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Dezimiert ins "Sechs-Punkte-Spiel"

Dezimiert ins "Sechs-Punkte-Spiel"

Nach drei Niederlagen in Folge und der Hiobsbotschaft vom Pokalausschluss wäre für Dynamo Dresden am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den FSV Frankfurt alles andere als ein Sieg eine herbe Enttäuschung.

Dresden .

Von Jochen Leimert

Dresden (DNN). Nach drei Niederlagen in Folge und der Hiobsbotschaft vom Pokalausschluss wäre für Dynamo Dresden am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den FSV Frankfurt alles andere als ein Sieg eine herbe Enttäuschung. Entsprechend groß war gestern die Anspannung im Lager der Schwarz-Gelben, die zudem noch mit Personalsorgen kämpfen.

Nach wie vor fällt Kapitän Cristian Fiel wegen Problemen in der Wadenmuskulatur aus. "Sein Einsatz gegen Aue war im Nachhinein ein Fehler", räumte Trainer Ralf Loose ein, der den Spanier nun schon länger nicht auf dem Trainingsplatz gesehen hat. Auch Torjäger Mickael Poté dürfte nach seinem schweren Magen-Darm-Infekt bis zum Spiel nicht mehr halbwegs fit werden, wenngleich er gestern erstmals wieder Lauftraining absolvierte. Dass sich gestern Vormittag dann auch noch David Solga mit einem Magen-Darm-Infekt abmeldete, war ein schwerer Schlag für Loose, dem der Doc gleich noch verbot, "dass wir uns mit Handschlag begrüßen". Zu groß ist die Ansteckungsgefahr in der Kabine, zu groß das Risiko weiterer Ausfälle.

Während Robert Koch nach einer leichten Fußprellung wohl spielen kann, muss Loose im zentralen Mittelfeld also wahrscheinlich umbauen. Neben Fiel-Vertreter Giannis Papadopoulos könnte nach Aussage von Loose durchaus Florian Jungwirth auftauchen, der dann in der Abwehr wohl durch Martin Stoll ersetzt würde.

Gut möglich scheint aber auch, dass Lars Jungnickel anstelle von Solga sein Saisondebüt in der Startelf feiert. Immerhin durfte der dienstälteste Dynamo-Profi nach einer 14 Spieltage andauernden Pause, die den Folgen einer Streptokokken-Infektion geschuldet war, schon beim 1:3 in St. Pauli kurz vor Schluss als Einwechsler ran. Als "Kampfschwein" und Hobbyjäger ist der 30-Jährige sicher keine schlechte Option für diese Partie, in der es hart zur Sache gehen dürfte.

Um den direkten Kontrahenten FSV auf Distanz zu halten und vor den nicht minder heißen Ostderbys gegen Cottbus und Rostock noch zu punkten, ist Loose angesichts der Ausfälle auch zu Abstrichen bei der Spielkultur bereit: "Spielerisch gut zu sein, ist das eine, Abstiegskampf ist das andere. Es wird wichtig sein, dass wir diesen Kampf annehmen - von der ersten Sekunde an und dann auch bis zur letzten."

Aufpassen muss Dynamo besonders auf Frankfurts nigerianischen Torjäger Macauley Chrisantus (7 Saisontore), den Ex-Striesener Mario Fillinger (1) oder auch Zafer Yelen (2). "Yelen haut auch schon gern mal aus 30 Metern drauf", ist Dynamo-Keeper Wolfgang Hesl gewarnt.

Schiedsrichter ist am Sonntag Benjamin Cortus (29) aus Nürnberg.

Rund 20 000 Fans werden erwartet.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.12.2011

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