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Dresden Monarchs in Kiel mit dem besseren Endspurt

Dresden Monarchs in Kiel mit dem besseren Endspurt

Die Dresden Monarchs haben einen großen Schritt in Richtung Playoff-Heimspiel gemacht. Das erste Duell beim direkten Konkurrenten Kiel gewannen die Sachsen mit 21:14 (0:0/0:0/7:7/14:7).

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Spielmacher Jeff Welsh (am Ball) führte die Dresdner in Kiel zum Sieg.

Quelle: Michael Zelter

Ein Match auf Augenhöhe - das hatte man erwartet. Und das war es an diesem Sonnabend in Kiel auch. Die gastgebenden Hurricanes und die Dresden Monarchs liegen in der GFL Nord gleichauf mit Blick auf Platz zwei. Der berechtigt zum Heimspiel in den Playoffs. Etwas, was es für Dresden in zehn Jahren Bundesliga noch nicht gab. Aber jetzt scheint es erstmals möglich.

Kiel begann stark, der erste Drive war wie aus dem Lehrbuch! Konzentriert, ohne übertriebene Eile, mit vielen Varianten im Spiel - so marschierte die Offense um Quarterback Matt Johnson übers Feld. Dabei nahmen sich die Canes fast das komplette erste Viertel dafür Zeit. Neun Minuten brauchte es, ehe sie endlich vor der Monarchs-Endzone standen. Wie zermürbend muss sich so etwas als Verteidiger anfühlen. Doch die Monarchs-Defense reagierte abgezockt und verhinderte den letzten Schritt. Bei einem vierten Versuch zwei Yards vor der Endzone war für Kiel Schluss.

Was folgte, war ein stetiges Hin und Her. Beide Teams ließen ihre Offense jeweils ordentlich Yards machen. Punkte sprangen aber auf keiner Seite heraus. Bemerkenswert war dabei vor allem, wie gut die Canes-Defense Dresdens Runningback Trevar Deed im Griff hatte. Bemerkenswert, aber nicht überraschend, kennt man den Mann und seinen Stil doch bestens aus gemeinsamen Schlachten in der vergangenen Saison, in der Deed noch den Ball im Dress der Cane übers Feld trug.

Die Antwort der Monarchs in Halbzeit zwei lautete: mehr Pässe. Jeff Welsh, bekanntermaßen ebenfalls ein Ex-Kieler, schockte gleich zu Beginn des dritten Viertels seine ehemaligen Teamkollegen mit einem Pass auf den in der Mitte des Kieler Backfields völlig frei stehenden Jan Hilgenfeldt, der dann unbedrängt in die Endzone lief und auch den Zusatzpunkt einheimste.

Die Kieler schüttelten sich kurz und reagierten mit beeindruckender Gelassenheit. Wie schon im ersten Viertel legten sie einen langen, aber effektiven Drive hin, den sie diesmal auch mit Punkten krönen konnten. Der agile Quarterback Johnson schickte Julian Dohrendorf auf den Weg in die Endzone und bediente ihn mit einem wunderschönen Pass über 26 Yards (PAT Timo Zorn 7:7). Dieser Schlagabtausch setzte sich im letzten Viertel fort. Kiel erhöhte zunächst mit einem Touchdown-Pass auf Locklan Gilbert (PAT Zorn 14:7), Dresden glich wiederum aus - wieder über einen Pass, der diesmal von Neuzugang Anthony Couvin in der Endzone gefangen wurde (PAT Hilgenfeldt 14:14).

Drei Minuten vor dem Ende kippte das Spiel dann in Richtung der Monarchs. Und diesmal zeigte Trevar Deed sein zweites Gesicht - zunächst durch einen Spielzug, bei dem man den starken Runningback sonst eher nicht auf dem Zettel hat. Deed lief beim vorletzten Angriff der Canes als Passverteidiger auf und fing prompt einen Ball von Johnson ab. Deed blieb gleich auf dem Platz, lief im Anschluss einen großen Weg in Richtung Kieler Endzone und leitete damit die Entscheidung ein. Im nächsten Spielzug feuerte QB Welsh erneut einen blitzsauberen Pass auf Hilgenfeldt, der sich vom letzten Kieler Verteidiger losriss und zum Touchdown lief (PAT Hilgenfeldt 21:14).

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.08.2013

Jörg Dreßler

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