letzten Angriff nicht das durchbringen, was wir spielen wollten, um noch eine Chance auf den Sieg zu haben." Besonders wurmte ihn, dass die Schiedsrichter Smith und Dölle vorzeitig vom Feld schickten. Der Pfiff gegen den starken Smith sieben Minuten vor dem Ende war ein Witz: "Außer dem Schiedsrichter hat da niemand in der Halle ein Foul gesehen. Bei gleichen Spielsituationen im Eins-gegen-eins auf der anderen Seite kam kein Pfiff, aber sowohl Dölle und Smith gehen mit der gleichen Aktion raus, das ist ärgerlich."

Auch Patrick Rülke, dem in den letzten beiden Vierteln zwölf Punkte und acht Rebounds gelangen, schüttelte den Kopf: "Zum Pfiff gegen Damon sage ich nichts, bei Georg muss man das auch nicht pfeifen." Er suchte aber die Schuld an der Niederlage nicht allein bei den Unparteiischen: "Wir wussten vorher, dass der Bill Borekambi zwar relativ neu in Lich ist, aber im Schnitt 19 Punkte macht und wie eine Sau zum Offensiv-Rebound geht. Wir haben ihm zu viel zugelassen." Doch selbst wenn die Dresdner ganz dicht am Ex-Cuxhavener dran waren, der 1,97 Meter große 21-Jährige war so beweglich und treffsicher, dass er den Ball aus den unmöglichsten Lagen einlochte. Am Ende standen 36 Punkte und 13 Rebounds für Borekambi zu Buche. "Der hatte heute Weihnachten und Geburtstag zusammen", mutmaßte Rülke.

Wie sehr den Dresdnern Kapitän Andrew Jones in diesem Spiel fehlte, das kann erahnen, wer weiß, dass der US-Amerikaner für die Titans auch schon einmal 38 Punkte in einer Partie erzielte. "Er hat eine Muskelverletzung am Bein, konnte die halbe Woche nicht trainieren. Da waren wir vorsichtig und haben gesagt, wenn wir ihn schonen können, dann machen wir das auch, damit er gesund werden kann", hatte Krzywinski gute Argumente, Jones dauerhaft auf der Bank sitzen zu lassen. Der Coach fand die Leistung insgesamt ordentlich und meinte: "Wir werden diese Niederlage verkraften." Auch Philipp Lieser, der sich noch über seinen letzten Fehlwurf ärgerte, sah viel Positives: "Am Ende waren nur die deutschen Spieler drauf, viele sehr junge dabei. Und trotzdem haben wir gut mitgespielt, toll gekämpft. Leider hat es nicht ganz gereicht."

Punktbeste Dresdner Werfer: Lieser 20, Dölle und Smith je 14, Rülke 12.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.01.2014

Jochen Leimert

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