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Deutschen Biathlon-Meisterschaften: Top-Athleten heimsen die Titel ein

Altenberg Deutschen Biathlon-Meisterschaften: Top-Athleten heimsen die Titel ein

Der erste Teil der Deutschen Meisterschaft der Biathleten lockte am Wochenende insgesamt über 5000 Zuschauer in die Sparkassen-Arena von Altenberg. Und sie erlebten spannende Wettbewerbe, bei denen sich die bekannten Top-Athleten durchsetzten.

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Der für Belgien startende Michael Rösch schoss nur mäßig.

Quelle: Rietschel

Altenberg. Der erste Teil der Deutschen Meisterschaft der Biathleten lockte am Wochenende insgesamt über 5000 Zuschauer in die Sparkassen-Arena von Altenberg. Und sie erlebten spannende Wettbewerbe, bei denen sich die bekannten Top-Athleten durchsetzten. So dominierte bei den Männern Ex-Weltmeister Simon Schempp und sicherte sich die Titel im Sprint und der Verfolgung mit jeweils null Fehlern am Schießstand sowie einer starken Laufleistung auf den Skirollern. Daniel Böhm meldete sich nach einem verkorksten Jahr mit Silber im Sprint und Platz neun im Verfolger zurück, Arndt Peiffer schob sich nach verpatztem Sprint (15.) gestern auf den Bronzerang. Von den jungen Wilden überzeugten vor allem die beiden 23-Jährigen Roman Rees, Fünfter im Sprint und Zweiter in der Verfolgung, und Mathias Dorfer (3./5.). Bei den Damen gingen die Titel an Franziska Preuß im Sprint und Vanessa Hinz in der Verfolgung.

In Abwesenheit von Verfolgungs-Weltmeisterin Laura Dahlmeier, die ihre Teilnahme wegen eines Magen-Darm-Infektes kurzfristig absagte, drehte Hinz im Jagdrennen den Spieß um und ließ Preuß hinter sich. Dritte wurde die Sprint-Zweite Maren Hammerschmidt. Franziska Hildebrandt hatte wegen Schienbeinproblemen schon im Sprint aufgeben müssen. Für den ersten Weltcup in knapp drei Monaten in Östersund hat Damen-Bundestrainer Gerald Hönig auf jeden Fall die sechs WM-Starterinnen der vergangenen Titelkämpfe – also Dahlmeier, Hinz, Hammerschmidt, Hildebrandt, Preuß und Miriam Gössner – gesetzt.

Spannend war am Wochenende der erste Auftritt von Umsteigerin Denise Herrmann. Die sächsische Langläuferin leistete sich an beiden Tagen zwar je sechs Fehler am Schießstand, gab aber mit den Plätzen zwölf und sechs ein mehr als ordentliches Debüt. Nach dem Sprint gab die 27-Jährige zu: „Ich bin froh, dass ich den ersten Wettkampf so überstanden habe. Es war schon etwas anderes als im Training. Zum Teil habe ich mich wie eine Anfängerin gefühlt. Die Abläufe sind bei mir natürlich noch nicht automatisiert“, meinte die Oberwiesenthalerin, die sich in diesem Winter zumindest für die B-Mannschaft qualifizieren will.

Bei Lokalmatadorin Tina Bachmann lief es noch nicht so gut Die 30-jährige Schmiedebergerin, die sich 2015 einer Bandscheiben-OP unterziehen musste, kam nicht über die Ränge 18 (Sprint) und 17 (Verfolgung) hinaus. „Im vorigen Jahr habe ich nicht geglaubt, dass ich wieder starten kann. Erst im Dezember bin ich wieder ins Training eingestiegen, dafür bin ich ganz zufrieden. Nach dem zweiten Teil der Meisterschaft am kommenden Wochenende in Oberhof entscheide ich, wie es weitergeht“, so Bachmann.

Von den über 5000 Zuschauern, die an beiden Tagen für eine tolle Stimmung im Hofmannsloch sorgten, wurde natürlich Lokalmatador Michael Rösch besonders angefeuert. Der Wahl-Belgier erreichte die Plätze elf (Sprint/3 Fehler) und 16 (Verfolgung/6 Fehler). Damit war der 33-Jährige nicht wirklich zufrieden. „Im Training lief es eigentlich besser, doch gerade am ersten Tag war ich schon ziemlich aufgeregt. Die Laufform stimmt zumindest, das Schießen klappte nicht optimal. Doch ich denke, darauf lässt sich aufbauen“, ist der Staffel-Olympiasieger von 2006 zuversichtlich.

Der Schmiedeberger Nachwuchs-Athlet Justus Strelow, der ab 1. September bei der Bundeswehr ist und in Oberhof trainiert, belegte die Ränge 17 und 21.

Von Astrid Hofmann

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