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Dresden Titans atmen nach dem Zittersieg in Rostock tief durch

Basketball Dresden Titans atmen nach dem Zittersieg in Rostock tief durch

Der 92:90-Erfolg an der Ostsee hat die Basketballer aus Elbflorenz viel Kraft und viele Nerven gekostet. Erst am frühen Montagmorgen kehrten sie in die Heimat zurück – müde, aber erleichert über den Einzug ins Play-off-Viertelfinale. Trainer Steven Clauss gönnte ihnen zum Dank für den Sieg erst einmal eine Ruhepause.

Dresdens Daniel Krause (r.) machte in Rostock ein starkes Spiel, obwohl er nicht topfit anreiste.

Quelle: Ben Gierig

Dresden. Nach einer sehr kurzen Nacht durften sich die Dresden Titans am Montag erholen und versäumten Schlaf nachholen. Erst um 5 Uhr morgens waren die Spieler von Trainer Steven Clauss wieder in der Heimat eingetroffen – müde, aber glücklich, beim 92:90 in Rostock den Einzug ins Play-off-Viertelfinale geschafft zu haben. Bevor Clauss am Dienstag um 13 Uhr zur ersten von zwei Einheiten ruft, mit denen die Vorbereitung auf den nächsten Gegner Karlsruhe beginnt, durfte die Truppe um Kapitän Philipp Lieser einen freien Tag genießen.

Etwas Entspannung tat den Dresdner Korbjägern gut, hatten sie doch an der Waterkant einen echten Krimi miterlebt. Bis zum Ende hatten sie hart um den zweiten Sieg im dritten Play-off-Achtelfinalspiel kämpfen und mächtig zittern müssen. Auch ihrem Trainer hatten sie so viel abverlangt – es war eben kein Spiel für schwache Nerven. „Wenn man das Spiel in der Hand hat und es sieht dann so aus, als würde man es noch aus der Hand geben, dann ist man emotional schon sehr aufgewühlt“, gab Clauss zu, der am Sonntagabend mit einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen gar nicht zufrieden gewesen war. Er habe seinen Jungs aber trotz der Widrigkeiten vertraut und sei nicht enttäuscht worden: „Das ist schon ein Zeichen von Qualität, wenn eine Mannschaft die Ruhe bewahren kann, auch wenn das Spiel kippt.“

Froh war der erst seit Januar im Amt befindliche Deutsch-Amerikaner, dass er sich wieder auf seinen Spielmacher Randal Holt verlassen konnte. Der wieselflinke US-Boy war in Rostock mit 26 Punkten mit Abstand erfolgreichster Werfer der Dresdner, gefolgt von David Sturner (18) und Daniel Krause (17). Seine Knöchelverletzung, die ihn im ersten Spiel in Rostock noch zum Zuschauen gezwungen hatte, ist vollständig ausgeheilt. So konnte er beim zweiten Gastspiel in der Stadthalle den Unterschied machen und das Duell mit Rostocks Topscorer Matthew Hunter (22 Zähler wie auch André Murillo) knapp für sich entscheiden. „Wir werden ihn mit seinen Qualitäten auch in Karlsruhe brauchen“, sagte Clauss, der am Montag noch einmal in Ruhe das dramatische Spiel vom Vortag per Video analysierte.

Derweil hofft der 58-Jährige, dass sich Max Jentzsch und Daniel Krause schnell vollständig erholen. Krause war nach Krankheit schon nicht in Bestform an die Warnow mitgereist, hatte aber dennoch ein sehr gutes Spiel abgeliefert. Jentzsch hatte gegen Ende der Partie eine Platzwunde am Kopf abbekommen, als ihn ein Gegenspieler auf dem Weg zum Korb mit dem Ellenbogen unglücklich traf. Clauss: „Er war noch in Rostock im Krankenhaus, dort haben sie die Wunde geklebt. Max wird ein, zwei Tage nicht trainieren können, damit das alles ein bisschen zusammenwachsen kann.“ Bis zum Sonnabend sollte Jentzsch aber wieder fit sein. In Karlsruhe wird auch jeder Spieler gebraucht, muss für einen Sieg alles stimmen, denn gegen den Tabellenersten der 2. Bundesliga Pro B Süd konnten die Titans in dieser Saison noch nicht gewinnen.

Von Jochen Leimert

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