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Die DSC-Wasserspringer analysieren die Gründe für ihr enttäuschendes Abschneiden bei der WM in Kasan

Die DSC-Wasserspringer analysieren die Gründe für ihr enttäuschendes Abschneiden bei der WM in Kasan

Tina Punzel freut sich auf den Urlaub mit ihrer Familie am Geierswalder See. "Einfach abschalten und Kraft tanken" will die Wasserspringerin vom Dresdner SC, für die es bei der WM im russischen Kasan - wie fast für alle deutschen Springer - nicht so lief wie erhofft.

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Sascha Klein hatte im Vorfeld der WM mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und konnte in Kasan nicht in Bestform antreten.

Quelle: picture alliance

Am Montagabend war die 20-Jährige mit ihren Mannschaftsgefährten nach Hause zurückgekehrt. Bevor es gestern in die Ferien ging, stellte sich die DSC-Athletin mit ihren Vereinsgefährten Sascha Klein, Martin Wolfram und Timo Barthel zu einem WM-Fazit.

Punzel, die vier Wettkämpfe absolvierte, dabei die Plätze zehn (Turm-Synchron), zweimal elf (Dreimeter-Synchron, Team) und 30 (Dreimeter-Einzel) belegte, gibt ihre Enttäuschung offen zu: "Nachdem das Training sehr gut lief und ich mich richtig fit fühlte, dachte ich mir bis zum ersten Wettkampf, das wird eine gute WM. Als ich dann beim Dreimeter-Synchron meine Leistungen aus dem Training nicht abrufen konnte, war ich schon etwas überrascht. Natürlich hat sich dann von Wettkampf zu Wettkampf der Druck auf die gesamte Mannschaft erhöht. Im Dreimeter-Einzel war ich schon verunsichert und es fehlte am Selbstvertrauen", erklärt die Elbestädterin, die glaubt, dass die athletische Vorbereitung gestimmt hat, die Ursachen für die schwachen Resultate eher im mentalen Bereich liegen.

Das bestätigt auch Sascha Klein, den allerdings vor allem seine langwierigen Rückenprobleme im Vorfeld ausbremsten: "Ich bin schon traurig, weil ich weiß, dass ich es besser kann. Sicher spielte der Kopf eine entscheidende Rolle. Für die Olympia-Saison müssen wir noch stärker an unseren Pflichtsprüngen arbeiten, damit die stabiler kommen. Zudem werde ich auch nicht mehr alle Wettkämpfe der Weltserie bestreiten, um den Reisestress zu verringern."

Vielleicht müsse man den Wettkampfrhythmus einer WM, bei der es aufgrund der großen Starterzahl zwischen den einzelnen Sprüngen große Pausen gab, öfter im Training simulieren, meint Tina Punzel, die auch nichts gegen die Arbeit mit einem Psychologen oder Mentaltrainer hat. Bis 2012 gab es im deutschen Verband eine solche Unterstützung, seither aber nicht mehr. Punzel sieht für sich noch andere Reserven: "Zum einen werden wir überlegen, ob wir einige Wackelsprünge aus dem Programm nehmen. Zum anderen war die schulische Belastung für mich durch das Abi in diesem Jahr sehr hoch. Wenn ich mich jetzt nur auf den Sport konzentrieren kann, ist noch mehr herauszuholen."

Martin Wolfram konnte mit Platz elf im Team-Wettbewerb und Rang 14 im Turm-Einzel ebenfalls keine Bäume ausreißen, meint aber: "Mein Jahresziel habe ich mit dem EM-Titel und dem damit verbundenen Quotenplatz für Olympia erreicht. Deshalb bin ich nicht ganz unzufrieden." Auch er möchte jetzt den Urlaub genießen, fliegt mit Freundin Tina Leuchte in die Türkei. "Ich freue mich darauf, aufs Wasser zu schauen, ohne aber hineinspringen zu müssen", meint er grinsend. WM-Debütant Timo Barthel, der mit Platz acht im Mixed-Synchron eine gute Leistung erreichte und ansonsten viel Erfahrung sammelte, will ein paar Tage auf Mallorca ausspannen. Ab 1. September muss er zur Grundausbildung bei der Bundeswehr in Hannover antreten.

Wenn in drei Wochen wieder das Training beginnt, richtet sich der Blick vor allem auf den Weltcup in Rio im Februar. Dort werden die letzten Quotenplätze für Olympia vergeben. Tina Punzel: "Im Synchron sind noch vier Plätze frei, das wird ein harter Kampf. Im Einzel muss man unter die ersten 18 kommen."

Astrid Hofmann

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