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Dresden Titans feiern Klassenerhalt in der zweiten Verlängerung

Dresden Titans feiern Klassenerhalt in der zweiten Verlängerung

Ein Spiel auf Messers Schneide - welch ein Zittern, welch ein Finale! Zweimal mussten die Dresden Titans gegen die ifm Baskets Konstanz vor wie entfesselt tobenden 1210 Fans in der Margon-Arena in die Verlängerung, erst dann schafften die Jungs von Trainer Thomas Krzywinski den ersehnten Klassenerhalt in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B.

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Sie machten in einem Herzschlagfinale die entscheidenden Punkte für die Dresden Titans: Kapitän Jason Boucher (vorn) und Max von der Wippel.

Quelle: Sebastian Schubert

100:96 hieß es am Ende für die Gastgeber, nachdem es in der regulären Spielzeit (75:75) und den ersten fünf Minuten Verlängerung (84:84) keine Entscheidung über den Ligaverbleib gegeben hatte. "Ich habe schon ein paar solche Spiele erlebt, aber keines war so spannend", atmete Krzywinski tief durch, als sein Kapitän Jason Boucher per Freiwurf die letzten beiden Punkte gelungen waren. Davor hatte der US-Amerikaner den vielleicht entscheidenden Rebound geholt und verhindert, dass die Konstanzer Max von der Wippels so wichtigen Korberfolg zum 98:96 in den letzten 13 Sekunden noch mit einem Dreier-Wurf beantworten und die Sachsen zurück in die vierte Liga schicken konnten. Zwar war der Konstanzer Spezialist für der Distanzwürfe, Aubrey Conerly, in der zweiten Verlängerung mit dem fünften Foul ausgeschieden, doch auch der treffsichere Frederik Henningsen oder ein anderer hätte die aufopferungsvoll kämpfenden Dresdner mit einem einzigen Wurf noch erledigen können.Aber die Hausherren hatten das Glück des Tüchtigen. Angefeuert von den fantastisch mitgehenden Fans, unter ihnen Sportbürgermeister Winfried Lehmann (CDU), mehrere aktuelle und ehemalige DSC-Volleyballerinnen und Dynamo-Torwart Benjamin Kirsten, bogen sie eine anfangs verpfuschte Partie noch um. Nach der 2:0-Führung durch Robert Haas ging lange Zeit wenig, lagen die nervösen Titans bis weit ins dritte Viertel zurück. Erst beim 50:49 durch Björn Blossey war man selbst wieder einmal vorn, ohne sich danach entscheidend absetzen zu können. Zudem musste der angeschlagene Center Alexander Heide, der sich mit Schmerztabletten zu beachtlichen 14 Punkten gequält hatte, seiner Knöchelverletzung Tribut zollen und das Spielfeld verlassen.

Die Kameraden aber enttäuschten ihn nicht. "Riesenkompliment an die Mannschaft!", geizte Thomas Krzywinski nicht mit Lob. Der am Knie operierte "Titan" Patrick Rülke warf seine Krücken weg, rutschte auf den Hosenboden und holte tief Luft. Für ihn war klar: "Die Fans haben heute den Ausschlag gegeben."

Jochen Leimert

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.04.2013

Jochen Leimert

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