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Dreispringerin Jenny Elbe mit Bestleistung zum Titel

Dresdner SC Dreispringerin Jenny Elbe mit Bestleistung zum Titel

DSC-Dreispringerin Jenny Elbe hat bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig ihre gute Form erneut unter Beweis gestellt. Die 25-Jährige erkämpfte sich mit 14,15 m und damit neuer persönlicher Bestleistung unter dem Hallendach den Titel.

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DSC-Läufer Jan Riedel bejubelt im Moment des Zieleinlaufs seinen Sieg über die 800-Meter-Distanz.

Quelle: Foto: dpa

Dresden. DSC-Dreispringerin Jenny Elbe hat bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig ihre gute Form erneut unter Beweis gestellt. Die 25-Jährige erkämpfte sich mit 14,15 m und damit neuer persönlicher Bestleistung unter dem Hallendach den Titel. Sie verwies damit Titelverteidigerin Kristin Gierisch aus Chemnitz, die es auf 13,97 m brachte, auf Platz zwei. „Ich wäre gern noch weiter gesprungen, denn ich fühlte mich sehr gut. Das ist aber nicht gelungen, weil die Sprünge technisch nicht so gut waren wie bei den letzten Wettkämpfen“, erklärte die Dresdnerin, die aber hinzufügte: „Ich bin trotzdem zufrieden mit der Bestleistung. Dazu kommt der Meistertitel, das ist umso schöner. Ich bin insgesamt froh, wie die Hallen-Saison gelaufen ist. Das stimmt mich positiv in Richtung Sommer, denn darauf lässt sich aufbauen. Da gilt es, ebenfalls die 14,15 m und damit die Olympia-Norm zu springen.“ Ihre Vereinsgefährten Andrea Reck (60 m) und Karl Bebendorf (1500 m) schieden jeweils in den Vorläufen aus.

DSC-Läufer Jan Riedel entschied den 800-Meter-Lauf für sich. In 1:49,86 Minuten setzte er sich vor Sören Ludolph (Braunschweig) und Christoph Kessler aus Karlsruhe durch. Eine Woche zuvor hatte Riedel beim 18. Internationalen Erdgas-Hallenmeeting des LAC Chemnitz mit deutscher Jahresbestleistung und persönlicher Hallenbestzeit von 1:49,04 Minuten die 800 Meter gewonnen.

Die Sprint-Stars überstrahlten alles bei den Wettkämpfen in der Arena Leipzig. Julian Reus und Tatjana Pinto sorgten mit ihren Glanzzeiten bei den Hallenmeisterschaften für gefeierte Höhepunkte. Unter anderen Hürdensprinterin Cindy Roleder und Weitsprung-Hoffnung Alexandra Wester konnten sich ebenfalls empfehlen. Dennoch wird der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) nur ein Mini- Team zur Hallen-WM vom 17. bis 20. März nach Portland/USA schicken. Von „zehn plus“ Teilnehmern sprach Cheftrainer Idriss Gonschinska. Bei den meisten Athleten haben die Europameisterschaften in Amsterdam und die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro Vorrang.

Die 3500 Zuschauer in der an beiden Tagen ausverkauften Halle feierten vor allen Reus und Pinto. Der 27-Jährige aus Wattenscheid knackte am Sonnabend den deutschen Uralt-Sprintrekord über 60 Meter. In 6,52 Sekunden blieb er damit genau eine Hundertstel unter der 28 Jahre und zwei Wochen alten Bestmarke von Sven Matthes (SC Dynamo Berlin). „Der Lauf hat sich geil angefühlt. Ich bin super happy, dass ich den Rekord jetzt alleine habe“, sagte Reus, der auf die WM verzichtet. Über 200 Meter legte der Rekordsprinter gestern nach: Schon im Vorlauf rannte Reus in 20,84 Sekunden persönliche Bestleistung und steigerte sich im Finale auf 20,55. „Das macht eine perfekte Hallensaison noch perfekter“, sagte der Doppelmeister.

60-Meter-Siegerin Tatjana Pinto war die eigentliche Sensation am ersten Tag: 7,07 Sekunden – eine Weltklassezeit wie aus dem Nichts. Nur vier DDR-Sprinterinnen hatten das überhaupt geschafft, zuletzt war Doppelweltmeisterin Katrin Krabbe vor 25 Jahren schneller (7,06). „Ich kann das noch gar nicht glauben“, sagte die 23-Jährige vom LC Paderborn. „Ich bin überwältigt und muss das erst mal sacken lassen.“ Anders als Kollege Reus liebäugelt die deutsche 100-Meter-Meisterin von 2014 und Staffel-Europameisterin von 2012 nun mit einem WM-Start in Portland. Das sei für sie „eine gute Generalprobe für den Sommer, deshalb würde ich dort auf jeden Fall gerne laufen“, sagte Pinto. Der DLV gibt sein WM-Team am Dienstag bekannt.

Stabhochspringer Carlo Paech holte sich in Abwesenheit des verletzten Ex-Weltmeisters Raphael Holzdeppe seinen ersten Titel. Holzdeppe hatte sich kurz vor dem Wettkampf eine Verletzung am linken Sprunggelenk zugezogen.

Von Astrid Hofmann

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