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Die Favoritinnen schlagen zurück: DSC-Volleyballerinnen unterliegen Jekaterinburg

Die Favoritinnen schlagen zurück: DSC-Volleyballerinnen unterliegen Jekaterinburg

Als Katharina Schwabe den Ball nach 102 Minuten ins Aus beförderte, war der Traum zerplatzt. Die DSC-Volleyballerinnen mussten sich im Halbfinal-Rückspiel des CEV-Cups dem russischen Star-Ensemble von Uralotschka-NTMK Jekaterinburg mit 1:3 (19:25, 25:19, 18:25, 23:25) geschlagen geben und verpassten damit den erstmaligen Einzug ins Finale des zweithöchsten europäischen Wettbewerbs.

Dresden.

Obwohl die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl nach dem 3:2-Hinspielerfolg schon an der Sensation geschnuppert hatten, konnten sie am Sonnabend das Spielfeld mit erhobe- nem Haupt verlassen. Auch die 2800 Zuschauer waren vom Auftritt ihrer Lieblinge trotz der Niederlage begeistert. Lob zollte ihrem DSC auch Ex- Nationalspielerin Kerstin Tzscherlich: "Es war ein starkes Spiel auf hohem Niveau. Vielleicht hätten die Mädels nur etwas früher ihre Schnellangriffe einsetzen müssen, denn nur mit schnellem Spiel sind die großen Russinnen zu bezwingen."

Wie zu erwarten, zeigte das von Trainer-Legende Nikolai Karpol wieder lautstark angetriebene Team aus Jekaterinburg gegenüber dem Hinspiel eine deutliche Steigerung. Die Russinnen agierten sehr konzentriert, schlugen druckvoll auf und hatten sich auch taktisch besser auf den deutschen Vizemeister eingestellt. Während die Waibl-Schützlinge im ersten Satz noch etwas verhalten begannen, gaben die Gäste Vollgas und konnten sich einen 11:6-Vorsprung verschaffen. Der DSC kämpfte sich zwar wieder heran, aber Uralotschka konterte und zog mit 18:14 erneut davon. Die russische Nationalspielerin Viktoria Chaplina versenkte den zweiten Satzball mit Wucht im Dresdner Feld.

Im zweiten Durchgang fanden die Elbestädterinnen deutlich besser ins Spiel, vor allem Lisa Izquierdo, die am Ende mit 17 Zählern erfolgreichste Punktesammlerin war, überwand mehrfach die "russische Wand". Die beiden Mittelblockerinnen Stefanie Karg und Jaroslava Pencova (je 12 Zähler) punkteten erfolgreich. So setzte sich der DSC auf 19:15 ab, und Mareen Apitz sicherte mit einer Blockabwehr den Satzausgleich. Leider konnten die DSC-Schmetterlinge an dieses Niveau zu Beginn des dritten Abschnittes nicht nahtlos anknüpfen. Die Russinnen nutzten jeden Fehler gnadenlos und zogen unaufhaltsam davon.

Im vierten Durchgang lieferten sich beide Teams einen spannenden Schlagabtausch. Als der DSC mit 16:13 und 19:15 führte, sah alles nach einem erneuten Satzausgleich aus. Doch mit einigen leichten Fehlern in der Schlussphase, die die Gäste sofort bestraften, brachten sich die Dresdnerinnen um den Lohn ihrer Mühen.

"Die Enttäuschung ist erst einmal groß, dass wir diesen vierten Satz noch aus der Hand gegeben haben", gab Zuspielerin Mareen Apitz zu, fügte aber an: "Jekaterinburg hat am Ende seine ganze Erfahrung in die Waagschale geworfen." Auch Trainer Waibl war anfangs hin- und hergerissen: "Sicher waren wir nah dran, haben uns mit zu vielen Kleinigkeiten und vor allem Fehlern im Angriff das Leben selbst schwer gemacht. Doch es überwiegt absolut der Stolz auf meine Mannschaft. Wir können mit einem guten Gefühl aus diesen Spielen gehen. Es waren insgesamt viele Matches auf hohem Niveau, aus denen wir zum Beispiel viel für unser Angriffsspiel oder die Block-Feldabwehr mitnehmen können. Darauf können wir in der Bundesliga aufbauen", ist der Coach überzeugt. Vor allem aber freute sich Waibl über die tolle Stimmung in der Halle. Die Zuschauer hatten das gesamte Spiel über die Mannschaft lautstark angefeuert. "Wenn diese Atmosphäre auch bei den weiteren Spielen der Saison so bleibt, dann können wir in den Playoffs noch Großes erreichen", versprach er den Fans.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.03.2014

A. Hofmann

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