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Dresden Titans holen jetzt Verstärkung

Basketball Dresden Titans holen jetzt Verstärkung

Es läuft nicht rund bei den Dresden Titans, nach der zehnten Saisonniederlage im elften Spiel geht beim Pro-A-Aufsteiger die Abstiegsangst um. Doch so schnell mag der Tabellenletzte die mühsam erkämpfte Liga nicht aufgeben – nach dem 65:78 gegen Ehingen kündigte Geschäftsführer Peter Krautwald an, dass die Mannschaft verstärkt werden soll.


Quelle: verein

Dresden. Es läuft nicht rund bei den Dresden Titans, nach der zehnten Saisonniederlage im elften Spiel geht beim Pro-A-Aufsteiger die Abstiegsangst um. Doch so schnell mag der Tabellenletzte die mühsam erkämpfte Liga nicht aufgeben – nach dem 65:78 gegen Ehingen kündigte Geschäftsführer Peter Krautwald an, dass die Mannschaft verstärkt werden soll. Die DNN sprachen mit ihm.

Frage: Wie ging es Ihnen nach dem Spiel gegen Ehingen?

Das war natürlich ein wichtiges Spiel, das aus der Rückrunde vorgezogen wurde. Gegen einen Gegner, der mit unten drinsteht. Wir sind es kämpferisch angegangen, in der Offensive hat uns aber das Glück gefehlt. Wir haben das erste Mal in diesem Jahr gut verteidigt, aber der Gegner hat es hinbekommen, die wichtigen Würfe zu treffen. Gerade in der zweiten Halbzeit waren einige dabei, die mit Ablauf der 24 Sekunden reingegangen sind. Offensiv haben wir eines unserer schwächsten Spiele abgeliefert. Das Resultat ist ernüchternd. Jetzt muss man überlegen, wie man positive Impulse setzen kann.

Wie könnten die aussehen?

Wir haben Anfang des Jahres schon gesagt, dass wir nicht so blauäugig sind, das Ganze auf Kante zu nähen. Wir haben Rücklagen gebildet und werden uns zusammensetzen und überlegen, wie wir offensiv und defensiv noch einmal einen Impuls setzen können. Das kann ein Spieler sein. Wir müssen jetzt mit dem Trainer und den Gesellschaftern zusammensitzen und schauen, wie wir das realisieren können.

Haben Sie noch andere Ideen?

Natürlich gibt es immer auch die Möglichkeit, den Hebel am Trainer anzusetzen, aber das ist für uns momentan keine Option. Wir haben mit Steven Clauss jemanden, dem wir vertrauen. Jetzt müssen wir zusehen, dass wir einen Spieler hierher lotsen, der uns diesen positiven Impuls bieten kann. Es wäre natürlich auch von Vorteil, wenn RJ Price gesundet. Wenn Randal Holt so ein Spiel wie gegen Ehingen abliefert, ist es gut, wenn man eine Alternative auf der Bank hat. Price leidet an einer Schulterprellung aus dem MBC-Spiel, die noch sehr schmerzhaft ist. Es ist nichts Tiefgreifendes, aber so lange er die Schmerzen verspürt, wird er uns nicht helfen können. Es wäre schön, wenn er bis zum Essen-Spiel am 27. November wieder fit wäre, vielleicht schaffen wir es auch schon bis Köln.

Auf welchen Märkten schauen Sie sich zwecks Verstärkung um?

Es ist sehr schwer, einen deutschen Spieler zu finden, der diesen Impuls setzen kann. Die guten deutschen Spieler sind alle unter Vertrag. Es muss ja auch ein Spieler sein, der nicht nur mitspielt, sondern einer, der auch Führungsqualitäten besitzt, der körperlich und geistig der Mannschaft einen Schub versetzt. Wir werden uns schon vermehrt auf dem amerikanischen und osteuropäischen Markt umschauen, ob wir dort einen Spieler bekommen können, der unseren Ansprüchen genügt.

Auf welcher Position soll der neue Mann spielen?

Da sind wir noch im Abgleich mit dem Trainer. Wir werden diesbezüglich aber relativ schnell Klarheit haben. Wir sondieren ja auch laufend den Markt, haben schon ein bisschen geguckt.

Muss jemand von der Mannschaft gehen?

Nein, wir wollen keinen abgeben. Dazu hat ja auch immer mal jemand anderes ein gutes Spiel gemacht. Sollte sich eine Verletzung als langwierig herausstellen, könnte das passieren, aber das sieht momentan nicht so aus.

Positiv war das letzte Spiel immerhin von Jervon Pressley. Wie nahe ist der Center nach seiner Verletzung schon wieder an seiner Bestform?

Das ist der Spieler, den wir haben wollten. Er hat das gemacht, was wir wollten – nämlich Gefahr ausgestrahlt, unsere Verteidigung zusammengehalten. Wir haben dort viele Rebounds geholt und Würfe des Gegners nah am Korb verhindert. Ehingen hat sich dann auf Dreier verlegt, hatte leider eine bombastische Dreier-Quote von 50 Prozent. Das muss man anerkennen. Dennoch haben wir defensiv unser bestes Spiel gemacht, erstmals den Gegner unter 80 Punkten gehalten. Wenn wir das vorher in den Spielen gemacht hätten, hätten wir vielleicht sechs oder sieben gewonnen. Positiv war auch, dass Jusuf El Domiaty eine Leistung gebracht hat, die wir uns häufiger von ihm erwartet hatten. Er hat ja schon eine Weile in der Bundesliga gespielt, war hier aber lange unter dem Radar. Am Mittwoch hat man mal gesehen, welche Qualität er besitzt. Er und Pressley waren Lichtblicke. Dass parallel dazu andere Totalausfälle waren, ist natürlich sehr ärgerlich.

 

Von Jochen Leimert

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