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Dresden Titans bauen ihren Kader für die Pro A um

Basketball Dresden Titans bauen ihren Kader für die Pro A um

Die Würfel sind gefallen – die alteingesessenen Spieler wissen, wer nächstes Jahr mit in der 2. Basketball-Bundesliga Pro A auf Korbjagd gehen darf und wer nicht. Aus der 1. Mannschaft verabschieden müssen sich Andrew Jones, Cliff Goncalo, Bryan Nießen, Clayton Msuya und Nils Niendorf. Max Jentzsch nimmt sich eine Auszeit.

Aussortiert und schon in Bolivien: Andrew Jones will lieber spielen, als in Dresden Talente zu trainieren.

Quelle: picture point

Dresden. Mit dem Aufstieg in die Pro A bauen die Dresden Titans ihren Kader kräftig um. Um den weitaus höheren Ansprüchen der zweithöchsten deutschen Spielklasse gerecht zu werden, will Trainer Steven Clauss einige Neuzugänge verpflichten. Dazu musste der Deutsch-Amerikaner auch Spieler aussortieren. Getroffen hat es dabei zuerst Routinier Andrew Jones. „Er war ein dominanter Spieler bei uns, der aber in seiner Wurfleistung nicht mehr stark genug ist für das, was wir benötigen. Er ist 32 Jahre alt, eine vorbildhafte Person, aber wir brauchen einen stärkeren Spieler“, begründete Clauss seine Entscheidung. Der Verein hätte den Shooting Guard gern als Nachwuchstrainer weiterbeschäftigt, „aber er möchte gern spielen und hat schon einen Job in Bolivien gefunden und ist runtergeflogen“, so Clauss. Wahrscheinlich nicht mit in die Pro A gehen werden auch Cliff Concalo und Bryan Nießen. „Ich glaube nicht, dass man ihnen in der Pro A gerecht werden und ich ihnen überhaupt Spielzeit dort versprechen kann, deswegen ist es in den Gesprächen mit ihnen mein Wunsch gewesen, dass sie bei uns in der 2. Mannschaft spielen oder sich anders orientieren“, sagte Clauss. Definitiv entschieden sei aber noch nichts. Vielleicht tut sich für das Duo auch in Leipzig eine neue Möglichkeit auf, denn ihr langjähriger Trainer Thomas Krzywinski übernahm vor wenigen Tagen das Traineramt beim dortigen Pro-B-Vertreter. In der neuen Saison wird wohl auch Max Jentzsch nicht für die Titans spielen. Der Small Forward ist gerade Vater geworden: „Er hat den Wunsch geäußert, dass er wegen des Kindes ein Jahr aussetzt“, sagte Clauss. Jentzsch glaube, dass seine familiäre Situation und die Belastung durch sein Maschinenbaustudium Leistungssport auf hohem Niveau derzeit nicht erlaubt. Möglicherweise trainiert er weiter locker mit, an eine volle Einbindung in den Wettkampfbetrieb ist aber nicht zu denken.

Während Clayton Msuya und Nils Niendorf in der 2. Mannschaft reifen sollen, bleiben der 1. Mannschaft aller Voraussicht nach Daniel Krause, Walter Simon, Philipp Lieser, Marc Nagora und Max von der Wippel erhalten. Ihnen traut Clauss die Pro A zu – ebenso wie David Sturner und Randal Holt. Mit den Agenten der beiden US-Amerikaner wird derzeit intensiv über eine Vertragsverlängerung verhandelt: „Da geht es um die Hausnummern. Wir nähern uns und ich bin optimistisch, dass wir das hinkriegen werden“, sagte Clauss.

Um das Team zu verstärken will der Verein zwei weitere Ausländer neu verpflichten, drei dürfen in der Pro A gleichzeitig auf dem Feld stehen. Doch Clauss möchte auch hochkarätige deutsche Talente nach Dresden locken. Obwohl die Titans nicht über die größten finanziellen Mittel verfügen, glaubt er, gute Chancen zu haben: „Das ist gar nicht so schwierig. Das hängt mit meiner Person und mit meinem Namen zusammen, weil ich ein erfahrener Spielerausbilder bin, der über 30 Jahre lang Erfahrung beim Deutschen Basketball bei der Förderung von Talenten gesammelt hat. Spieler, die zu mir kommen, wissen, dass sie entsprechend gefördert werden.“ Clauss unterstrich zudem, dass er das Niveau der 2. Mannschaft deutlich anheben möchte. Das sei für die Ausbildung von Talenten im Verein unumgänglich. Umso mehr bedauerte er, dass Jones als Nachwuchscoach nicht zur Verfügung steht.

Von Jochen Leimert

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