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Die Stehaufmännchen: Dynamo Dresden steckt in Paderborn Rückschläge und Ausfälle weg

Die Stehaufmännchen: Dynamo Dresden steckt in Paderborn Rückschläge und Ausfälle weg

Zweimal einen Rückstand aufgeholt und am Ende gepunktet - das war Dynamo Dresden in dieser Saison noch nicht gelungen.

Paderborn/Dresden.

Von Jochen Leimert

Paderborn/Dresden. Zweimal einen Rückstand aufgeholt und am Ende gepunktet - das war Dynamo Dresden in dieser Saison noch nicht gelungen. Bis zum Freitag. Spätestens da hat die Mannschaft mit dem 2:2 in Paderborn den Beweis erbracht, dass die Moral in der Truppe intakt ist. Selbst das Eigentor von Sebastian Schuppan warf die Schwarz-Gelben nur kurz aus der Spur. Dieser Auftritt war zweifellos ein Mutmacher für die im Kampf um den Klassenerhalt so wichtigen Partien morgen gegen Aalen und am Freitag in Regensburg.

Dass Schuppans Patzer nicht in Selbstzerfleischung ausgeartet war, gefiel Trainer Ralf Loose besonders: "Es war ein sehr positives Zeichen, wie alle ihn aufgemuntert haben." Er betonte: "Das Emotionale, das Zusammenstehen in schwierigen Momenten, das sorgt dafür, dass du neue Kräfte sammelst." Pechvogel Schuppan war erleichtert, dass ihm keiner seinen Fauxpas übelnahm. "Ich habe ,Schuppi' gesagt: In seinem Leben wird er so ein Eigentor nie mehr machen", erzählte Torwart Benjamin Kirsten lächelnd nach dem Spiel, in dem sich die Dresdner als echte Stehaufmännchen präsentierten. "Wir haben Moral bewiesen, sind super zurückgekommen und haben sehr, sehr konzentriert danach gespielt und nix mehr zugelassen - endlich mal!", freute sich Schuppan.

Logisch, dass auch er zu den ersten Gratulanten gehörte, die Lynel Kitambala für dessen wunderschönes Freistoßtor zum 2:2 beglückwünschten. Wie der Franzose mit kongolesischen Vorfahren nach seinem ersten Saisontreffer gefeiert wurde - auch das ist ein Beleg dafür, dass die Mannschaft zusammenhält. Nur Loose war der überschwängliche Jubel schon fast etwas zuviel des Guten, er forderte die Spieler auf, sich schnell wieder auf den Fortgang der Partie zu konzentrieren und scheuchte sie zurück auf den Platz. Kitambala wollte im Moment der Erlösung aber niemanden vergessen, herzte Kollegen und Betreuer und grüßte die 1500 mitgereisten Fans: "Ich möchte allen Spielern, den Fans und dem Coach für die Unterstützung danken." Dass er für eine starke Vorstellung belohnt wurde, das erschien ihm folgerichtig: "Wenn du alles für das Team tust, dann kommt das Tor."

Kitambala war aber nicht der einzige Wechselspieler, der sich in Abwesenheit von vier Stammspielern frisches Selbstvertrauen holen konnte. "Man hat gesehen, dass sich auch die, die nicht so oft spielen, reingehängt haben", verteilte Torwart Kirsten Lob. Und Filip Trojan, einer der Besten an diesem Tag, stieß mit gutem Grund ins gleiche Horn: "Wir haben 28 Spieler und diesmal haben die Leute, die in den letzten Wochen nicht gespielt haben, gezeigt, dass sie locker mitspielen können, dass sie nicht schlechter als die anderen sind." Besonders seinem Landsmann Pavel Fort machte er Mut: "Pavel hat ein super Spiel gemacht." Der zuvor erst einmal eingesetzte Mittelstürmer war indes ein wenig traurig: "Ich hatte zwei Chancen, aber habe kein Tor gemacht." Zudem musste er mit Problemen an der Oberschenkelmuskulatur vorzeitig vom Feld.

Morgen (17.30 Uhr) gegen Aalen steht für ihn wieder Mickael Poté bereit, der Torjäger hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen. Doch selbst mit seinem bestem Stürmer muss Dynamo wieder so geschlossen wie in Paderborn auftreten und alles geben. Trojan weiß warum: "Aalen ist leider richtig stark in der Hinrunde. Sie haben schon sehr, sehr viele Punkte. Die sind gut, da muss man natürlich noch mehr dagegenhalten."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.11.2012

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