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Dresden Titans steigen in die Pro A auf

Basketball Dresden Titans steigen in die Pro A auf

Die Basketballfans in Elbflorenz dürfen sich freuen: Dresdens größter Verein spielt nächstes Jahr in der 2. Bundesliga Pro A. Am Mittwoch erhielten die Titans die Lizenz für die zweithöchste deutsche Spielklasse. Sie stocken nun ihren Etat deutlich auf, um für das Abenteuer gerüstet zu sein.

Die Dresden Titans dürfen jubeln: Sie spielen nächste Saison eine Klasse höher in der Pro A.

Quelle: M. Rietschel

Dresden. Was sich schon länger andeutete, ist nun Gewissheit: Die Dresden Titans spielen in der kommenden Saison eine Klasse höher in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A. Zwar hatten die Dresdner Korbjäger das Play-off-Endspiel und damit die sportliche Qualifikation durch zwei Halbfinal-Niederlagen gegen die Fraport Skyliners Juniors verpasst, doch weil die Frankfurter keinen Lizenzantrag für die Pro A stellten, dürfen die Dresdner nachrutschen und nun mit dem Meister aus Ehingen aufsteigen. „Die Situation ist so, dass sich die Frankfurter für die sportliche Ausbildung ihrer Talente für die Plattform Pro B entschieden haben. Damit geraten wir in den Genuss, in der Pro A spielen zu dürfen“, sagte Titans-Geschäftsführer Peter Krautwald.

Die Lizenz von der AG 2. Basketball-Bundesliga gab es für die Sachsen aber nur unter Bedingungen. So müssen die Titans zuallererst einen Parkettboden nachweisen, der in der Pro A vorgeschrieben, aber in der Margon-Arena bisher nicht vorhanden ist. „Wir sind auf der Suche, holen nach wie vor Angebote ein. Es gibt wahrscheinlich keinen gebrauchten Boden. Wir werden uns daher dafür entscheiden, einen neuen und hochwertigen zu kaufen, was gar nicht so schlimm ist, weil wir den dann auch länger behalten können“, sagte Krautwald.

Er hatte gehofft, dass man eventuell den Boden der zu den Spielen nach Erfurt umziehenden Gothaer Rockets erwerben könne, doch die Thüringer wollen ihn in ihrer alten Halle weiter für das Training nutzen. So müssen die Titans wahrscheinlich einen neuen mobilen Sportboden kaufen, der zwischen 60 000 und 80 000 Euro kosten soll. Krautwald ist optimistisch, dass die Sponsoren mitziehen: „Die Gespräche mit unseren Partnern sind in den letzten Wochen sehr gut verlaufen.“ Ist die Anschaffung des Parkettbodens geklärt, dann ist auch das größte Problem gelöst. Alle anderen Bedingungen wie der Nachweis des Jahresabschlusses seien ohne größeren Aufwand machbar, versichert Krautwald.

Nicht nur der neue Boden verursacht für die Titans eine Klasse höher erhebliche Mehrbelastungen. Auch die Mannschaft muss verstärkt werden. „Den Etat werden wir noch einmal um etwa ein Drittel erhöhen müssen“, weiß der Geschäftsführer. Er geht momentan von rund 500 000 Euro für die Profi-Mannschaft aus, damit liege man im unteren Bereich der Liga. Die Kosten für den Boden seien in dieser Planungsgröße aber nicht enthalten. Von einigen Spielern werden sich die Titans wohl trennen. Dass Akteure wie Cliff Goncalo, Bryan Nießen oder Clayton Msuya den Weg in die Pro A mitgehen, ist unwahrscheinlich. Sie hatten schon in der Pro B nur wenig Einsatzzeit, dürften es schon aufgrund ihrer athletischen Voraussetzungen schwer haben.

Mit wem es weitergeht, das dürfte sich in der nächsten Woche zeigen. Die Gespräche laufen noch. Selbst mit absoluten Leistungsträgern wie Randal Holt ist noch nicht alles in Butter. Auch bei seinem Topscorer wird der Verein nicht jeden Preis zahlen: „Randal ist ein verdammt guter Spieler, aber wir werden keinen Preis über Marktniveau bezahlen, wenn wir mitkriegen, dafür können wir ein, zwei Spieler weniger verpflichten“, erklärte Krautwald nach dem letzten Spiel. Er weiß genau, dass die Titans in der Pro A eine tiefere Bank brauchen.

Zwar fallen die Kosten in der nächsten Saison höher aus, doch dafür steigt auch die Attraktivität der Spiele. Mit den Chemnitz 99ers, dem Mitteldeutschen BC sowie den Rockets aus Gotha warten in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A gleich drei mitteldeutsche Derbys auf die Titans. Zudem dürfen sich die Fans auf vier Heimspiele mehr als in der Pro B freuen, da insgesamt 16 Teams in der deutschlandweiten Pro A spielen.

Von Jochen Leimert

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