Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -2 ° wolkig

Navigation:
Google+
Dresden Monarchs feiern: Team hat erstmals Heimrecht in den Play-Offs

Dresden Monarchs feiern: Team hat erstmals Heimrecht in den Play-Offs

Die Monarchs haben den Matchball verwandelt. Nach einem 28:20 (7:6)-Sieg vor 2500 Fans gegen Kiel sind Dresdens Footballer in der GFL Nord nicht mehr von Platz zwei zu verdrängen.

Voriger Artikel
Unentschieden: Dynamo Dresden kann auch gegen Ingolstadt nicht gewinnen
Nächster Artikel
Auftaktpleite: HC Elbflorenz kommt zu spät in Gang

Monarch Anthony Couvin fliegt übers Feld, in dieser Szene entgleitet das Ei seinen Händen.

Quelle: Dehli-News / Frank Dehlis

Das bringt den Monarchs Heimrecht in der ersten Playoff-Runde - eine ganz neue Erfahrung.

Dresden. Am Ende lagen sich alle in den Armen: Die Spieler der Dresden Monarchs, weil der Sieg 20 Sekunden vor Schluss endlich sicher war. Die enttäuschten Akteure aus Kiel ebenfalls. Weil sie nach einer unglaublichen Aufholjagd im Schlussviertel doch mit leeren Händen dastanden. Ein paar Minuten vorher hatten sie der Euphorie in Dresden noch einen deutlichen Dämpfer verpasst, nachdem sie einen 15-Punkte-Rückstand fast aufgeholt hatten. Aber eben nur fast. Kiel begann besser. Quarterback Matt Johnson zeigte seine Qualitäten als Läufer, kam mit einem 66-Yards-Slalom bis in die Dresdner Endzone. Der Kick zum Extrapunkt ging daneben, doch Kiel führte 6:0. Die Gastgeber brauchten länger, um in das Match zu finden. Die ersten Punkte erlief Trevar Deed, der bei einem vierten Versuch wenige Inches vor dem Ziel nicht lange fackelte (PAT Hilgenfeldt zum 7:6).

Aufregend wurde es in der zweiten Hälfte. Zunächst musste Kiel einen schweren Verlust hinnehmen. Matt Johnson musste verletzt vom Platz, wenig später verloren die Hurricans auch noch Defenseliner Jeff Harder. Die Monarchs hatten nun erst mal freie Bahn. Deed ging zum zweiten Touchdown, Jan Hilgenfeldt setzte mit zwei spektakulären Spielzügen noch einen drauf. Zunächst narrte er als Punter die Kieler Abwehr, lief in einem vierten Versuch zum neuen Firstdown lief. Wenig später stand er als Receiver frei in der Endzone. Jeff Welsh konnte ihn nicht übersehen und zrkelte einen Zauberpass in die fangbereiten Hände (PAT Hilgenfeld zum 21:6). 15 Punkte Vorsprung zu Beginn des Schlussviertels - was sollte da noch anbrennen? Wenig später brannte es lichterloh.

Kiel zeigte einen beeindruckenden Willen, die Königlichen waren plötzlich verunsichert. Der zweite Quarterback der Gäste Kameron Smith zeigte eine starke Leistung, brachte sein Team Yard um Yard nach vorn. Julian Ampaw brachte die Cans mit einem kurzen Lauf näher. Nach zwei weiteren Kieler Erfolgserlebnissen (den letzten Touchdown erlief Kameron Smith selbst) stand es zweieinhalb Minuten vor Schluss nur noch 21:20 für die Monarchs. Es folgten dramatische Schlussminuten. Kiel versuchte einen Onsidekick. Der misslang, landete bei Trevar Deed, der sofort zum Touchdown lief. Doch zwei Schritte vor der Goalline lief er nicht mehr mit voller Geschwindigkeit - in den Augen der Schiedsrichter unsportlich. Der Touchdown zählte nicht. Doch Deed ließ sich nicht beeindrucken, lief kurz später erneut in die Kieler Endzone, die Flaggen blieben stecken, Jan Hilgenfeldts Extrapunkt brachte den 28:20-Endstand.

Der verdiente Lohn nach diesem zweiten Erfolg gegen Kiel ist das Playoff-Heimrecht. Etwas, dass die Königlichen seit dem Aufstieg in die GFL vor mehr als zehn Jahren zuvor noch nie geschafft hatten. Und vielleicht geht ja sogar noch mehr. Da die Berlin Adler überraschend Tabellenführer Braunschweig besiegten, können die Monarchs am kommenden Sonnabend mit einem Heimsieg über die Lions sogar noch Platz ein erobern.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.09.2013

Jörg Dreßler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr