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Dresden Titans feiern gegen Trier den ersten Sieg in der neuen Liga

Basketball Dresden Titans feiern gegen Trier den ersten Sieg in der neuen Liga

Dank einer starken Offensive und einer ebenso konsequenten Verteidigung haben die Männer von Trainer Steven Clauss ihren ersten Erfolg in der Pro A eingefahren. Sie besiegten vor 1309 Zuschauern in der Margon-Arena die Gladiators aus Trier mit 91:83. Bemerkenswert war das vor allem, weil Trier als Tabellendritter angereist war und zwei Titans-Leistungsträger fehlten.

Trainer Steven Clauss und sein Assistent Dainius Pleta klatschen die Fans ab.

Quelle: Matthias Rietschel

Dresden. Die Vorzeichen waren alles andere als gut, doch dank einer tollen Mannschaftsleistung haben die Dresden Titans am 5. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga Pro A endlich den ersten Saisonsieg eingefahren. Ohne die zwangsweise pausierenden Leistungsträger Jervon Pressley (Kapselverletzung im Sprunggelenk) und Daniel Krause (Grippe) gewann die Truppe von Trainer Steven Clauss am Sonntag zu Hause vor 1306 Zuschauern gegen die Gladiators aus Trier mit 91:83 (54:44).

Nach zwei äußerst knappen Heimniederlagen und dem 90:92 in Ehingen war die Erleichterung bei den „Titanen“ am Ende der Partie riesengroß, „den Bock“ umgestoßen zu haben. Der mit 31 Punkten überragende Spielmacher Randal Holt erklärte: „Dieser Sieg war enorm wichtig. Zuvor waren wir mehrmals so nah dran, haben aber noch verloren. Diesmal haben wir uns durchgebissen.“ Auch Steven Clauss, dessen Familie aus Hessen angereist war, atmete tief durch: „Wir haben ja in allen Spielen gezeigt, dass wir gewinnen können. Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, wann der Knoten platzt. Heute haben wir ein super Spiel geliefert, die Jungs haben super verteidigt – mit einer besonderen Intensität.“

Wie in den letzten Spielen waren die Dresdner auch diesmal gut in die Partie gestartet. Zwar wechselte die Führung in den ersten Minuten ständig, doch ab dem 16:14 gerieten die Gastgeber nicht mehr in Rückstand. Sie verteidigten von Beginn an gut und warfen sieben Dreier bis zum Ende des ersten Viertels. Fast jeder Wurf aus der Distanz saß, zur ersten Pause hieß es 33:22.

Im zweiten Durchgang hatten sich die Gäste aus Deutschlands ältester Stadt besser auf das schnelle Spiel der Hausherren eingestellt, die nun nur noch zweimal von der Dreierlinie punkten und dennoch bis zur Halbzeit eine Zehn-Punkte-Führung behaupten konnten. Clauss gönnte Holt eine längere Pause, damit der Mann aus Cleveland Kräfte für die letzten beiden Viertel sparen konnte.

Im dritten Viertel kamen die Trierer noch einmal heran, denn Kevin Smit traf nun besser von der Dreierlinie, auch Topscorer Brandon Spearman (insgesamt 25 Punkte) war schwer zu bremsen. Beim 63:63 schien das Spiel schon zu kippen, doch Holt, Kapitän Walter Simon und der sehr starke Ricky Alonzo Price behielten die Nerven und besorgten das 72:63, ehe der Spielabschnitt beim 73:65 vorüber war. In der Schlussphase verteidigte die Heimmannschaft noch einmal ganz stark, Trier traf kaum noch – dann konnte Price die letzten Sekunden cool ausdribbeln und sich von den Fans feiern lassen.

Center Max von der Wippel genoss den Moment des Sieges in vollen Zügen: „Das ist ein riesiges Gefühl. Wir haben zuvor gegen Teams, die auf dem Papier schwächer besetzt sind, dreimal knapp verloren. Wir hätten uns viel eher belohnen müssen. Doch heute hat es endlich geklappt. Das Spiel war ein Zeichen an die Liga, dass man uns nicht unterschätzen darf.“ Dass die Mannschaft auch ohne Krause und Pressley überzeugte, sei gut fürs Selbstvertrauen. Die harte Trainingsarbeit der letzten Woche, in der das Defensivverhalten bis zum Abwinken geübt worden war, habe sich ausgezahlt.

Kapitän Simon war ebenso erleichtert, dass die Ausfälle so gut kompensiert werden konnten: „Wir sind eines der wenigen Teams in der Liga, die wirklich mit einer Elfer-Rotation spielen. Wir haben viele Spieler, die viele Minuten bekommen. Das hat uns heute auch geholfen. Viele Spieler mussten Lücken schließen, Positionen spielen, die sie sonst nicht so oft besetzen. Das haben alle gut gemacht, deswegen haben wir gewonnen.“

Titans-Geschäftsführer Peter Krautwald lobte den Kampfgeist der Truppe: „Sie hat gerade im letzten Viertel in der Verteidigung alles gegeben, nur wenige einfache Körbe zugelassen.“

Punktbeste Dresdner: Holt 31, Price 19, Sturner 18.

Von Jochen Leimert

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