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Dresden Monarchs wollen am Samstag einen uralten Zuschauerrekord brechen

Dresden Monarchs wollen am Samstag einen uralten Zuschauerrekord brechen

Der Bundesliga-Punktspielauftakt ging am vergangenen Wochenende überraschend in die Hose - umso mehr wollen die Dresden Monarchs die 29:33-Niederlage an der Kieler Förde schnellstmöglich vergessen machen.

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Der Dresdner Quarterback Jeff Welsh freut sich riesig darauf, mal wieder im großen Stadion spielen zu dürfen.

Quelle: Dehli-News / Frank Dehlis

Eine gute Gelegenheit, rasch den Stimmungsumschwung herbeizuführen, bietet am Sonnabend (15.30 Uhr) das erste Spiel in der neugegründeten Big Six European Football League. Und der Gegner hat es in sich: Die Braunschweig Lions kommen als amtierender deutscher Meister ins Glücksgas-Stadion. Somit steigt in Dresden gleich zu Saisonbeginn die Revanche für die knappe 34:35-Niederlage der Monarchs im letztjährigen GFL-Finale von Berlin.

Die reizvolle Konstellation hat dazu geführt, dass der Vorverkauf für die Partie rekordverdächtig angelaufen ist. Rund 4000 Karten gingen schon weg, die Lust auf ein großes Football-Spektakel in der Heimspielstätte von Dynamo ist groß. Die Vereinsspitze hofft daher, den uralten Zuschauerrekord aus dem Jahr 2002 zu knacken. Damals kamen 8360 Fans ins ehemalige Harbig-Stadion, um beim furiosen 62:0-Sieg über die Kiel Baltic Hurricanes dem Team von Ex-Trainer Cliff Madison die Daumen zu drücken. Es war das Spiel, in dem die Königlichen den Aufstieg in die 1. Bundesliga perfekt machten.

Eine solche Kulisse wünscht sich natürlich jeder Dresdner Spieler. Der neue Monarchs-Trainer John Leijten glaubt: "Das wäre riesig für uns, eine tolle Unterstützung." Der Niederländer weiß aus Erfahrung: "Es ist großartig, in einem großen Stadion zu spielen und seine Fans hinter sich zu haben."

Quarterback Jeff Welsh kennt aus seiner Heimat USA zwar noch weit größere Arenen, doch auch der Mann aus der Mega-Metropole Chicago freut sich, im gut 32 000 Zuschauer fassenden Glücksgas-Stadion spielen zu können: "Es macht einfach mehr Spaß als auf einer Wiese wie in Kiel - auch wenn das Feld die gleiche Größe hat." Nach der vermeidbaren Niederlage im beschaulichen Holstein ("Sie hat über das Wochenende schon geschmerzt.") will er wieder Glückshormone spüren. Der markante Glatzkopf brennt darauf, es den Braunschweigern zu zeigen und sie vor den beiden GFL-Duellen am 28. Juni (A) und 2. August (H) zu beeindrucken: "Wir hatten vergangene Saison ein tolles Jahr, das wollen wir wiederholen." Natürlich würden sein Team und er gern noch einen drauf setzen und den nationalen Titel holen. Davon brachte den Spielmacher aus Illinois auch die Auftaktpleite bei seinem Ex-Klub in Kiel nicht ab: "2010 haben wir auch das erste Punktspiel gegen Marburg verloren und dann den German Bowl gewonnen."

Monarchs-Präsident Sören Glöckner dämpfte die Erwartungen etwas und erinnerte daran, dass man schon froh wäre, die Playoffs zu erreichen. Doch natürlich will auch er sehen, dass sich das Team weiterentwickelt. Dazu sollen die Vergleiche auf europäischer Ebene beitragen, das Big-Six-Auswärtsspiel bei den finanzkräftigen Vienna Vikings am 15. Juni wird mit großer Spannung erwartet. Ob man in Wien dann noch um den Einzug in den Eurobowl spielt, hängt maßgeblich vom ersten Gruppenspiel gegen Braunschweig ab: "Nur der Sieger darf sich berechtigte Hoffnungen darauf machen, in den Eurobowl zu kommen", so Glöckner.

Eine tolle Kulisse am Samstag wäre die Basis für eine geglückte Revanche für das verlorene GFL-Finale. Um noch mehr Leute anzulocken, bieten die Monarchs wieder eine bunte Show mit 250 (!) Cheerleadern, harten Beats aus den Stadionboxen und einem Rahmenprogramm für die ganze Familie. Unterstützt wird das Spektakel von der Ostsächsischen Sparkasse, die seit 20 Jahren Partner der Footballer ist und den Gameday präsentiert. Knacken die Monarchs den zwölf Jahre alten Zuschauerrekord will das Kreditinstitut eine 10 x 10 Meter große Blockfahne spendieren.

Karten gibt es zwischen 7 und 12 Euro. Den Etix-Link findet man am schnellsten über die Homepage www.dresden-monarchs.de.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.04.2014

Jochen Leimert

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