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Dresden Titans-Trainer Krzywinski: "Jeder hat seine Rolle gut ausgefüllt"

Dresden Titans-Trainer Krzywinski: "Jeder hat seine Rolle gut ausgefüllt"

Trotz einer knappen 84:90-Niederlage in Ansbach sicherten sich die Dresden Titans am vergangenen Wochenende vorzeitig die Meisterschaft in der 1. Basketball-Regionalliga Südost und somit den Aufstieg in die 2. Bundesliga Pro B.

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Seit Jahren engagiert bei der Sache: Titans-Trainer Thomas Krzywinski.

Quelle: Dehli-News/Ben Gierig

Dresden . Vor dem morgigen Punktspielfinale gegen den TSV Deisenhofen (18 Uhr, Margon-Arena) zog Trainer Thomas Krzywinski (29) eine erste Bilanz.

Frage: Was war der Schlüssel zum Erfolg?

Krzywinski: Das war der Erfolg kontinuierlicher Arbeit über drei Jahre. Dieses Jahr war der nächste Schritt nach der letzten Saison, in der wir Sechster geworden sind. Unser Ziel war es, unter die Top Vier zu kommen. Dass es die Meisterschaft geworden ist, liegt an ganz vielen kleinen Dingen. Die Mannschaft hat sehr gut zusammengepasst, wir haben im Umfeld viel mehr Hilfe erfahren, als wir eigentlich erwartet hatten. Ich habe einen hohen Leistungsanspruch, aber die Spieler haben sehr gut mitgezogen. Großen Anteil am Erfolg haben auch unser Geschäftsführer Gert Küchler und Nachwuchstrainer Oliver Kasper.

War Platz vier als Zielvorgabe nicht ein wenig Tiefstapelei, um die Spieler beim Erklimmen der nächsten Sprosse auf der Leiter nicht zu sehr unter Druck zu setzen?

Nein, das war schon ganz realistisch. Wir sind mit dem Ziel Top Vier in die Saison gegangen, weil wir nicht wussten, wie sehr wollen die anderen Teams nach oben. Das war vor der Saison schwer einzuschätzen. Wir haben unser Ziel am Ende der Hinrunde auch noch einmal nach oben korrigiert, weil wir Platz eins auch halten wollten.

Mit Ihren Neuverpflichtungen hatten Sie ein glückliches Händchen. Haben Sie die Jungs überrascht oder genau das gebracht, was Sie erwartet haben?

Jason Boucher hat all das erfüllt, was wir uns erhofft hatten. Ihm muss ich ein Riesenlob aussprechen - sowohl auf dem Basketballfeld als auch abseits davon hat er die Führungsrolle übernommen, die wir gesucht haben. Wie er mit der Mannschaft umgeht, wie er bei Schulaktionen und im Jugendtraining hilft, das sind riesengroße positive Ausrufezeichen! Wir hoffen sehr, dass wir uns auch fürs nächste Jahr einig werden. Wen aus dem Umfeld kaum einer auf dem Schirm hatte, das waren Jungs wie Thomas Lienhard und Max Fischer, die Newcomer waren und sehr gute Leistungen abgeliefert haben. Auch in wichtigen Spielen wie im Hinspiel gegen Ansbach, wo wir haushohen Erfolg hatten, der eine super Ausgangslage fürs Rückspiel geschaffen hat. Das fällt häufig nicht auf, weil andere im Vordergrund stehen wie Georg Dölle oder Jason Boucher. Wir hatten keinen dabei, der neu dazu gekommen ist und eine schwache Saison gespielt hat. Jeder hat ganz klar seine Rolle akzeptiert und sie gut ausgefüllt.

Was dürfen die Zuschauer am Sonnabend zum letzten Punktspiel gegen Deisenhofen noch erwarten?

Eine super Stimmung in der Halle und eine super aufspielende Dresdner Mannschaft, die zeigen will, dass sie zu Recht Meister geworden ist. Wir wollen uns beim Publikum bedanken - das ist mein Anspruch und ich glaube, den teilen auch die Spieler. Die Unterstützung, die wir übers Jahr bekommen haben, war klasse. Rund hundert Fans waren mit in Ansbach, das war eine riesengroße Nummer.

Die Mannschaft wird nächstes Jahr etwas anders aussehen. Wird es am Sonnabend Verabschiedungen geben?

Nein, nicht wirklich. Wir versuchen, den Großteil der Mannschaft zusammenzuhalten. Wir wollen wie in den vergangenen Jahren vorgehen und uns punktuell verstärken. Zwischen der Regionalliga und der 2. Liga liegen keine Welten. Die Abgänge sind auch noch nicht klar - ebenso wenig wie die Verstärkungen.

Ist es realistisch, "Terry" Tzakopoulos noch einmal zu ködern?

Das Feedback von ihm ist so, dass er sich hier sehr wohl fühlt, es ihm deutlich besser gefällt, als er zuerst angenommen hat. Aber in der zweiten Liga müssen immer drei deutsche Spieler auf dem Feld sein. Da müssen wir schauen, wie die Konstellation bei denen ist, bevor wir uns bei der zweiten Ausländerposition festlegen.

Auf Georg Dölle müssen Sie leider verzichten...

Er wird erst einmal auf Weltreise gehen. Es wird noch verhandelt, wann er wieder da ist. Er hat schon angedeutet, dass er sich vorstellen kann, wieder zurückzukommen. Aber wenn er im August in Indien rumtourt und es ihm da gut gefällt, dann wird er auch noch länger da bleiben.

Wie weit sind Sie mit potenziellen Neuverpflichtungen?

Die Gespräche laufen seit Dezember, seit absehbar war, das mit Pro B könnte klappen. Wir wollen auswärtige Spieler für Dresden begeistern. Da haben wir bei der Stadt gute Karten, weil sie an sich super ist und die Ausbildungsmöglichkeiten gut sind. Aber das Vorhaben dauert immer relativ lange.

Welche Wünsche haben Sie für die Organisation des Trainingsbetriebes?

Wir brauchen Vormittagszeiten, unsere Trainingszeiten sind im Allgemeinen immer sehr spät, von acht bis zehn Uhr abends. Verknüpft mit einer Ausbildung ist das für manche Spieler sehr schwer zu realisieren.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.04.2012

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