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Dresden Titans studieren Playoff-Gegner aus Recklinghausen: Schnelles Spiel mit vielen

Dresden Titans studieren Playoff-Gegner aus Recklinghausen: Schnelles Spiel mit vielen

Das letzte Hauptrundenspiel war noch gar nicht gespielt, da begann für Titans-Trainer Thomas Krzywinski schon die Vorbereitung auf die erste Playoff-Partie, die die Dresdner Basketballer in der 2. Bundesliga Pro B bestreiten dürfen.

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Thomas Krzywinski

Quelle: Dehli-News / Ben Gierig

Stunden, bevor sein Team am Sonntag Speyer mit 75:71 bezwang, saß der Coach schon vor den ersten Videos vom kommenden Gegner Recklinghausen.

"Das ging am Sonnabend fünf Minuten nach 20 Uhr los, als feststand, gegen wen wir spielen. Seither habe ich schon drei, vier Spiele geschaut", berichtet Krzywinski. Seinen ersten Eindruck formuliert er so: "Recklinghausen spielt relativ schnell. Sie schließen zügig ab und probieren es mit vielen Drei-Punkte-Würfen." Der Tabellensiebente der Nordstaffel - in den Playoffs werden im Überkreuzvergleich maximal drei Spiele pro Runde im K.o.-System gespielt - sei ein "Team, was unorthodox spielt". Eines, das schwer ausrechenbar und unbequem sei.

Um am Sonntag (18 Uhr) in der Margon-Arena für das erste Kräftemessen mit den Westdeutschen gewappnet zu sein, versuchen die Dresdner alle irgendwie möglichen Informationen aufzutreiben. So fragte Krzywinski bei Kollegen nach, um beispielsweise etwas über Recklinghausens Winter-Neuzugang Dorian McDaniel (zuvor Magdeburg) zu erfahren: "Der Magdeburger Trainer ist ein guter Freund von mir. Ich habe ihn gleich angerufen." Auch Vizekapitän Philipp Lieser, der Spieler aus der Nordstaffel kennt, forschte nach Stärken und Schwächen der Recklinghausener, die als einzige Mannschaft aus ihrer Staffel eine ausgeglichene Korbdifferenz aufweisen. Die Basketballer aus der Stadt der Ruhrfestspiele setzen vor allem große Hoffnungen in Aufbauspieler Cavel Witter (21 Punkte pro Spiel) und Power Forward Robert Franklin (18 Punkte). Die Dresdner können dagegen gleich vier Werfer aufbieten, die im Schnitt zweistellig treffen. Sie bringen zudem viel Selbstvertrauen aus der Hauptrunde mit, denn 17 von 22 Spielen gewannen sie.

Dass sie als Tabellenzweiter in die Playoffs einziehen würden, das ahnte bei den Titans im vergangenen Sommer niemand. "Wir haben vor der Saison nicht damit gerechnet, dass wir in die Situation kommen, in der wir jetzt sind", blickte Vizepräsident Patrick Schreiber zurück. Nun muss sich der Vorstand damit beschäftigen, ob der noch junge Verein im Fall der sportlichen Qualifikation auch in die Pro-A-Liga aufsteigen will. Es wäre ein ehrgeiziges Projekt, für das der Etat von bisher 500 000 Euro (Gesamtverein) um 100 000 Euro aufgestockt werden müsste. Zudem müsste die Stadt finanziell bei der Anschaffung eines in der Pro A vorgeschriebenen Parkettbodens helfen, der vor jedem Spiel mühsam ausgelegt werden müsste. Auch wenn Sponsoren wie Malermeister Steffen Fischer sich gesprächsbereit zeigen, will das Unterfangen wohl überlegt sein. "Es gibt genügend Beispiele, wo Vereine ganz schnell oben und dann ganz schnell wieder unten waren", weiß Schreiber. Ein riskantes Abenteuer werde es nicht geben. Nur, wenn genügend Mittel zur Verfügung stehen, wolle man den Sprung wagen. Man werde auf alle Fälle die Lizenzen für die Pro A und die Pro B beantragen, so der CDU-Politiker. Stichtag dafür ist der 31. März. Frühestens am 21. April stehen dann die beiden Aufsteiger fest, bis zum 30. Mai müssen sich die qualifizierten Vereine erklären, ob sie das Aufstiegsrecht auch wahrnehmen.

Die Spieler der Titans beschäftigen sich mit diesem Thema noch nicht sonderlich. Sie blicken nur auf Recklinghausen: "Wir sehen nur den Gegner vor uns und uns nicht in der Favoritenrolle", sagt Lieser. Auch Kapitän Andrew Jones warnt vor Überheblichkeit: "Die Saison lief bisher gut für uns, aber in den Playoffs zu spielen, ist doch etwas anderes." Um die Konzentration hoch zu halten, beteiligt sich auch Trainer Krzywinski nicht an Aufstiegsspekulationen: "Sonntag ist Sonntag - und alles, was danach kommt, ist egal."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.03.2014

Jochen Leimert

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