Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Google+
Dreispringerin Jenny Elbe will WM-Norm in Gwangju schaffen

Dreispringerin Jenny Elbe will WM-Norm in Gwangju schaffen

Nur eine Handbreite fehlte Dreispringerin Jenny Elbe zur Qualifikation für die Weltmeisterschaften Ende August in Peking. Bei den sächsischen Hochschulmeisterschaften in der Landeshauptstadt kam die 25-Jährige mit 14,10 Meter zu einem ungefährdeten Sieg, doch zehn Zentimeter fehlten am Ende für die vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) geforderte WM-Norm von 14,25 Meter.

Deutsche Presse-Agentur dpa

 

Doch die Form stimmt derzeit, bei drei von sechs Versuchen kam sie bei Sonnenschein und wechselndem Wind im Stadion an der Bodenbacher Straße über die 14 Meter. Die nächste Chance zum Lösen des WM-Tickets hat die Studentin der Lebensmittelchemie bei der FISU-Universiade im südkoreanischen Gwangju. Dort gehört sie zu den 17 Athletinnen und Athleten, die den Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (adh) vertreten. Bei den „Weltsportspielen der Studenten“ vom 3. bis 14. Juli soll die Sächsin die WM-Norm knacken. 

Die Weite hatte sie bereits am 6. Juni beim internationalen Meeting in Marseille mit 14,38 Meter übersprungen - allerdings unter irregulären Bedingungen: 0,2 m/s zu viel Rückenwind (2,0 sind erlaubt) sorgten dafür, dass die persönliche Bestweite nicht offiziell als WM-Qualifikation anerkannt werden konnte. Es stehen damit weiter die beim internationalen Meeting in Lahti (14. Juni) erreichten 14,16 Meter als Bestwert zu Buche. Damit liegt sie momentan in der deutschen Rangliste auf Platz zwei hinter der Chemnitzerin Kristin Gierisch (14,17 Meter). Gelingt der Sprung ins Glück in Südkorea nicht, hat Elbe bei den deutschen Meisterschaften vom 24. bis 26. Juli in Nürnberg ihre letzte Chance. Im vergangenen Jahr gewann sie bei den Titelkämpfen in Ulm hinter Gierisch Silber. „Das ist natürlich immer ein spannendes Duell. Neben Kristin und mir gibt es auch weitere starke Konkurrentinnen, die mitmischen. Mein Ziel ist wie in jedem Jahr der deutsche Meistertitel.“ 

Zusammen mit Trainer und Vater Jörg Elbe wird sie in den kommenden Wochen noch einmal die Trainingsintensität in Hinblick auf die nächsten Höhepunkte steigern. Der frühere Weltklasse-Dreispringer aus den 80er Jahren ist optimistisch: „Jenny hat bei den Wettkämpfen zuletzt konstante Leistungen über 14 Meter gezeigt. Jetzt fehlt nur noch der eine Ausreißer nach oben.“ Die zusätzlichen Einheiten und Wettkämpfe erfordern aber auch einen ständigen Spagat mit ihrem Studium. Seit Oktober 2009 studiert sie an der Technischen Universität in Dresden Lebensmittelchemie. Momentan kann sie sich voll auf den Sport konzentrieren. „Ich kann meine Prüfungen soweit verschieben, dass es da keine Probleme gibt. Da arbeiten meine Professoren gut mit“, meinte sie.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr