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Deutsche Wasserspringer ermitteln von heute bis Sonntag in Dresden ihre Meister

Deutsche Wasserspringer ermitteln von heute bis Sonntag in Dresden ihre Meister

Bei DSC-Wasserspringer Martin Wolfram steigt die Aufregung. Seit seinem spektakulären Auftritt bei den Olympischen Spielen in London, als er mit kaputter Schulter vom Zehnmeterturm sensationeller Achter wurde, hat der 21-Jährige keinen Wettkampf mehr bestritten.

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Martin Wolfram springt wieder, aber noch nicht vom Turm.

Quelle: Lutz Hentschel

Nach den Spielen musste er sich im August 2012 in Berlin an der Schulter operieren lassen und anschließend eine lange Reha absolvieren. Heute gibt der Schützling von Trainer Boris Rozenberg in heimischer Halle am Freiberger Platz bei den deutschen Sommer-Meisterschaften sein Comeback. Allerdings noch nicht vom Turm, sondern vom Einmeterbrett. Am Sonntag soll gemeinsam mit seinem DSC-Vereinsgefährten Sascha Klein noch der Synchron-Wettbewerb vom Dreimeterbrett folgen.

"Ich bin schon etwas nervöser als sonst. Der Heilungsprozess hat sich doch etwas länger hingezogen als erwartet. Da brauchte ich wirklich viel Geduld und musste mich auch ab und zu selber bremsen, damit ich der Schulter nicht zu viel zumute", beschreibt der Obergefreite der Sportfördergruppe der Bundeswehr die letzten Wochen und Monate, in denen er sich mit seinem Coach wieder langsam an das Springen herangetastet hat.

"Die Vorwärtssprünge funktionierten schon schnell wieder gut, aber bei den Rückwärtssprüngen verspürte ich schon etwas Angst. Aber auch die habe ich jetzt im Griff und ich fühle mich fast wieder wie der Alte. Allerdings springe ich erst einmal nur vom Brett, auf den Turm haben wir uns noch nicht getraut. Da wäre die Vorbereitung auch zu kurz", erläutert Wolfram, der sich beim Comeback auch gleich wieder ehrgeizige Ziele gesetzt hat: "Ich will mir vom Einmeterbrett und möglichst mit Sascha im Synchron das Ticket für die EM und WM erkämpfen. Schließlich bin ich seit 2006 stets bei internationalen Wettkämpfen im Einsatz gewesen. Wenn ich jetzt erstmals daheim vorm Fernseher zuschauen müsste, wäre ich sehr traurig", bekennt der Dresdner, der aber weiß: "Es wird ein harter Kampf, die Konkurrenz ist unheimlich stark." Ob es am Sonntag zum Debüt im Synchron vom Dreimeterbrett mit Sascha Klein kommt, steht allerdings noch ein wenig in den Sternen. Denn Klein plagt sich mit einer Mittelohrentzündung, musste seine geplanten Starts im Einzel und Turm-Synchron bereits absagen.

Mit besten Aussichten auf eine Fahrkarte zur Heim-EM in Rostock (18. bis 23.Juni) und zur WM in Barcelona (20. bis 28. Juli) geht DSC-Talent Tina Punzel an den Start. Nach ihrem beeindruckenden dritten Platz vom Dreimeterbrett in Fort Lauderdale will die 17-Jährige jetzt in heimischer Halle ihre Fahrkarten zu den beiden Saisonhöhepunkten klar machen. Sie startet dazu auch vom Einmeterbrett und im Synchron vom Dreimeterbrett mit der Berlinerin Kieu Duong. Insgesamt haben 60 Athleten für die Titelkämpfe gemeldet.

Die Wettkämpfe beginnen von heute bis Sonntag jeweils um 9.30 Uhr, die heutigen Finals (1 m und Turm-Synchron) um 17 Uhr, morgen und am Sonnabend um 16 Uhr.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.06.2013

A. Hofmann

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