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Die Serie reißt im letzten Spiel: DSC-Volleyballerinnen verlieren gegen Schwerin

Die Serie reißt im letzten Spiel: DSC-Volleyballerinnen verlieren gegen Schwerin

Am letzten Vorrunden-Spieltag passierte es nun doch: Die Siegesserie der DSC-Volleyballerinnen ist gerissen. Das Team von Trainer Alexander Waibl, das in 21 Bundesliga-Partien ungeschlagen blieb, unterlag vor fast 3200 Zuschauern und damit ausverkauftem Haus dem Schweriner SC knapp mit 2:3 (18:25, 19:25, 25:17, 26:24, 13:15).

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Louisa Lippmann findet zwischen Yvon Belien (links) und Saskia Hippe (rechts) eine Lücke in der Schweriner Abwehr.

Quelle: M. Rietschel

Bedeutung hatte das Ergebnis allerdings weder für die Dresdnerinnen noch für die Gäste aus Schwerin. Platz eins war dem DSC schon vorher sicher, der SSC konnte sich von Platz drei nicht mehr verbessern, da sich Stuttgart in Aachen keine Blöße gab und mit 3:1 gewann.

Nach der strapaziösen Rückreise aus Istanbul hatte Alexander Waibl gehofft, dass seine Schützlinge trotzdem körperlich topfit in diese Partie gehen. Doch in den ersten beiden Sätzen steckte den Gastgeberinnen die Müdigkeit noch in den Knochen. Sie fanden keinen Rhythmus, wirkten unkonzentriert und leisteten sich viele Fehler. Später meinte ein sichtlich enttäuschter DSC-Coach: "Da haben wir ohne Abwehr, ohne Block agiert. Es sah aus, als hätten wir das Volleyballspielen verlernt."

Doch die Dresdnerinnen zogen sich selbst wieder aus diesem Loch. Im zweiten Satz, als die Gastgeberinnen mit 4:12 zurücklagen, übernahmen Laura Dijkema und Katharina Schwabe, die sich erstmals nach langer Zeit wieder mit dem Team eingespielt hatte, die Ansprache im Kreis. "Wir haben gesagt, dass wir jetzt als Mannschaft zusammenhalten und kämpfen müssen", erzählte Dijkema nach der Partie. Das klappte zwar noch nicht auf Anhieb, aber ab Satz Nummer drei. Nun steigerten sich die DSC-Damen in allen Elementen, Louisa Lippmann, Michelle Bartsch und auch Cursty Jackson fanden immer öfter die Lücken im gegnerischen Block. Auch in der packenden Schlussphase des vierten Abschnittes behielt der Meister die Nerven und Lippmann verwandelte den vierten Satzball. Im Tiebreak schienen die Gastgeberinnen beim 7:4 schon auf Siegkurs, doch Schwerin kämpfte sich wieder heran und hatte beim letzten Seitenwechsel sogar mit 8:7 knapp die Nase vorn. Bis zum 13:13 blieb es ausgeglichen, aber nach 118 Minuten verwandelten die Gäste dank eines Angriffsfehlers von Shanice Marcelle den ersten Matchball.

"Wir haben das gezeigt, was heute möglich war", sagte ein leicht konsternierter DSC-Coach. Libero Lisa Stock gestand: "Das Istanbul-Spiel und die anschließende lange Rückreise hat bei uns ganz schön reingehauen. Es war diesmal körperlich und mental extrem schwer." Dennoch sei die Niederlage unerwartet gekommen. "Klar wollten wir die Serie nicht reißen lassen. Das hat schließlich vorher noch keiner geschafft, alle Spiele zu gewinnen. Wenn wir in den ersten beiden Sätzen besser gespielt hätten, wäre das auch drin gewesen. Aber in den Play-offs werden die Karten ohnehin neu gemischt. Da müssen wir wieder zeigen, wo es langgeht", so die 20-Jährige, die sich jetzt auf die freie Woche freut: "Das ist nach Weihnachten erst unsere zweite Pause in dieser Saison. Da werden wir uns jetzt erholen, um dann mit frischen Kräften anzugreifen."

Louisa Lippmann, die mit 22 Punkten beste Scorerin war und auch zur Wertvollsten Spielerin gekürt wurde, gewann der Niederlage positive Seiten ab: "Das kam vielleicht zur richtigen Zeit, auf jeden Fall aber besser als dann in den Playoffs. Wir haben gesehen, dass wir an vielen Dingen weiter hart arbeiten müssen." Sie will wie die meisten ihrer Teamgefährtinnen in dieser Woche daheim bei der Familie den Akku wieder aufladen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.02.2015

Astrid Hofmann

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