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„Die große gelbe Sau“ – Halbmarathon-Läuferin kämpft gegen die Sonne

„Die große gelbe Sau“ – Halbmarathon-Läuferin kämpft gegen die Sonne

„Die große gelbe Sau!“ schnaubt Ulrike Hoinkis, als sie nach knapp zwei Stunden durchs Ziel läuft und anschließend becherweise Wasser und „Krümeltee“ in sich hineinschüttet.

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"Die große gelbe Sau" besiegt: Halbmarathon-Läuferin Ulrike Hoinkis glücklich im Ziel.

Quelle: Tanja Tröger

Die Sonne und Temperaturen um die 20 Grad Celsius haben der 34-Jährigen auf der Halbmarathonstrecke ordentlich zu schaffen gemacht. „Highlight des ganzen Laufes war der Rasensprenkler bei Kilometer 13 oder so.“ Die Einschätzung des Pirnaer Bürgermeisters, der am Start verkündet habe, es sei ideales Laufwetter, teilt sie absolut nicht. „Leichten Nieselregen und 15 Grad find ich am besten – außer im Ziel, da ist es doof.“

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Mutters Bandage hat schlimmere Knieprobleme verhindert.

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So blieb die Übersetzerin mit 1:59:28 Stunde deutlich unter ihrer angepeilten Zeit von 1:50 Stunde. Aber nicht nur wegen der Wärme: „Ich hätte noch weiterlaufen können, aber das Knie …“ Seit einem etwas missglückten Trainingslauf zu Ostern schmerzt Hoinkis’ rechtes Knie. Also holte sie kurzerhand die von ihrer Mama „geerbte“ Bandage aus dem Schrank und überstand die erste Hälfte ohne Schmerzen. „Ab Kilometer zehn hat das Knie angefangen wehzutun, da musste ich langsamer laufen.“

Wegen der Schmerzen habe sie auch nicht, wie sie es sonst gerne tue, den Blick ausgiebig nach rechts und links schweifen lassen. Lauffreundin Anne verdreht lachend die Augen, wenn sie nur daran denkt, wie Uli bei ihrem ersten Oberelbe-Marathon im vergangenen Jahr immer wieder fragte: „Was ist das dort drüben für ein Gebäude? Und das dort? Und das da?“ Anne, hochkonzentriert auf den Wettkampf, habe nur bei der ersten Frage ein genervtes „weeß ni“ entgegnet und dann hartnäckig geschwiegen, erzählt Ulrike schmunzelnd. Ihr werde eben beim Laufen schnell langweilig. Deswegen steht die Marathonstrecke auch nicht zur Debatte: „Vier Stunden Laufen sind echt öde, denke ich.“

Seit zweieinhalb Jahren joggt Ulrike Hoinkis. „Eigentlich mache ich den ganzen Sport nur wegen des Kletterns.“ Um sich noch besser an den Felswänden hochhangeln zu können, wollte sie ein paar Kilo abnehmen – dafür sei Laufen ideal, weil der Puls nicht so hochschnellt wie beim Spinning, das Hoinkis obendrein betreibt. „Laufen ist insofern dankbar, weil du deine Zeiten vergleichen kannst und am Anfang schnell Fortschritte siehst.“ Und, zugegeben: „Sport macht schon ein bisschen süchtig. Ich werde hibbelig, wenn ich ein paar Tage nicht trainiert habe.“ Nach dem Halbmarathon in Dresden gönnt sich die Übersetzerin jedoch knapp sieben Tage Ruhe: „Nach dem letzten Halbmarathon habe ich gelernt, dass man in der Woche danach nicht gleich drei Stunden zum Spinning gehen sollte“, lacht sie.

ttr

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