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Dresden Monarchs behalten im Spitzenspiel gegen die Berlin Rebels die Oberhand

Playoff-Heimrecht im Blickfeld Dresden Monarchs behalten im Spitzenspiel gegen die Berlin Rebels die Oberhand

Nichts für schwache Nerven war das Spitzenspiel der GFL Nord zwischen den American-Football-Teams der Dresden Monarchs und der Berlin Rebels. Knapp setzten sich die Gastgeber am Sonnabend von fast 2500 Zuschauern im Heinz-Steyer-Stadion mit 40:36 gegen den Tabellenführer aus der Bundeshauptstadt durch.

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Mike Schallo (l.) pflückt 13 Sekunden vor Spielende den Ball in der Endzone herunter zum Touchdown. Berlins Sebastian Ruf kommt knapp zu spät.

Quelle: Steffen Manig

Dresden. Nichts für schwache Nerven war das Spitzenspiel der GFL Nord zwischen den American-Football-Teams der Dresden Monarchs und der Berlin Rebels. Knapp setzten sich die Gastgeber am Sonnabend von fast 2500 Zuschauern im Heinz-Steyer-Stadion mit 40:36 gegen den Tabellenführer aus der Bundeshauptstadt durch. Damit erkämpften sie wichtige Punkte im Kampf ums Heimrecht bei den Playoffs, die in einem Monat beginnen. „Die Rebels wussten genau, worum es bei diesem Spiel ging. Sie haben mit aller Härte gekämpft. Wir haben das aber auch gemacht. Zum Glück lagen wir am Ende vorn“, freute sich Monarchs-Headcoach John Leijten nach einer Partie, die ruhig begann und dramatisch endete.

Sie begann zäh, das erste Viertel endete punktlos. Dann nahm Dresdens Offensive Fahrt auf. Quarterback Brandon Connette bediente mustergültig Hendrik Hinrichs und Micky Kyei, die die Angriffe mit Touchdowns vollendeten. Zur Halbzeit stand es 14:0. Im dritten Quarter bot sich dann ein anderes Bild: Die zuvor sichere Defensive der Monarchs geriet zunehmend unter Druck. Zwar fand Connette erneut Kyei, doch dann kamen die Berliner ihrerseits zu einem ersten Touchdown. Offenbar hatten sie dadurch Blut geleckt. Das Spiel wurde ruppiger, die Aktionen unsauberer und teils auch unfairer. Bei fast jedem Versuch warf das Schiedsrichtergespann Flags aufs Feld. Dennoch hielten die Monarchs ihrer Gegner zunächst noch auf Distanz: Mit 27:14 ging es ins Schlussviertel.

Dann das Unfassbare: Trotz zwischenzeitlicher 33:14-Führung nach Sebastien Sagnes Touchdown gerieten die „Königlichen“ ins Hintertreffen. Die Rebels erzielten drei Touchdowns in Serie. Bei der erstmaligen Führung der Berliner mit 33:36 zeigte die Uhr nur noch 52 Sekunden an. Nun mussten die Monarchs handeln – und das taten sie: Nur 13 Sekunden vor Schluss pflückte Mike Schallo in der Endzone einen Ball von Connette herunter. Touchdown und grenzenloser Jubel nach der Szene des Tages. John Leijten zeigte sich erleichtert: „Der Ball war in der Luft und ich sah zum Receiver und dachte: Oh Gott, was hast du da gerade für eine Last auf deinen Schultern ... Aber wir ziehen eine wichtige Lehre daraus: Völlig egal, wie viel Zeit noch auf der Uhr ist: Wir können gewinnen!“

Stefan Schramm

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