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Dresden Titans überraschen mit Auswärtssieg in Karlsruhe

Basketball Dresden Titans überraschen mit Auswärtssieg in Karlsruhe

Damit hatten nur die kühnsten Optimisten gerechnet: Die Mannschaft von Trainer Steven Clauss überraschte am Sonnabend mit einer starken Leistung bei den favorisierten Badenern und setzte sich mit 92:87 durch. Nun steht die Tür zum Play-off-Halbfinale weit offen. Schon am kommenden Sonntag können die Sachsen die nächste Runde erreichen.

Pure Freude nach dem 92:87-Erfolg in Karlsruhe: Die Dresden Titans jubeln ausgelassen.

Quelle: GES-Sportfoto

Karlsruhe/Dresden. Die Dresden Titans bleiben in den Play-offs das Team der Stunde. Im ersten Viertelfinale der 2. Basketball-Bundesliga Pro B bezwangen sie am Samstagabend die BG Karlsruhe. Mit einer geschlossenen Teamleistung gelang den „Elberiesen“ vor 700 Zuschauern in der ausverkauften Friedrich-List-Halle ein hart erkämpfter 92:87 (42:48)-Erfolg und damit die 1:0-Führung in der „Best-of-Three“-Serie. Somit können die Dresdner Basketballer bereits im Rückspiel nächsten Sonntag (16 Uhr, Margon-Arena) mit einem erneuten Erfolg ins Pro-B-Halbfinale einziehen.

Den „Titanen“ gelang in Karlsruhe der bessere Start ins Match. Während sich die Hausherren mit ihrer physischen Überlegenheit auf das Punkten unterm Korb konzentrierten, agierten die Dresdner wie schon gegen Rostock mit schnellen Tempo-Basketball. Forward Walter Simon (18 Punkte/4 Rebounds) und Center David Sturner (20/14) führten ihr Team in der Anfangsphase immer wieder zu schnellen Punkten und einer 16:10-Führung nach nur fünf Minuten. Am Ende avancierte US-Boy Sturner mit seinem „Double-Double“ zum Matchwinner und bestätigte damit erneut seine starke Play-off-Form.

Doch nach der starken Anfangsphase der Gäste übernahmen zunehmend die Baden-Württemberger das Kommando. Beide Mannschaften verloren sich zeitweise in überhastete Aktionen, jedoch fanden die Hausherren fortan ein besseres Gespür für den Korbabschluss. So gelang Karlsruhes Aaron Schmitz (9/4) jeweils kurz vor Ablauf der Uhr wichtige Punkte, das US-Center-Duo Smallwood (15/13) und Black (10/6) beherrschten zudem die Körbe. „Defensiv hatten wir in den ersten zwanzig Minuten Probleme, die großen Spieler von Karlsruhe auszuboxen. Wir mussten zu viele einfache Punkte zulassen, insgesamt waren die 48 Punkte gegen uns zu viel“, analysierte Dresdens Geschäftsführer Peter Krautwald zur Halbzeit.

Auch zu Beginn des dritten Spielabschnitts – Karlsruhe gelangen vier Offensive-Rebounds innerhalb eines Angriffs – schien das „Momentum“ weiter auf Seiten der BG Karlsruhe. Aus der unruhigen Phase befreiten sich die „Titanen“ jedoch mit einer geschlossenen Teamleistung. So brachten Cliff Gonzalo (7/2 Assists) und Andrew Jones (12/4 Reb.) den nötigen Schwung von der Bank. „Den Sieg haben wir heute ganz klar auch unserer Bank zu verdanken“, freute sich Titans-Coach Steven Clauss nach dem Spiel über seine zuverlässigen Wechselspieler. „Bei unserem Spielsystem ist das auch notwendig. Mit schnellen Fast-Break-Angriffen haben wir Karlsruhe heute vor einige Probleme stellen können. Jetzt haben wir zwei Matchbälle auf unserer Seite, allerdings haben wir eine harte Trainingswoche vor uns. Der knappe Spielstand sollte uns für das Rückspiel warnen“, so Clauss.

Kurz vor Ende stand die Partie noch auf der Kippe. So sollte die Entscheidung über Sieg und Niederlage erst in der Crunch-Time fallen. Beim 81:82-Rückstand und noch 1:20 Minuten auf der Uhr konnte Titans-Guard Randal Holt (18), der bis dato einen durchwachsenen Tag erwischt hatte, mit einem Dreier die Führung für die Titans zurückerobern. Karlsruhe schickte die „Titanen“ in der Folge mehrmals an die Freiwurflinie – David Sturner blieb jedoch cool und tütete mit vier verwandelten Foulwürfen den Sieg ein.

Erfolgreich verlief erneut auch der Dresdner Playoff-Live-Stream. Insgesamt 3000 Zuschauer verfolgten Übertragung aus Karlsruhe. Am kommenden Sonntag steigt nunmehr das Rückspiel in der Margon-Arena. Sollten Dresdens Korbjäger erneut einen Sieg einfahren, ruft das Playoff-Halbfinale. Bei einer Niederlage hätten Lieser und Co. zwei Tage später am Dienstag (19. April) noch einen weiteren Matchball bei einem möglichen dritten Entscheidungsspiel, dann aber wieder in Baden.

Beste Werfer:

Dresden: Sturner (20), Holt, Simon (je 18)

Karlsruhe: Smallwood (15), Brotherson, Lescault (je 13)

Von Gert Küchler

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