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Die Dresdner Karl Schulze und Tim Grohmann wollen im Doppelvierer auch bei der WM triumphieren

Die Dresdner Karl Schulze und Tim Grohmann wollen im Doppelvierer auch bei der WM triumphieren

Für die Dresdner Ruder-Olympiasieger Karl Schulze und Tim Grohmann wird es am Sonntag ernst. Dann starten sie im südkoreanischen Chungju gemeinsam mit ihren Doppelvierer-Gefährten Lauritz Schoof (Rendsburg) und Paul Heinrich (Rostock) ins Unternehmen "WM-Gold".

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Der deutsche Doppelvierer mit Karl Schulze, Paul Heinrich, Lauritz Schoof und Tim Grohmann (v.l.) holte in Sevilla EM-Gold.

Quelle: Raul Caro, dpa

Trainer Egbert Scheibe hält den Ball allerdings flach: "Mit einem Platz auf dem Treppchen wäre ich zufrieden. Natürlich würden wir Gold gern mitnehmen, aber ein Selbstläufer wird das keinesfalls", betont der Coach, der dafür auch mehrere Gründe anführt: "Wir haben nach den Olympischen Spielen in London schon länger als sonst Pause gemacht, sind also später in die Vorbereitung gestartet und haben weniger trainiert. Einige Jungs haben sich zudem mehr um ihre berufliche Entwicklung gekümmert. So begann Grohmann sein Studium in Leipzig und wurde außerdem noch Vater. Philipp Wende hat wegen des Studienabschlusses gleich ganz pausiert, deshalb mussten wir einen neuen Mann ins Team integrieren", erläutert Scheibe und fügt noch an: "Auch die anderen Nationen schlafen nicht. Neben Mitfavorit Kroatien sind Estland und Großbritannien ebenfalls zum engen Kandidatenkreis für eine Medaille zu zählen."

Dennoch hat sich der deutsche Doppelvierer, der bei der EM in Sevilla Gold gewann, zuletzt intensiv auf die WM in Südkorea vorbereitet. Die Niederlage gegen Kroatien beim Weltcup-Finale in Luzern hat die Scheibe-Schützlinge noch einmal richtig angestachelt. Im Höhentrainingslager auf dem österreichischen Weißensee wurde deshalb täglich hart geschuftet. "Rund 50 Stunden Training und 450 Kilometer auf dem Wasser sind in zwei Wochen zusammengekommen", berichtete Scheibe, der mit seinen Schützlingen auch die letzte Vorbereitungswoche in Ratzeburg gut genutzt hat. Beim abschließenden Relationsrennen gegen den Achter musste der Doppelvierer zwar einen Rückstand von 17 Sekunden in Kauf nehmen, doch das sei im Bereich des Erwarteten gewesen. "Unsere Werte waren sehr gut und wir werden in den letzten Tagen in Korea die vorhandenen Reserven noch erschließen", war sich Grohmann sicher.

Vergangenen Sonntag flog die Crew nach Seoul. Von dort ging es mit dem Bus nach Chungju. An die feuchtwarme Luft mussten sich die Recken erst gewöhnen, doch inzwischen sind die ersten Trainingseinheiten auf dem Stausee gut über die Bühne gegangen. "Am zweiten Tag ging es schon besser als am ersten und ich hoffe, wir bekommen die nötige Konstanz rein und es bleibt so windstill wie es derzeit ist", äußerte Grohmann. Am Sonntag werden dann insgesamt 18 Boote die Vorläufe in Angriff nehmen. "Es sind alle Top-Nationen am Start", sagt Schulze. Das Finale findet am 31. August statt. Ein WM-Sieg fehlt Grohmann und Schulze noch in ihrer Sammlung, denn 2011 in Bled verhinderte das bittere Missgeschick von Schoof (fing vor der Ziellinie einen "Krebs") den ganz großen Wurf.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.08.2013

Astrid Hofmann

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