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Dresden Monarchs lassen den Blue Devils keine Chance

Dresden Monarchs lassen den Blue Devils keine Chance

Rund 2000 Fans der Dresden Monarchs erlebten im letzten Heimspiel der regulären Saison noch einmal eine tolle Vorstellung ihrer Mannschaft.

Dresden .

Dresden (DNN). Rund 2000 Fans der Dresden Monarchs erlebten im letzten Heimspiel der regulären Saison noch einmal eine tolle Vorstellung ihrer Mannschaft. Mit 62:12 besiegte der Tabellendritte der GFL Nord im Steyer-Stadion die Hamburg Blue Devils deutlich. Hatten sie somit das Ihrige dazu beigetragen, endlich einmal Heimrecht für die Playoffs zu erkämpfen, so wurden die Dresdner aber von den Lübeck Cougars enttäuscht, die den zweitplatzierten Berlin Adlern nicht die erhoffte Pleite zufügen konnten.

Dresdens Offense stellte gegen Hamburg schon früh die Weichen auf Sieg. Der erste Touchdown glückte bereits nach knapp zwei Minuten: Quarterback Warren Smith hatte mit einem 30-Yard-Pass Jan Hilgenfeldt bedient, der dann, wie üblich, gleich noch den ersten Extrapunkt per Kick folgen ließ. Dann schloss Larry Croom mit einem 9-Yard-Touchdown-Lauf ab, mit Hilgenfeldts Kick stand es rasch 14:0.

Chris Evering sorgte zu Beginn des zweiten Viertels für weitere Punkte. Er schnappte sich einen verlorengegangen Ball der Hamburger Offense und lief über das halbe Feld in die Endzone, Hilgenfeldt erhöhte per Kick auf 21:0. Dabei war es mitnichten so, dass die Blue Devils nicht mitspielten. Gerade Quarterback Paul Roberts gefiel mit schnellem, agilem Spiel. So passte er auf Julian Banks in die Endzone - und Hamburg holte seine ersten Zähler. Der Zusatzkick wurde von den Dresdnern geblockt, es blieb beim 21:6.

Allerdings nicht lange. Was folgte, war eine irre Aktion von Evering. Eine sehenswerte, eine höchst riskante, eine lässige Aktion. Den Kick Off der Hamburger ließ er zunächst durch seine Hände rutschen. Er drehte sich um, hob den Ball auf, blieb einen Moment stehen, um die heranjagenden Devils zu beobachten. Dann erst entschloss sich Evering, den Ball doch noch zu returnen. So kurvte er über fast 90 Yard in die Endzone zum nächsten Touchdown - das 27:6. Den Fans war es recht.

Warren Smith schmetterte alsbald eine flache Granate auf Sebastian Krech in die Endzone ab, mit Hilgenfeldts geglücktem Kick hieß es 34:6. Kurz vor der Pause folgte noch ein Lauf von Larry Croom, Hilgenfeldt erhöhte um einen Punkt auf 41:6. Das war dann auch die vorerst letzte Aktion des Runningbacks. In der Pause ließ sich Croom ausgiebig feiern. Die Fans kürten den Mann, der nun schon die zweite Saison in Dresden spielt, zum wertvollsten Spieler der ganzen Spielzeit. Und so ganz nebenbei hatte er sich mit seinen Aktionen statistisch an die Spitze der German Football League katapultiert. Keiner hat 2012 mehr Yards erlaufen.

Beide Teams wechselten in der Pause. Für Dresden spielten nun u.a. Quarterback Eric Seidel und Runningback Lukas Wetzel. Und auch bei Hamburg lief mit Vasim Ohlerich ein andererSpielmacher auf, denn Roberts hatte Schulterprobleme. Und Ohlerich führte sich gut ein. Evering ließ beim Punt erneut den Ball fallen, diesmal warf sich ein Devil drauf, Ohlerich übernahm und bediente Banks mit einem 20-Yard-Pass in die Endzone.

Das war es dann aber auch, Dresden übernahm erneut die Regie und erkämpfte noch drei Touchdowns. So war Krech zum zweiten Mal erfolgreich mit einem 16-Yards-Catch in der äußersten rechten Ecke der Hamburger Endzone. Jamal Smith folgte besonders sehenswert. Zunächst hatte er einen 35-Yard-Pass von Seidel nur abklatschen lassen, dann fing er aber den über ihm herumtrudelnden Ball und schaffte auch die letzten Schritte in die Endzone. Wetzel machte dann mit einem 7-Yard-Lauf den Sack zu. Damit stehen die Monarchs in ihrer zehnten Bundesliga-Saison zum achten Mal im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft. Gegner sind am 16. September in Mannheim die Rhein-Neckar Bandits.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.09.2012

Jörg Dreßler

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