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Dresden Titans: Neuzugang Max Jentzsch kommt eine Klasse höher immer besser in Fahrt

Dresden Titans: Neuzugang Max Jentzsch kommt eine Klasse höher immer besser in Fahrt

Den Sprung in eine höhere Liga bezahlte er mit vielen blauen Flecken, aber bereut hat ihn Max Jentzsch nicht. "Sportlich war es ein riesiger Schritt, aber ich bin zufrieden, denn ich habe gesehen, dass ich mithalten kann.

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Max Jentzsch stammt aus Frankfurt/Oder und spielte vier Jahre in Cottbus. Nun hat es ihm Dresden angetan.

Quelle: Ralf U.Heinrich

Es fehlt mir aber noch an Konstanz", sagt der 23-jährige Flügelspieler von den Dresden Titans. Seit er im vergangenen Sommer vom Regionalligisten White Devils Cottbus in die 2. Basketball-Bundesliga Pro B gewechselt ist, hat er so hart trainiert wie noch nie. Nun erntet er mehr und mehr die Früchte seiner Arbeit - beim 93:82-Sieg gegen Baunach war er gemeinsam mit Georg Dölle punktbester Dresdner Werfer.

Betrachtet man die Einsatzzeit, übertrumpfte der Neuling den erfahrenen Rückkehrer diesmal sogar, denn Jentzsch markierte seine 15 Zähler in knapp 20 Minuten, während Dölle dafür fast neun Minuten mehr Zeit besaß. Doch der 1,97 Meter große Jentzsch, der in Frankfurt an der Oder geboren wurde und dort auch mit dem Basketball begann, ist weit davon entfernt, nach einem seiner besten Saisonspiele die Bodenhaftung zu verlieren. Er weiß, dass er eine Liga höher allein körperlich weiter zulegen muss: "Die Gegner sind auch jetzt meist nicht größer als ich, aber massiger und räumen einen schneller ab. Das habe ich schon in der Vorbereitung gemerkt."

Um den Anschluss zu finden, absolviert der Student zwei- bis dreimal die Woche Krafttraining. Am Dienstag, wenn die Mannschaft eigentlich trainingsfrei hat, trifft er sich mit einigen Mitspielern im Fitnessstudio Injoy. "Da machen wir was für den Oberkörper, Stabilisation und gehen hinterher in die Sauna", erzählt Jentzsch. Zu seinen neuen Kameraden, die er als sehr ernährungs- und gesundheitsbewusst kennen lernte, fand er schnell einen guten Draht: "Die Teamchemie stimmt - und wir haben mit Andrew Jones einen Kapitän, wie man ihn sich besser nicht wünschen kann. Er weiß genau, wie man die Spieler zusammenhält und motiviert."

Die Eingewöhnung in Dresden fiel Jentzsch so leicht, wenngleich er seine Freundin Jadranka jetzt seltener sieht. Sie spielt ebenfalls Basketball und lebt in Cottbus, wo Jentzsch im siebenten Semester Maschinenbau studiert. Da er sich Vorlesungen und Seminare aber günstig legen konnte - die schwierigsten Module stehen in der spielfreien Zeit im Sommer an - und ihn hilfsbereite Kommilitonen sehr unterstützen, verpasst er in Elbflorenz kaum ein Training. Und weil Jadranka am Sonntag meist spielfrei hat, feuert die Bosnierin ihren Max bei fast jedem Heimspiel an. "Sie ist meine Managerin", lacht der Small Forward, der aber nicht auf Biegen und Brechen Profi werden will.

Seine Reserven möchte er aber allemal ausreizen. Und da kommt er voran. Trainer Krzywinski lobt ihn: "Max hat große Fortschritte gemacht. Dass er das Talent und Potenzial hat, in der Liga zu spielen und da auch wirklich einen Unterschied zu machen, das war mir schon im Sommer klar, als wir ihn angesprochen haben. Je länger er bei uns dabei ist, desto besser kann er seine Fähigkeiten abrufen. Er steckt sicher in der schwierigen Situation, dass er hinter Georg Dölle, der eine starke Saison abliefert, auf der gleichen Position spielt und so weniger und unregelmäßig Einsatzzeit bekommt. Aber er ist ein toller Kerl, der sich weiterentwickelt."

Auch Jentzschs Selbstvertrauen wächst: "Defensiv habe ich jetzt deutlich mehr Durchblick, offensiv habe ich meinen Bereich gefunden." Am Sonntag (16 Uhr, Margon-Arena) möchte er gegen Lich wieder die gegnerische Verteidigung narren und seine Treffsicherheit beweisen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.01.2014

Jochen Leimert

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