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Dresden Monarchs könnten mit Sieg bei Berlin Rebels zu Spitzenteams aufschließen

Dresden Monarchs könnten mit Sieg bei Berlin Rebels zu Spitzenteams aufschließen

Es ist eine zerfahrene Saison in der German Football League. Bereits im Mai mussten die Dresden Monarchs einen Monat lang pausieren. Die Insolvenz des Kölner Teams stellte damals den Spielplan auf den Kopf.

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Packende Szenen, wie hier im letzten Heimspiel der Monarchs am 20. Juni gegen die Hamburg Huskies (48:7), soll es auch in Berlin geben.

Quelle: Dehli-News / Frank Dehlis

Nun folgte Zwangspause Nummer zwei. Erneut galt es einen spielfreien Monat zu überbrücken. Der Grund: die Football-Weltmeisterschaft in Ohio/USA. Sieben Teams hatten sich fürs Turnier qualifiziert: Gastgeber USA, Mexiko, Brasilien, Australien, Südkorea, Frankreich und Japan.

Neben Dresdens Chefcoach John Leijten, dem Nationaltrainer Australiens, standen die Wahl-Dresdner Spieler Damien Donaldson, Isaac Summerfield und Ben Hartley im Down-Under-Team. Für Frankreich waren Guillaume Rioux und Sebastian Sejean in Ohio mit dabei. Zu feiern gab es aus Dresdner Sicht bedauerlicher Weise wenig. Australien wurde Fünfter. Frankreich belegte einen respektablen vierten Platz. Mexiko, Japan und der große Favorit, die USA, belegten die Plätze drei bis eins. Speziell das Finale Japan gegen USA hatte es natürlich in sich. Mit 59:12 deklassierte das Mutterland des American Football seine asiatischen Gäste.

Zurück in Deutschland wartet auf die WM-Teilnehmer nicht nur Jetlag, sondern auch der GFL-Spielbetrieb. Keine leichte Umstellung. Bereits gegen die Berlin Rebels muss dennoch alles passen, soll die Playoff-Teilnahme auch in diesem Jahr gelingen. Als momentan fünftplatziertes Team stehen die Dresden Monarchs außerhalb der Playoff-Plätze. Während die direkten Konkurrenten bereits zwei Spiele mehr für sich verbuchen, "bummelt" Dresden unverschuldet hinterher. Ein direkter Vergleich fällt schwer. Bis auf die Platzierungen von Kiel und Braunschweig wirkt die restliche Tabelle aktuell verzerrt. Sowohl die Hamburg Huskies als auch die Berlin Rebels gilt es in den kommenden drei Wochen abzufangen.

Bereits an diesem Wochenende könnte der erste kleine Schritt die Tabelle etwas richten. Mit einem Sieg der Königlichen wären sie vorbei am Hauptstadtteam. "Am Sonnabend wollen wir in Berlin gewinnen. Natürlich ist es nach einem Monat Spielpause und dem durch die WM behinderten Trainingsbetrieb nicht leicht, wieder in den Rhythmus zu finden. Doch das darf keine Ausrede für uns sein. Wir wollen in die Playoffs. Also müssen wir drei Mannschaften hinter uns lassen. Bislang stehen wir auf einem unbefriedigenden fünften Tabellenplatz. Das ist zu wenig für unsere Ansprüche", zeigt sich John Leijten motiviert.

Speziell die Umbesetzung auf der Quarterbackposition soll neue wichtige Impulse setzen. Der US-Amerikaner Jake Medlock steht dementsprechend unter Druck. "Wir sind seit 16. Juli wieder im Trainingsbetrieb. Natürlich ist die Vorbereitungszeit denkbar knapp, doch wir sind mit den aktuell gezeigten Leistungen schon sehr zufrieden. Jake ist gut integriert und bringt die von ihm erwartete Qualität ins Spiel", sagt Leijten und berichtet weiter: "Ich bin demnach zuversichtlich, dass wir am Wochenende überzeugen können. Auch wenn uns mit Aaron Wahl und Stev Schumann zwei wichtige Stützen in der Offense Line fehlen.".

Eine gute Gelegenheit für Neu-Monarch Jake Medlock, seine Beweglichkeit und Übersicht zu nutzen. Der Druck auf Dresdens Spielführer wird sicher die Verteidigungsarbeit der Rebels bestimmen. "Umso wichtiger ist es, dass wir Jake von Anfang an bestmöglich unterstützen, ihm durch gute Laufarbeit, schnelle Reaktionen und gutes Ballhandling die Arbeit erleichtern. Fehler dürfen wir uns nicht erlauben. Mit einem Sieg ziehen wir an den Berlin Rebels in der Tabelle vorbei. Eine Niederlage wäre hingegen ein enormer Rückschlag", mahnt Leijten. Denn schon am 1. August wartet der nächste große deutsche Footballname, die Berlin Adler. In Dresden muss auch dann ein Sieg her.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 24.07.2015

Jörg Dressler

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