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Dresden Titans starten mit knapper Niederlage in die Pro A

Basketball Dresden Titans starten mit knapper Niederlage in die Pro A

Lange sah es gut aus für den Aufsteiger aus Dresden, doch am Ende gab es für ihn und seine Fans in der Margon-Arena ein böses Erwachen: 90:92 verloren die Spieler von Trainer Steven Clauss ihr Debüt in der neuen Spielklasse, obwohl sie bis zum Beginn des letzten Viertels meist geführt hatten.

Sebastian Heck (l.) wird auf dem Weg zum Korb noch von Jonathan Maier gestört.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. 7,8 Sekunden können im Basketball verdammt lang sein. Diese bittere Erfahrung mussten Spieler und Fans der Dresden Titans am Sonntag einmal mehr machen. Ausgerechnet bei ihrem allerersten Auftritt in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A fehlten dem Aufsteiger gegen die Kirchheim Knights eben jene Sekunden, um es in die Verlängerung zu schaffen und dort vielleicht den ersten Sieg zu erkämpfen. Bis ins letzte Viertel hinein hatten die Dresdner vor 1855 Zuschauern geführt, zwischenzeitlich sogar mit zehn Punkten, doch dann gerieten sie beim 76:77 in Rückstand und strauchelten. Zwar glich Randal Holt noch einmal zum 90:90 aus, doch mit der Schlusssirene gelang Justin Hedley das 92:90 für die Gäste.

Titans-Trainer Steven Clauss ärgerte sich heftig über die Niederlage, weil sie vermeidbar gewesen war. „Es ist halt traurig, denn eigentlich haben wir sehr gut gespielt in der ersten Halbzeit. Wir haben es aber in der zweiten nicht geschafft, unser Spiel weiterzuspielen“, so der Coach. Er lobte den Gegner, der sich nach dem 47:51 zur Halbzeit und einem 53:63-Rückstand im dritten Viertel noch einmal zurückgekämpft und die Dresdner schließlich noch abgefangen hatte: „Man muss den Kirchheimern ein Kompliment machen. Sie waren sehr gut eingestellt, kamen nach der Halbzeit raus und haben uns empfindlich gestört. Unsere Spieler haben nicht gewusst, wie sie das bekämpfen sollen, und sind hektisch geworden.“ Die Fehlerquote – besonders in der Verteidigung – sei danach viel zu hoch gewesen, um die Punkte in Dresden zu behalten.

Viel zu viele leichte Ballverluste der Gastgeber hatten die Kirchheimer noch einmal stark gemacht. Sie setzten energischer nach, wenn sie den Ball verloren und holten ihn sich zurück. Das gelang den Dresdnern zu selten. War Clauss mit der Angriffsleistung seiner Jungs, bei denen Jusuf El Domiaty wegen Rückenproblemen schmerzlich vermisst wurde, noch zufrieden, grämte er sich über das mangelhafte Defensivverhalten: „Da müssen wir rebounden, aggressiver sein.“ Gewarnt hatte Clauss speziell vor Tim Koch, der aber 29 Punkte für die Gäste machte: „Es steht schwarz auf weiß an der Wand, wie wir Tim Koch zu verteidigen haben. Wenn die Spieler das nicht ernst nehmen oder denken, es geht mit ein bisschen weniger, dann passiert genau das, was heute passiert ist.“ Weh taten ihm auch die elf Steals, die sich seine Mannschaft erlaubt hatte: „Wenn man gegen eine gute Mannschaft gewinnen will, kann man sich das nicht leisten.“

Kapitän Walter Simon ärgerte sich: „Es wäre schöner gewesen, mit einem Sieg in die Pro A zu starten und die Leute so wieder in die Halle zu locken. Es war eine gute Möglichkeit, gleich Punkte zu holen, weil Kirchheim ein schlagbarer Gegner ist. Bei den Heimspielen müssen wir sowieso aufpassen, dass wir viele von denen gewinnen, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen. Ich hoffe einfach, dass uns dieser Sieg am Ende nicht fehlt, weil wir den so unglücklich abgegeben haben.“ Geschäftsführer Peter Krautwald bekannte: „Wir haben Lehrgeld gezahlt. Gerade im vierten Viertel, wo es um die Wurst geht, lassen wir 29 Punkte zu. Das ist deutlich zu viel.“ Er mahnte die Spieler, bis zuletzt voll konzentriert zu sein: „Die Intensität ist in der Pro A viel höher als in der Pro B. Jeder muss vom Kopf her bis zum Ende hellwach sein, die Anderen werden immer zum Rebound gehen. An diese Gangart müssen wir uns gewöhnen.“

Punktbeste Dresdner: Holt 25, Pressley 16, Sturner 14, Heck und Price je 10.

Von Jochen Leimert

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