Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Google+
Die Tabelle schlägt Alarm: Dynamo Dresden hat die schlechteste Offensive der Liga

Die Tabelle schlägt Alarm: Dynamo Dresden hat die schlechteste Offensive der Liga

"Von der Leistung her war des scho okay", befand Peter Pacult nach der 0:1-Niederlage in Aue in seinem üblichen Wiener Dialekt. Dennoch rollte der Dynamo-Bus mit deprimierten Spielern und der Gewissheit von null Toren und null Punkten nach Hause.

Voriger Artikel
Dynamo Dresden steht nach Niederlage in Aue unter Druck
Nächster Artikel
Volleyballer haben Sieger-Gen rechtzeitig entdeckt: VC-Dresden-Trainer Sven Dörendahl im DNN-Interview

Der Einsatz stimmte, die Ausbeute nicht: Cristian Fiel (li.) und Aues Fabian Müller.

Quelle: Frank Kruczynski

Mit "scho ok" kann man sich im Abstiegskampf zwar von Woche zu Woche moralisch über Wasser halten, aber die Tabelle ändert sich dadurch nicht. Natürlich muss der Österreicher an sein Team glauben, ihm auch nach guten Leistungen ohne Punkte ein ordentliches Arbeitszeugnis ausstellen, um im Kampf gegen den Abstieg keine Panik zu verbreiten. Dass aber schlecht und manchmal auch "dreckig" spielen und dabei gewinnen in jedem Fall besser ist, wird beim Blick auf das Klassement deutlich. Nach dem 25.Spieltag bleibt festzuhalten, dass Dynamo mit 24 geschossenen Toren die schwächste Offensive der gesamten Liga hat. Auswärts wie daheim traf die Pacult-Elf jeweils zwölf Mal. Sogar Sandhausen (30 Tore) und Regensburg (29), die auf den direkten Abstiegsplätzen stehen, jubelten öfter über eigene Treffer als die Dresdner auf Relegationsplatz 16. "Wenn du keine Tore schießt, wirst du kein Spiel mehr gewinnen", schlägt Mittelfeldspieler Cristian Fiel, der heute seinen 33. Geburtstag feiert, Alarm.

In Aue erarbeiteten er und Idir Ouali zwar einige aussichtsreiche Möglichkeiten, doch verwertet wurden diese nicht. "Ich kann den Spielern das nicht vorwerfen, weil es immer ein Quäntchen Glück braucht. Vielleicht fehlt dem einen oder anderen das Erfolgserlebnis, das ihn dann aufbaut", erklärt Pacult die mangelhafte Chancenverwertung. Dennoch sei ihm nicht Angst und Bange, denn 2006 "haben wir da ganz andere Leistungen gebracht." Allerdings hatte Dynamo damals nach dem 25. Spieltag zwei Tore mehr geschossen (26) als jetzt, eins weniger bekommen (34) und stand mit drei Punkten mehr (27) auf einem Nichtabstiegsplatz (14).

Für Dynamo bleibt nun vor dem Spiel am Montag gegen den 1. FC Köln die Hoffnung, dass ihnen Gegner, die anders als Aue mehr über spielerische Elemente als über den Kampf kommen, einfach besser liegen. "Dass wir nicht jedes Spiel gewinnen ist klar, dafür stehen wir auf dem 16. Platz", macht Pacult klar. Auch Sebastian Schuppan glaubt, dass "es noch genug Spiele sind, um das wieder umzubiegen." Genau neun Partien haben die Dresdner noch Zeit, unter Beweis zu stellen, dass sie nicht nur schön, sondern auch effektiv und erfolgreich spielen können. Traut man der Vermutung des Sportlichen Leiters Steffen Menze, dass in dieser Saison 36 Punkte für den Klassenerhalt reichen, muss das Pacult-Team von 27 möglichen noch zwölf Punkte einfahren. Mit 16 und damit insgesamt 40 Zählern dürfte man auf der sicheren Seite sein. Dafür muss es demnächst aber auch bei der Chancenverwertung heißen: "Scho ok."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.03.2013

Tina Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Regionalsport
  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr