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Dresden Titans kämpfen um die Trendwende

Basketball Dresden Titans kämpfen um die Trendwende

Nach dem peinlichen 67:114 gegen Tabellenführer Weißenfels mühen sich die Dresdner Pro-A-Basketballer, den Blick nach vorn zu richten. Am Freitag in Baunach wollen die Männer von Trainer Steven Clauss anders auftreten als am letzten Sonntag und endlich wieder mal einen Sieg einfahren.

In der Defensive müssen Max von der Wippel (r. gegen zwei MBC-Profis) und seine Titans noch härter arbeiten als zuletzt, wenn sie Spiele gewinnen wollen.

Quelle: soccerfoto

Dresden. Nach der 67:114-Klatsche gegen den Mitteldeutschen BC war die Stimmung bei den Dresden Titans auf dem Nullpunkt. Nicht nur die Niederlage an sich, sondern vor allem die Art und Weise des Auftretens der Mannschaft gegen den Tabellenführer bedrückten Trainer Steven Clauss, sein Team und natürlich die Fans. Nichtsdestotrotz haben die Pro-A-Basketballer keine Zeit, sich gegenseitig die Schuld an der vierten Niederlage in Serie zuzuschieben, denn schon Freitagabend (20 Uhr) müssen sie beim Tabellenelften in Baunach ran.

Bei den Young Pikes, die am Sonntag mit 64:90 in Trier unterlagen, aber immerhin schon sechs Punkte auf ihrem Konto haben, ist der erste Auswärtssieg das erklärte Ziel des Tabellenletzten. Was auch sonst? Jetzt muss die Trendwende her, wenn man nicht bald vor einer leeren Margon-Arena spielen will! Mit einem Erfolg im Rücken könnte man auch die nächsten Kellerduelle gegen Ehingen (16.11./H), Köln (20.11./A) und Essen (27.11./H) mit frischem Selbstvertrauen angehen. „Wir müssen uns aus dem Dreck ziehen, zusammenbleiben und dürfen nicht den Kopf in den Sand stecken“, gibt sich Center Max von der Wippel kämpferisch.

Gleich unmittelbar nach der Pleite gegen den MBC nahm sich Clauss seine Spieler in der Kabine zur Brust. „Er hat uns sehr zum Nachdenken angeregt und uns klargemacht, dass wir kein Spiel gewinnen, wenn wir so weiterspielen. Dass wir alle mal in uns gehen und gucken sollen, wo wir die letzte Energie rausholen können und wie jeder dem Team helfen kann“, erzählt von der Wippel. Jeder einzelne Spieler wisse, dass er noch mehr in der Reboundarbeit leisten müsse: „Da sind wir oft einen Schritt zu spät.“ Leider wirke sich die Abwehrschwäche zunehmend auf die bislang in den meisten Spielen recht gute Offensivleistung aus. „Ich hoffe, dass wir auch in der Offensive wieder ein bisschen sicherer werden, wenn wir in der Defensive den Gegner stoppen“, so von der Wippel.

Steven Clauss ließ in den letzten Tagen – wie auch in den Wochen zuvor – wieder viel Defensivarbeit trainieren. Nun wünscht er sich, dass sich der Aufwand gegen Teams, „die eher unsere Preislage sind“ auch einmal auszahlt „und wir uns belohnen“. Mit scharfer Kritik wie noch am Sonntag hielt sich der gebürtige New Yorker mehr und mehr zurück: „Es macht ja keinen Sinn, alle fertigzumachen. Man muss sich auf seine Stärken besinnen.“ Und da spricht er bewusst die Treffsicherheit im Angriff an, wohlwissend, dass die Dresdner mit 757 Punkten nach Weißenfels (776) immer noch über die zweitbeste Offensive verfügen.

Combo-Guard Jusuf El Domiaty, einer der erfahrensten Spieler in der insgesamt sehr jungen Mannschaft, appellierte noch einmal an den Kampfgeist aller: „Wenn man härter kämpft als der Gegner, hat man immer eine Chance. Wenn du erlaubst, dass der Gegner härter kämpft, dann hast du verloren. Wir müssen ruhig bleiben, es sind erst neun Spiele rum, 21 kommen noch. Wenn wir aus unseren Fehlern lernen, dann wird es besser“, sagte der frühere Bremerhavener. Der 25-Jährige, der schon 89 Bundesliga-Spiele auf dem Buckel hat, glaubt, dass noch längst nichts verloren ist: „Ich bin zuversichtlich, dass wir dazulernen.“ In Baunach kann die Mannschaft den Beweis antreten.

Von Jochen Leimert

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